Web3D als offener Standard in Vorbereitung 
Dienstag, den 17. November 2009 um 10:36 Uhr
X3D Beispiel Mehr und mehr Anwendungen bauen auf dreidimensionale Inhalte. Offene Standards werden aus diversen Richtungen bereits erhofft und erwartet. Das Fraunhofer Institut prescht einmal mehr mit innovativen Neuigkeiten vor.

Vereinzelte Insellösungen für Web3D-Inhalte könnten damit bald Vergangenheit sein. Bisher konnten Entwickler diverse WebPlayer-Skripte für solcherlei Darstellungen nutzen. Der Nachteil ist die Pflicht der Installation dieser Tools und Programme auch für den Anwender / Betrachter - zum Teil zum Ausführen eines einzigen End-Programmes oder einer Applikation in Webseiten.

Das Streben nach einem Standard für das Web3D ist folglich die logische Konsequenz.

"3D wird ein entscheidender Technologiebaustein im Internet sein", sagt Dr. Johannes Behr vom Fraunhofer IGD. "Zurzeit existieren nur Insellösungen einzelner Anbieter. Um den Austausch und die Langlebigkeit von Web-Anwendungen zu gewährleisten, müssen offene Standards genutzt werden."
Mit X3D existiert schon ein Standard, der bislang jedoch auf Plugins angewiesen ist. X3Dom, gesprochen XFreedom, soll die Lösung für das Web3D sein, die auf Plugins verzichten kann und eine Software darstellt, die als OpenSource (offener Quellcode) gilt - also deren Code frei verfügbar und deren Anwendung kostenlos ist. Präsentiert wurde X3Dom seitens des Fraunhofer IGD (Institut für Grafische Datenverarbeitung) erstmalig am 05.11.09.

X3Dom soll befähigen, 3D-Inhalte wie beispielsweise begehbare architektonische Bauten oder Modelle zu visualisieren. Genutzt und möglich werden dabei Meshes, Layerobjekte und Primitive ebenso wie interpolare und zeitgesteuerte Animationen.

Ziel ist es, lebendige dreidimensionale Anwendungen in HTML5 zu ermöglichen. So soll der Nutzer befähigt sein können, klickbare 3D-Objekte in seine Homepage zu implementieren und für Änderungen das jeweilige Objekt mit der Dom-Oberfläche administrieren zu können.
"Da X3DOM kostenlos und frei verfügbar ist, wird es nun für jeden einfach und kostenneutral möglich sein, 3D-Anwendungen in seine Homepage zu integrieren", sagt Behr. "Das dreidimensionale Internet ist damit keine Zukunftsmusik mehr."
Die zugrunde liegende Technologie ist WebGL, das von den Browsern Mozilla Firefox und Safari bereits ab dem ersten Quartal 2010 unterstützt werden soll. WebGL erst ermöglicht die Hardware beschleunigende Darstellung von 3D-Daten.
X3Dom wurde in Zusammenarbeit mit dem Web3D- und World-Wide-Web-Konsortium entwickelt. Die eigentliche Standardisierung gilt derzeit als noch nicht abgeschlossen, zeigt aber bereits was möglich sein wird. Nightly Build Versionen des Firefox-Browsers und des WebKits (Mac) ermöglichen bereits erste Eindrücke.

Final soll die Software nativ in allen Browsern laufen, die HTML5 unterstützen, das als der kommende Standard angesehen wird.

Links:
X3Dom Webseite
Background-Info-Papier der X3Dom Entwickler
 

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