EduSim News und das OpenCobalt Projekt 
Samstag, den 17. April 2010 um 10:10 Uhr
EduSim Logo Mit dem 1.Mai 2010 wird die bisher Hauptplattform der Kollaborationssoftware EduSim, ein Ning-Netzwerk, geschlossen und vollständig auf die hauseigene Webseite übernommen. Weiter ist die live Vorstellung in weniger als einer Woche in Boston geplant.

Dieser Artikel stellt EduSim und seine Open Source Grundlage OpenCobalt umfassend vor.

EduSim stellt eine Anwendung einer virtuellen Welt für das Klassenzimmer dar. EduSim ist somit selbst eine eigene, modulare virtuelle Welt und Umgebungsengine zum Nutzen des E-Learning in 3D.
EduSim basiert auf OpenCobalt und existiert seit September 2007, ausgehend vom Education Service Center der Greenbush Organisation, Kansas.

EduSim WhiteboardDas Haupt- und Wiedererkennungsmerkmal EduSims ist das interaktive Whiteboard welches bereits einige Stationen an Tests in Klassenzimmern durchlaufen hat (siehe auch Video unten).
Die virtuelle Welt, mit derer die Kids und Jugendlichen interagieren, stellt sich als ein Authoring Tool Kit für OpenCobalt vor und funktioniert bereits mit mehreren Nutzern, Klassenzimmern und in geschlossenen Netzwerken. Des Weiteren erfolgreich etabliert wurde es mit dem Smartboard, Activeboard, Interwriter, Polyvision, Mimio, eBeam, und auch mit dem Wiimote Whiteboard. Kollaborative Sessions wie Welten können mit EduSim komplett kostenlos erarbeitet werden. Auf der Webseite heißt es weiterhin:
"Das EduSim Konzept ist bestrebt, ein neues Modell für Studenten zu werden, mit dem sie sich mit dem Immersive Touch(1) durch Zuhilfenahme dreidimensionaler Umgebungen und interaktiver Oberflächen oder eines interaktiven Whiteboards befassen können."
Das bisherige Netzwerk (Ning) wird am 01.Mai gelöscht werden und komplett auf dem eigenen Server zur Verfügung gestellt. Man findet es ab sofort unter EduSim / Network.


Das OpenCobalt Projekt

Die Basis EduSims ist OpenCobalt, einer virtuellen Welt ähnlich Second Life mit kollaborativem und User Generated Content, also von den Nutzern selbst erstellte Inhalte sind integriert. Das System ist OpenSource und wurde im September 2007 vom Education Service Center der Greenbush Organisation, Kansas, ins Leben gerufen.

Dabei sind Medien (Videos etc.) ebenso wie Mesh- und 3D-Import per Drag-and-Drop möglich, interaktives Agieren auf Webseiten und Voice Over IP sind bereits seit Anbeginn integriert.
Die kollaborativen Ansätze des Systems gestalten mögliche Grenzen des Projektes als nur schwer abschätzbar und bilden eine Vision der Superlative, die bestehende virtuelle Welten wie Second Life im Handumdrehen überholen könnte.

Erweiterungen und die offene Codebasis stehen für umfangreiche Anpassungen zur freien Verfügung, Premium Accounts oder andere versteckte Kosten sind laut Lizenzvereinbarung nicht vorgesehen.

Cobalt Portale Besonders hervorzuheben ist die Integrierung der Linkengine, die als 360° Variante direkt angesteuert und in die bestehende Umgebung implementiert wird, die Peer to Peer Synchronisation sorgt für Server-Unabhängigkeit. OpenCobalt läuft plattformunabhängig auf Mac OSX, Windows sowie Linux. Eine komplett implementierte Programmiersprache (Smalltalk/Squeak, IDE) und erweiterbare Klassenbibliotheken lassen alle Möglichkeiten offen. Zudem kann die Software live upgedadet werden, also Änderungen werden ohne jegliche Restarts aus der Codebasis direkt übernommen.

OpenCobalt steht unter der MIT-Lizenz(2) und wurde 2007 von Hewlett Packard und dem Croquet Consortium auf Basis des "Croquet software development kit" entwickelt. 2008 kamen Mitentwickler wie die Duke University hinzu und strengten gemeinsam die Bemühungen an, OpenCobalt zu einer community-basierten Softwareentwicklungsumgebung für virtuelle Welten und Browserapplikationen zu machen.
Teilnehmende Unternehmen und Entwickler kommen vornehmlich aus den USA, aber auch Deutschland, Indien und weiteren internationalen Instituten.

Anfang 2009 startete OpenCobalt in die offene Alpha Phase. Das Level der Vollproduktion soll durch die Erweiterung der Technologie laut Wikipedia noch in 2010 erreicht werden, was allerdings recht traumtänzerisch anmutet.
Dessen ungeachtet agieren die Entwickler umfangreich und stellen unter anderem die derzeitige Codebasis und einen Workshop auf der Boston Immersive Education Summit vom 23.-25. April 2010 am Bostoner College vor. Dort werden unter anderem auch realXtend, Education Grid, Project Wonderland, Second Life und Open Simulator im Rahmen ihrer Möglichkeiten für das Lernen integriert und fokussiert.

Das folgende Video demonstriert wie EduSim bereits in Klassenräumen getestet wird.



Links:
EduSim Webseite
OpenCobalt Webseite

Fußnoten
1 - Immersive Touch wird definiert als das direkte Manipulieren eines Objektes innerhalb einer virtuellen Umgebung, genutzt durch eine einzelne oder multi-user Oberflächenhardware. Der Begriff wurde zuerst geprägt in Zusammenhang mit den Prinzipien und der Definition EduSims. Mittlerweile wird "Immersive Touch" in einem breiteren Fokus gesetzt und assoziiert mit der Adaption von Oberflächen, die interaktive Nutzung ermöglichen - wie zum Beispiel die des iPhone, des iPod Touch, Microsofts Natal Projekt und weiteren hinzu kommenden.

2 - Die MIT Lizenz wurde 1988 begründet und bedeutet die absolut freie Nutzung von Software, sowohl solcher deren Code einsehbar ist und derer, deren Code nicht frei einsehbar ist. Sie wird auch X-Lizenz oder X11-Lizenz (bei Free Software Foundation) genannt, um Verwechslungen zu vermeiden. Die MIT Lizenz darf von Entwicklern modifiziert werden und wird für zahlreiche Softwares wie Microsofts X-Window-System oder auch dem Web-Framework Ruby-On-Rails verwendet.
 

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