| There von Makena Technologies |
| Geschrieben von Gilbert Wise | |||||||||
| Mittwoch, 9. Juli 2008 | |||||||||
Knapp 35-40 Millionen Menschen weltweit sind aktiv in einer 3D-Online-Welt, aufgeteilt auf ca. 150 "Welten". Der Jahresumsatz von virtuellen Welten lag im Jahr 2006 bei etwa einer Millarde Dollar.
Auch wenn Second Life das bekannteste Metaversum der vergangenen Jahre ist, lohnt ein Blick hinter die Kulissen seiner Konkurrenten. Was andere Welten zu bieten haben, dem geht Virtual World Info in der nächsten Zeit auf den Grund.
Im zweiten Teil geht es um die virtuelle Welt, die von Makena Technologies um CEO Michael Wilson
entwickelt wurde.
Gegründet wurde das Unternehmen im Jahr 2005. Die
3D-Welt gibt es bereits seit 2003 und hat derzeit über 600.000
registrierte Mitglieder. Damit ging die virtuelle Welt fast zeitgleich
mit Second Life ins Rennen, unterscheidet sich auf dem ersten Blick
jedoch deutlich vom Linden-Lab-Produkt.
Die Mitgliedschaft
Für die ersten Gehversuche in der
3D-Welt genügt die kostenlose Basismitgliedschaft. Sie beinhaltet einen
voll funktionsfähigen Avatar, einen eigenen Namen, ein Set neuer
Kleidung und ein Hoverboard. Außerdem können Radiostreams angehört und 50
Clubs besucht werden. Außerdem besteht die Möglichkeit, shoppen zu gehen.
Premium-Mitglieder können den Voice-Chat nutzen und erhalten ein
Entdecker-Paket, das beispielsweise die Bookmarkfunktion, den
Teleport-Aufruf und einen Kompass enthält. Außerdem haben sie Zugang zu
100 Clubs und können auch einen eigenen eröffnen. Events können in der
offiziellen Aktivitätsliste gelistet, das Clubhaus und die
FunZones können reserviert und das Forum kann genutzt werden.
Dafür muss man jedoch einmalig 9,95 US-Dollar an das Unternehmen zahlen.
Die Anmeldung
Um Teil der Welt zu werden, können sich Spielbegeisterte problemlos
anmelden. Einzige Voraussetzung, man sollte mindestens 13 Jahre alt
sein.
Zudem benötigen Minderjährige laut There-AGB die Einwilligung der Eltern, um in der Welt aktiv zu werden. Bei einer Testanmeldung war dies jedoch nicht nötig. Das neue Mitglied muss einen Namen, das Geschlecht und ein Aussehen aus einem der drei Haarschnitte und die Hautfarbe seines zukünftigen Avatars wählen. Dazu das richtige Geburtsdatum wählen, Mailadresse sowie Passwort bestätigen und die Reise ins There kann beginnen. Der Einstieg Damit die virtuelle Welt nicht in der voreingestellten Fenstergröße von
800x600 Pixeln eingezwängt wird, lässt sich die Darstellung über den
ThereTweaker auf maximal 1280x800 justieren. Auf den ersten Blick ist There im
Vergleich zu Second Life grafisch schmaler gestaltet. Die Liebe zum
Detail fehlt. Großflächige Grafiken und lange Ladezeiten fallen auf. Der Avatar lässt sich dafür leicht mit den Pfeiltasten über das virtuelle Land bewegen. Auch das Teleportieren von A nach B funktioniert. Was dem geneigten Second-Life-User mit Sicherheit fehlen wird, ist das Fliegen.
Die Menüführung
Zur besseren Orientierung wurde das Benutzermenü an den unteren
Bildrand verbannt. Zudem öffnet sich ein Browserfenster (Internet Explorer ist hierbei Pflicht), das einen
Überblick zum aktuellen Geschehen in der There-Zweitwelt gibt. Neben einem
Newsflash gibt es auf einen Klick den Tagestipp, den Monatsüberblick
sowie Rückblicke zu gelaufenen Veranstaltungen. Sollte der Browser
geschlossen worden sein, genügt ein Klick auf den orange unterlegten
Button "What Happening". Außerdem gibt es eine Gruppenübersicht, um
Anschluss in der Welt zu finden, per Klick öffnet sich die Weltkarte
und eine Shoppingübersicht gibt es ebenfalls auf Knopfdruck. Blau
unterlegt sind die Hauptmenüpunkte.
Unter "There" kann das Profil angezeigt, die Kamera aktiviert und weitere Einstellungen vorgenommen werden. Das aus Second Life bekannte Inventar verbirgt sich hinter dem Punkt "My Things". Darin werden Kleidungsstücke, Objekte, Freundes- und Bannlisten sowie bevorzugte Orte aufgeführt. Objekte können durch so genannte Actiontags genutzt werden. Therebucks statt Lindendollar
Eine Währung gibt es in There. Bei der Namensbezeichnung griffen die
Entwickler nicht auf die abgedroschen Dollars zurück, sondern nannten
sie schlicht und ergreifend Bucks. Um an das begehrte Gut zu kommen
gibt es vier Möglichkeiten.
Der einfachste Weg ist das Aufladen des Guthabenskontos mittels Paypal oder Kreditkarte. Für 1 US-Dollar erhalten die Spieler 1800 Therebucks (Tbux). Allerdings liegt der Mindestbetrag bei 5 US-Dollar (9000 Tbux). Doch es geht auch anders. So gibt werden in There reglmäßig Events veranstaltet, bei denen die Angestellten für die Betreuung von Kunden bezahlt werden. Beliebt sind auch Rennwettbewerbe, bei denen der Sieger eine Prämie erhält. Eine Übersicht zu den Verdienstmöglichkeiten wird auch im There-Forum veröffentlicht. Die dritte Möglichkeit, um an Geld zu kommen, besteht darin, eigenen Kleidung oder Gegenstände herzustellen. Allerdings ist das Erstellen nicht mit dem Basisaccount freigeschalten. Es müssen Tools heruntergeladen werden. Die letzte Variante zum Geldverdienen ist das Versteigern von Artikeln. Ganz kostenlos ist das jedoch nicht. Das Starten einer Auktion kostet Tbux + 5,25 Prozent Gebühr auf den Endpreis. Mit Zusatztools eigene Produkte entwickeln
Um eigene Artikel erstellen zu können, werden Zusatzprogramme benötigt.
Zu finden sind die Elemente im Developer-Programm. Der Style-Maker ermöglicht es
beispielsweise Kleidung herzustellen. Mit dem Painter-Toolkit lassen
sich Texturen für Objekte oder eben die eigene Kleidung herstellen.
Um nicht bei Null anzufangen bietet der Hersteller verschiedene Templates an. Mit dem Builder-Toolkit können 3D-Objekte für das Spiel hergestellt werden. Allerdings erfordert die Bedienung etwas Übung und ist mit "Studio 3D Max" vergleichbar. Auch zu diesem Programm gibt es einige Zusätze vom Hersteller. Zu guter Letzt gibt es ein viertes Werkzeug. Mit dem WebmasterToolkit lässt sich die eigene Fanseite bearbeiten, auch dies ist Premiumusern vorbehalten. Personal Skills – Übung macht den Meister
Ein Markenzeichen von There, das ihm den Charakter eines Rollenspiel
verleiht, ist das Erlangen bestimmter Fähigkeiten. Jeder Avatar kann
durch das Interagieren in der virtuellen Welt alle 16 Personal Skills
verbessern. Dazu zählt beispielsweise die Socializer Skill.
Verbessern werden kann der Erfahrungswert durch das Schließen von Freundschaften, das Eintreten in Gruppen, aber auch durch die Teilnahme an Veranstaltungen. Jeder Avatar beginnt mit der Stufe "Casual". Weitere Etappen sind "Avid", "Expert" und "Renowned". Die höchste Stufe ist "Legendary". Bewertet werden auch das Buggyfahren, die Erfahrungen als Clubleiter oder als Lehrer. Bei schlechtem Verhalten oder langen There-Pausen können die jeweiligen Skillwert auch wieder fallen.
Übersichtliche Inselwelt
Im Gegensatz zu Second Life ist die Inselwelt von There
vergleichsweise überschaubar. Nur 11 Inseln und etwa 50 Regionen gibt
es in der 3D-Welt. Zum Vergleich: In Second Life gab es Ende Mai über
13.000 SIMs. Zu den beliebtesten Orten zählt in There neben dem
Duda-Beach auch CC-Meter. Hinter CC verbirgt sich der amerikanische
Getränkehersteller Coca Cola, der im Dezember 2007 eine Kooperation mit
Makena einging. Bewusst gegen Second Life entschied sich auch Paramount
Pictures. Das Filmstudio ist das erste seiner Art in There und will
mit Videos für eine neue Qualität in der Onlinewelt sorgen.
Fazit Insgesamt ist There ein buntes Spielvergnügen, in dem Avatare auch ohne Geld auf ihre Kosten kommen können. Vorausgesetzt, die Premium-Mitglieder lassen die Neulinge an ihren Errungenschaften wie Strandbuggys und andere Spielgeräte teilhaben. Große Bedeutung hat in There der Spaßfaktor, doch Aktivitäten wie von Coca Cola auf CC-Metro oder Paramount zeigen, dass die Onlinewelt diekt für die Produktvermarktung genutzt werden soll. Diese Idee mussten die meisten Unternehmen in Second Life bislang begraben. Negativ anzumerken ist im Makena-Produkt, dass die Möglichkeiten bei einer kostenlosen Mitgliedschaft stark begrenzt sind. Voll ausgekostet werden können die Möglichkeiten in There nur mit dem entsprechenden Kleingeld. Häuser können beispielsweise für 10.000 Tbux, Clubhäuser für 25.000 Tbux und ganze Nachbarschaften mit einer Fläche von etwa 500 Quadratmeter sind für 50.000 Tbux zu haben. Neben dem Kostenaspekt fällt die zum Teil unübersichtliche Kommunikation und der beschränkte User Generated Content auf. Alles in allem eine interessante Abwechslung. Doch wer Second Life kennt, wird nach einem Ausflug wieder in die gewohnte Cyberwelt zurück kehren. Einen Vorteil hat There dennoch, es gibt kaum Zeiten in denen die Onlinewelt von Lag heimgesucht wird. Diese Ausfälle werden durch regelmäßige Wartungen, die einmal pro Woche zu Wartezeiten führen, behoben.
Systemanforderungen
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Knapp 35-40 Millionen Menschen weltweit sind aktiv in einer 3D-Online-Welt, aufgeteilt auf ca. 150 "Welten". Der Jahresumsatz von virtuellen Welten lag im Jahr 2006 bei etwa einer Millarde Dollar.

Damit die virtuelle Welt nicht in der voreingestellten Fenstergröße von
800x600 Pixeln eingezwängt wird, lässt sich die Darstellung über den
ThereTweaker auf maximal 1280x800 justieren. Auf den ersten Blick ist There im
Vergleich zu Second Life grafisch schmaler gestaltet. Die Liebe zum
Detail fehlt.

