sMeet - Die 3D-Community aus der Hauptstadt 
Mittwoch, den 23. Juli 2008 um 21:30 Uhr
08-0723_smeet-rezi3Schlichte Chat- und Communityrooms waren gestern, heute ist sMeet.
 
Seit einigen Monaten existiert die Plattform von sMeet Communications aus Berlin und wird ständig erweitert. Mehr als 50.000 Mitglieder hat die kleine 3D-Welt schon und organisiert für die Community mehr als 2800 Gruppen.
 
Im Gegensatz zu Second Life ist der virtuelle Raum statisch, lediglich die Avatare sind bewgelich. Zudem erinnert es in der Machart an das erfolgreiche Urgestein Habbo-Hotel.
 
Der Aufbau
Keine 15000 Inseln, wie in der in Linden Lab Version Second Life, sondern nur 24 Räume stehen den Nutzer in sMeet zur Verfügung. Doch bei einer Nutzerdichte von 4 bis 50 Personen pro Raum gibt es auf den ersten Blick keinen Unterschied zum US-Konkurrenten. Das Zauberwort der deutschen Programmierer steckt schon im Namen s(Meet) – treffen.
 
Kein Software-Client sondern Browserwelt:
Das Besondere an sMeet ist die volle Unterstützung und Darstelllung der Simulation im herkömmlichen Webbrowser, der auch Mitgliedern der Macintosh-Fangemeinde keine Probleme bereitet. Vor allem für Unternehmen ist diese Tatsache ein wichtiges Kriterium, um in Welten oder Communitys wie diese Zeit und Geld zu investieren.
 
Individueller Avatar08-0723_smeet-rezi6
Zu Beginn steht für den sMeet-Neuling jedoch die Auswahl eines virtuellen Avatars an, männlich oder weiblich. Diese künstliche Figur kann auf Wunsch individuell mit anderer Haarfarbe und Kleidung ausgestattet werden. Änderungen an den Figuren sind jederzeit möglich. Avatare können tanzen, winken und mit anderen Avataren flirten. Zusätzlich kann ein eigenes Profil mit persönlichen Angaben, Hobbies und Flirt-Details erstellt werden. Auch die Einbindung einer eigenen Fotogalerie ist möglich. Die Nutzung der Basisfunktionen von sMeet sind komplett kostenlos.  
 
Erleben statt Gestalten
08-0723_smeet-rezi5Der sogenannte usergenerated Content ist in sMeet ähnlich wie in Second Life oder anderen 3D-Welten nicht gegeben.Vielmehr steht die Kommunikation im Vordergrund und das gemeinsame Erleben. So haben die mehr als 50.000 Mitglieder nicht nur die Möglichkeit gemeinsam in den Räumen Musik zu hören, sondern auchaktuelle Video-Tracks auf der Leinwand zu erfolgen. Außerdem lädt dass sMeet-Quiz zu regelmäßigen Raterunden ein.
 
Zutritt nur bis 21 - Erwachsene bleiben draußen
Ein Novum in der Chat- und Community-Landschaft sind abgesperrte Bereiche nur für bestimmte Altersgruppen zugänglich. So gibt es bei sMeet eine Schülerwelt, die nur angemeldete Usern bis zu einem Alter von 21 Jahren zulässt. Wer erwachsen ist, muss draußen bleiben. Allerdings gibt es für all jene auch keine Hürde für den 16+ und 18+ Bereich. 
 
Freecall von 15 bis 21 Uhr – Bezahlen mit sMeet-Coins
Ein sMeet-Patent ermöglicht, dass sich bis zu 70 Personen gleichzeitig per Handy oder Telefon unterhalten können. Täglich von 15 bis 21 Uhr winkt die Happy Hour: Gespräche vom Festnetz können dann kostenlos geführt werden. In der übrigen Zeit fallen rund drei Cent pro Minute für Gespräche vom Festnetz, etwa 13,5 Cent für Gespräche vom Handy an. Grüne Telefon-Symbole über den Avataren zeigen Chat-Teilnehmer an, die gerade per Telefon mit dem Chat-Raum verbunden sind. Wie im realen Leben ändert sich die Lautstärke der Gespräche je nach virtueller Entfernung der Avatare, mal leiser, mal lauter. Es kann dann allerdings auch passieren, dass der eigene Avatar beim zufälligen Lauschen erwischt wird. "Hey, da will jemand mithören", war der Kommentar eines Avatar-Pärchens, das sich angeregt per Telefon unterhielt. Darüber hinaus werden aber regelmäßig auch besondere Premiumevents und -dienste angeboten, die mit der eigenen Währung sMeet-Coins bezahlt werden können. Dabei entspricht ein Coin umgerechnet etwa 1,5 Cent. sMeet stattet Chat-Neulinge mit einem Startkapital von 100 Coins aus. Das Guthaben kann per Premium SMS zum Preis von 2,99 Euro mit 200 weiteren Coins aufgeladen werden.
 
TV-Partner im sMeet-Boot
08-0723_smeet-rezi1Im April ging sMeet eine Partnerschaft mit der TV-Produktionsfirma Endemol ein. Seitdem gibt es eine eigene RTL-Welt sowie verschiedene Räume für Freunde der Erfolgshow "BigBrother" und der Abendsoap "Alles was zählt". Auch Fans von GZSZ kommen bei sMeet nicht zu kurz. Sie können dort gemeinsam ihre Serienhelden tagtäglich verfolgen. Avatare von prominenten Chat-Nutzern oder von sMeet-Mitarbeitern werden speziell gekennzeichnet: über dem Kopf der Figur schwebt ein Stern für Promis, ein Heiligenschein für Chat-Operatoren oder ein roter Blitz für Chat-Administratoren.
 
Fazit
sMeet ist eine spannende Alternative zu den Community-Flagschiffen studivz und anderen Plattformen. Zwar können die Nutzer selbst nichts erschaffen, wie in Second Life oder Twinity. Dafür ist der Spaßfaktor in den Quiz- und Videoroom durchaus gegeben. Bleibt zu hoffen, dass die Community weiter wächst und sich so auch die Angebotspalette für den Nutzer erweitert. Da die Lösung browserbasiert ist und vor allem ohne die Nutzung vom Premiumdiensten nichts kostet, sollte sMeet in den nächsten Monat weiteren Zulauf bekommen.
 
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