Neuer 3D Browser: ExitReality 
Mittwoch, den 08. Oktober 2008 um 11:00 Uhr
exitreality-logo-250x65"ExitReality is a free internet plug-in that allows anyone to view every web page in 3D!"
So lautet das vollmundige Versprechen des australischen Anbieters. Und tatsächlich ist es möglich, mit dem kleinen PlugIn Webseiten dreidimensionalisiert darzustellen.
 
Wer es braucht, was es kann und warum ExitReality besser ist als Googles Lively, lesen Sie hier ...
 
Der Download des PlugIns ist kostenlos und arbeitet ohne Registrierung. Die ausführbare Datei ist gerade mal 4 MB groß und installiert sich als zusätzlicher Button in den Webbrowser. Unterstützt werden Internet Explorer, Firefox und Chrome. Da auch bei der Nutzung unter Firefox ständig ein Zugriff auf den Internet Explorer erfolgt, bietet sich die Verwendung des IE an.
Der ExitReality-Button war zunächst im Browser nicht sichtbar. Er musste im FF über Ansicht > Symbolleisten > Anpassen an eine geeignete Stelle in den Symbolleisten gezogen werden. Im IE 7 verfährt man folgendermaßen: Über einen Rechtsklick auf eine freie Stelle der Menüleiste wählt man Befehlsleiste anpassen > Befehle hinzufügen oder entfernen und erweitert die aktuellen Schaltflächen um den an die XBOX erinnernden Button.

Sind diese Hürden genommen, verwandelt ein Klick auf den Button wirklich jede Website in einen 3D-Raum. Elemente wie Bilder, Videos und Links werden dabei übernommen. Das automatisch erscheinende LogIn- bzw. Anmeldemenü verschwindet mit einem Klick auf den Edit-Button.

Der standardmäßig erstellte Raum gleicht einer großen Halle und ist so nützlich wie ein Kropf. Links werden als Wegweiser dargestellt, die sich nur in einem neuen Fenster zweidimensional öffnen lassen. Die Ansicht der eigenen Webseite wird zusätzlich per AutoScroll auf einer Leinwand abgebildet. Immerhin trifft man in diesem Raum alle Besucher der Webseite, die gerade online sind und kann mit ihnen einen Text-Chat führen, vorausgesetzt, sie haben ebenfalls das PlugIn installiert. Wenn die besuchte Webseite jedoch nicht für einen automatisch generierten 3D-Raum optimiert ist, dann macht dies ebensowenig Sinn, wie eine Webseite 1:1 in Second Life nachzubilden. Glücklicherweise kann der zuständige Webmaster aber nachbessern. Hierfür ist eine kostenlose Registrierung notwendig. Schöner Nebeneffekt: Der eigene Avatar erhält einen frei wählbaren Namen und wird für andere Besucher/Avatare der Webseite ansprechbar.

Nach der Anmeldung lässt sich der virtuelle Raum durch verschiedene Vorlagen komplett ummodellieren. Über die integrierte Suche findet man schnell ein geeignetes Template, Möbel und diverse Tools von Anbietern aus der ganzen Welt, die ihre virtuellen Objekte nicht erst in ExitReality hochladen mussten, sondern diese auf ihren externen Webseiten anbieten und bei der Suchmaschine von ExitReality anmelden (oder mit etwas Geduld finden lassen). Akzeptiert werden Formate von Designern in Collada (.dae), X3D (.x3d), VRML (.wrl). Dank des PlugIns lassen sich diese Formate nun auch im Browser öffnen und testen!

Vorhandene Objekte werden im 3D-Browser angezeigt und lassen sich per drag and drop in den eigenen Raum ziehen und bearbeiten. Hat man seinen Raum mit ein paar Dekorationen verschönert und vielleicht noch einen gefälligeren Avatar ausgewählt, sollte man sich auf die Suche nach funktionelleren Einrichtungsgegenständen machen. Die Suche nach Plasma TV fördert z. B. einen Fernseher zutage, der sich etwas umständlich mit einer Video-URL von Youtube füttern lässt. Auch Bilder lassen sich aufhängen und mit einer Bild-URL anpassen. Um sich langwierige Tipp-Arbeiten zu ersparen, lassen sich auch Kurz-URLs von TinyURL.com nutzen. Das wichtigste Feature liefern jedoch verlinkbare Türen, die man über den Suchbegriff Link findet. Es gibt 2D-verlinkte und 3D-verlinkte Türen. Klickt man auf letztere, landet man automatisch im virtuellen Raum einer anderen Webseite. Modellierte Räume lassen sich somit einfach untereinander vernetzen.
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Jede Änderung, die man im virtuellen Raum vornimmt, muss über den Save-Button gespeichert werden, sonst geht sie verloren. Speichert man erstmals eine Änderung, muss man nachweisen, dass man berechtigt ist, diese virtualisierte Webseite zu verändern. Dies geschieht einfach, indem man einen individuellen Launch in 3D-Banner auf dem Webspace der zweidimensionalen Webseite integriert. Über ihn können künftig Besucher auch sofort erkennen, dass ein individueller 3D-Raum existiert und ihn direkt besuchen.

Fazit:
Im Gegensatz zu Lively bietet ExitReality einen Raum mit direktem Bezug zur zweidimensionalen Webseite und generiert diesen auch automatisch, ohne Zutun des Webmasters. Interaktion mit anderen Besuchern einer Webseite war noch nie einfacher. Weblin bringt zwar ähnliche Features mit zeitgleichen Besuchern einer Webseite, allerdings nur in 2D und ist daher außen vor. ExitReality bietet beachtliches Potential, nicht nur für Anbieter und Besucher von MySpace-Seiten und zeigt, dass dreidimensionale Auftritte mittels eines kleinen PlugIns auch im Browser möglich sind. Content-Ersteller haben weitreichende Möglichkeiten, ihre Produkte anzubieten. Künftig sicherlich auch kommerziell.

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