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Was ist dran an Second Life? Teil 2: Weit entfernt von Utopia
Geschrieben von Gaffer Strom   
Dienstag, 21. Oktober 2008

08-1022-kolumne_gaffer_teil2_005Noch weitgehend ungeklärt ist auch heute, fast zehn Jahre, nachdem Linden Lab mit seiner ersten Betaversion an die Weltöffentlichkeit ging, ob es gelang, dort im SL-Metaversum tatsächlich die Voraussetzungen für eine neue Gesellschaft mit besseren Menschen zu schaffen. Die Idee, dass man irgendwo auf Utopia treffen könne, das heißt, auf eine bessere Welt ohne Neid, ohne Kriege, ohne soziale Schranken, ohne Bildungsunterschiede und mit gleichen Chancen für alle, diese Idee ist ja so alt wie die Welt selbst.

Beziehungen zwischen Avataren 

Fast jeder, der als Avatar ein paar Wochen in der Zweitwelt unterwegs ist, wird in die Lage kommen, sich einer oder mehreren Gruppen anzuschließen. Diese Gruppen sind praktisch die Graswurzeln der SL-Gesellschaft. Nehmen wir zum Beispiel die deutschen Avatare Kerstin, Anke und Heiko: Nachdem sich herausstellt, dass die drei ein gemeinsames Interesse am Musikmachen haben, kommt man schnell auf die Idee, eine Rockkneipe zu gründen; eine mehrköpfige eigene Rockband kommt dazu. Und weil man gut ist, bekommen die drei auch gleich ein paar externe Engagements, und die Erfolgsstory der „Old Daddy Group“ beginnt. Es vergeht seither kaum ein Tag, dass sie nicht online sind und Musik machen.

Was ist hier passiert? Das Beispiel zeigt, welchen großen (nichtmonetären) Wert die Avatare aus solchen Gruppenbeziehungen heraus beziehen. Die gemeinsame Arbeit am Projektieren und Bau der Kneipe, das gemeinsame Musizieren in der Band, sich Tag für Tag in der virtuellen Gruppe zu treffen, um dort reale Meinungen und Gefühle auszutauschen, zusammen mit anderen eine Aufgabe zu bewältigen und reale Probleme zu lösen, das schafft ein Zusammengehörigkeitsgefühl, das einen sehr hohen psychologischen Wert für jeden Beteiligten darstellt. Es kommt einer festen Ingroup-Beziehung im realen Leben gleich. Man ist integriert, man gehört dazu.

 

Sprache und Verhaltensstil der Avatare untereinander

08-1022-kolumne_gaffer_teil2_002In Utopia ist alles paradiesisch, aber SL ist nicht Utopia. Zwar ist es wirklich sehr einfach, neue Beziehungen zu anderen Avataren aufzubauen. Schüchternheit gibt’s vielleicht in der realen Welt, aber nicht wirklich im Zweitleben. Schon wenn man jemand neu kennenlernt, ist das „Du“ eine Selbstverständlichkeit. Die Kommunikation und die Art und Weise des Umgangs miteinander ist distanzlos und sehr direkt, oft auch emotional bis gewagt. Die körperliche Gestalt der meisten Avatare ist voller sexueller Reize und Anspielungen, man schaue sich nur die Mädels mal an. Ich habe in SL noch nie eine graue Maus gesehen, weder bei Männern noch bei Frauen. Trotz der schnellen Kontaktanbahnung werden die Beziehungen zwischen den Avis aber nicht tiefer. Bindungen entstehen zwar schnell, verfliegen aber auch schnell wieder. Alles bleibt an der Oberfläche. Es überrascht immer wieder, wie schnell sich Kontakte, von denen man meinte, sie hielten lange, wieder in Nichts auflösen. „Wie kommst du eigentlich auf meine Freundesliste?“ Diese Orientierungsfrage wird häufig gestellt. Dabei hat man mit diesem Avi damals die persönlichsten Dinge besprochen.

Ethnische und kulturelle Eigenheiten

Wer also glaubt, SL sei ein globales Dorf oder gar eine neue oder bessere Welt, sitzt wahrscheinlich dem Marketing von Linden Lab auf. Die Wirklichkeit ist ganz anders. Die ethnischen oder kulturellen Unterschiede, welche unsere Avis aus dem Real Life mitbringen, sind keineswegs verwischt oder gar verschwunden. Eine eigene SL-Kultur gibt es nicht, auch keine gemeinsame Sprache oder irgendetwas, das man als gemeinsame Werte bezeichnen könnte. Jeder Avi trägt dagegen seinen eigenen kulturellen Stil mit sich herum. Der westliche Typus dominiert. Aus irgendwelchen Gründen wird der weiße, junge, europäische oder nordamerikanische Typus idealisiert. Farbige Avatare oder Latinos treten kaum in Erscheinung. Hat man schon mal einen chinesischen oder einen asiatisch anmutenden Avatar gesehen? Auch Moslems, ein wichtiger Teil der realen Weltbevölkerung, geben sich nicht als solche zu erkennen.

08-1022-kolumne_gaffer_teil2_003Ebenso sieht man in SL kaum einmal einen älteren Avatar. Alle scheinen so um die 28 Jahre herum zu sein, das ist doch erstaunlich. Der Verdacht liegt dann doch sehr nahe, dass hier soziale Vorurteile ins Spiel kommen. Was ist hier los? Sitzen unsere ganz normalen realweltlichen Vorurteile gegen „weniger wertvolle“ Gesellschaftsgruppen auch in den Avataren drin? Das wird der wirkliche Grund dafür sein, dass sich gesellschaftliche Minderheiten in SL nicht zu erkennen geben. Alles wird idealisiert und geschönt. Die Ideologie der alten Gesellschaft lässt grüßen, von wegen Utopia.

 

Freizeitpark

Vom ehemaligen Kanzler Helmut Kohl (CDU) stammt die Klage, die deutsche Realgesellschaft sei auf dem Weg, zu einem kollektiven Freizeitpark zu werden. SL ist ziemlich genau auf dem gleichen Weg, beziehungsweise SL war noch nie etwas anderes als eine Freizeitwelt.  Die Eventkalender sind übervoll, man kann täglich und immer was erleben. Man kann tanzen bis zum Abwinken, man kann wirklich überall mitmachen, sei es beim Zwergenweitwurf, beim Schnecken-Rennen (sehr beliebt bei britischen Communities), beim Schlammringen (beliebt bei Prolls aller Nationalitäten) oder beim Messerwerfen. Oder wem solche Übungen nicht so liegen, der geht als Zuschauer / Zuhörer zu einem der zahlreichen Life-Musik-Events. SL ist ein einziger großer Vergnügungspark, und wenn man es böse ausdrücken wollte, könnte man auch sagen, es ist ein Käfig voller Narren. Mit internationaler Besetzung. Insofern bleibt die Frage „Warum eine neue Welt?“ eher unbeantwortet. Es gibt auch hier kaum Unterschiede zur realen Welt.

Leider immer noch soziale Unterschiede

Obwohl Geld, Besitz und Vermögen als gesellschaftliche Unterscheidungsmerkmale in Second Life weitgehend wegfallen, gibt es dort auch noch immer die gleichen sozialen Unterschiede zwischen den Avataren wie zwischen den Menschen in der realen Welt. Der Grund sind Sprachbarrieren und Bildungsunterschiede. Natürlich spricht nicht jeder Avatar eine Fremdsprache, und natürlich spiegeln sich die Bildungsunterschiede der realen Menschen in den Avataren wieder, die von diesen Menschen gesteuert werden. Niemand nimmt zwar das Wort in den Mund, aber soziale Unterschiede gibt’s auch in den Gefilden der Zweitwelt, da braucht man sich keinen Illusionen hinzugeben. Damit wird klar, dass es weitgehend nur Wunschdenken war, im Zusammenhang mit SL zu glauben, dass die Voraussetzungen geschaffen wären für eine neue Welt ohne sozialen Neid, ohne Bildungsschranken und mit den gleichen Startchancen für alle.

Eine internationale Community?

08-1022-kolumne_gaffer_teil2_004Auch diese Frage muss eher verneint werden. Zwar spielen die klassischen Nationalitäten in SL überhaupt keine Rolle mehr, was übrigens auch die Realität widerspiegelt: Nationalstaaten verlieren im 21. Jahrhundert tendenziell an Bedeutung, zumindest im alten Europa. Weil es im gesamten Second Life also keine Inländer gibt, gibt es konsequenterweise auch keine Ausländer. Der Gedanke besticht zunächst. Bei näherem Hinsehen erkennt man aber schnell, dass er nicht stimmt. Wieder eine Illusion.

Der Grund liegt in der starken kulturellen  und weltanschaulichen Prägung, die uns alle gefangen hält und die auch kein Avi so einfach an der Garderobe abgeben kann.  

Beispiele für nationale Prägung: Deutschsprachige Gruppen sind häufig im Kultur-, Erziehungs- oder Schulungsbereich aktiv; überall dort, wo man etwas lernen kann und wo man erfährt, wie etwas geht und funktioniert, wird oft deutsch gesprochen. Nicht umsonst ist die deutsche VHS im Second Life sehr aktiv.

Amerikaner und Engländer kümmern sich in ihren Gruppen oft um karitative Dinge, sie sind oft Mentoren und helfen Newbies, oder sie beschäftigen sich stark mit psychologischen Themen oder mit Fragen des politisch korrekten Verhaltens. Übrigens: Briten haben auch in SL häufig einen Spleen.

Italienische Avatare erkennt man schnell daran, dass sie fast bei allen Mädels den Macho mimen, und französische Avatare verhalten sich eben so, wie man es von einem Franzosen erwartet, sie zeigen ihre nonchalante Lebensart, verstehen etwas von guter Küche und von gutem Wein, und sprechen in der Regel nur französisch.

08-1022-kolumne_gaffer_teil2_001Was damit gesagt werden soll? Jeder Avatar bringt seinen überkommenen Stil und seine alte Lebensart mit und lebt sie in SL aus. Und es gibt nirgendwo Anzeichen dafür, dass sich in Second Life ein neuer Verhaltensstil entwickeln würde, viel weniger noch eine neue Gesellschaft oder Kultur. Neue oder bessere Menschen sind ebenfalls nicht zu erkennen, und Utopia bleibt hinter dem Horizont verborgen. Unsere Avis haben auch kein gesellschaftliches Leben, das weit über den kleinen privaten Bereich hinausgehen würde. Allgemein verbindliche Verhaltensregeln gibt es nicht. Man kann sich als Avatar danebenbenehmen, soviel man will, eigentlich ohne nennenswerte Konsequenzen. Ja, unsere Avatare haben echte Freunde, und manchmal wachsen diese Beziehungen auch zu Freundeskreisen heran, also zu kleinen Gruppen mit gleichen Ansichten und Wertvorstellungen. Trotzdem entstehen daraus keine sozialen Bindungen oder Verpflichtungen, die unser Verhalten in SL (oder gar im RL) in nennenswerter Weise beeinflussen würden. Im Grunde bleibt SL also eine sehr flüchtige Nebenwelt oder ein Spiel, das von einer kleinen gesellschaftlichen Minorität in den westlichen Ländern gespielt wird. Dass man diese Nebenwelt durch einen Knopfdruck auf seinen Laptop zu- oder wegschalten kann, macht ihre Unverbindlichkeit aus. Was sich beim jetzigen technischen Stand von SL sicherlich nicht so schnell ändern wird.

Bildmaterial von Linden Lab

Kommentare
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Sharptongue Chronisch   |22-10-2008 04:01
Wenn ich daran denke, wieviele RL Beziehungen ich kenne und selber erlebt habe, die in SL entstanden sind, dann liegst du falsch mit deiner Einschätzung. Es kommt immer darauf an, was man draus macht. Natürlich gibt es in SL jede Menge flüchtige Bekanntschaften.Aber wer sich ernsthaft auf sein Gegenüber einläßt, hat nach kurzer Zeit RL Besuch vor der Haustür stehen - wenn beide es so wollen.

Und das mit den soziokulturellen Unterschieden stimmt in der generellen Betrachtung, aber auch hier gilt: Eigeninitiative. Und ich kenne genug mollige Frauenavas, Ältere, Häßliche, Farbige. Und wo liegt der Unterschied dazu, ob jemand im RL sich aufbrezelt? Wer da draußen hat noch echte, eigene Zähne? Naturhaarfarbe? Gepimpte Brüste gibts im RL auch reichlich...und..jeder von uns wählt Bekleidung, die seiner Figur schmeichelt.

In deinem Bericht erkenne ich meine SL-Welt, zu der ich seit insgesamt über 3 Jahren Kontakt halte, jedenfalls nicht wieder.
Mir ist allerdings bewußt, dass ich mich in SL atypisch verhalte. Ich habe ein klares Profil. Meine Sim kommt ohne Orb-Paranoia klar. Und ich erzähle jedem bereitwillig, wenn das Thema aufkommt, dass ich durch Krebs ein Bein verloren hab und daher gerne Online lebe, weil meine Prothese mehr nervt als hilft und ich meistens im Rolli sitze. Wer nichts von sich preisgibt-der bekommt auch nichts zurück. So einfach ist das.
Astaldiel Serapis   |22-10-2008 09:15
...so unterschiedlich sind eure Sichtweisen gar nicht.

'Jeder Avatar bringt seinen überkommenen Stil und seine alte Lebensart mit und lebt sie in SL aus. Und es gibt nirgendwo Anzeichen dafür, dass sich in Second Life ein neuer Verhaltensstil entwickeln würde, viel weniger noch eine neue Gesellschaft oder Kultur.'

Jede Wette, Sharp, dass Du auch RL eher offen und neugierig auf andere zugegangen bist. Daher lebst Du dieses Verhalten auch in SL. Der Passive oder gar pessimistische Mensch lässt es in SL genauso zu, dass man 'etwas' mit ihm macht, genau wie RL. Das sind dann hier wie dort die 'Armen Opfer des bösen Schicksals'.

Neue Welt = alles anders - alles besser? Das ist allerdings Utopia und wird nicht real, solange man seine angelernten Verhaltensmuster nicht verlässt, egal in welchem Leben. Sonst schafft man sich in SL nur ein ähnliches Dasein als man es schon hatte, nur mit anderen technischen Möglichkeiten.

Und zum 'Jugendwahn' (in SL?!): im RL würden wohl noch viel mehr Menschen eine Verjüngungskur (Schönheits-OP etc.) machen, wenn sie nicht die Kosten oder die Schmerzen und medizinischen Risiken scheuen würden. Der Trend zu kosmetischer Chirurgie ist jedoch klar erkennbar. Inzwischen gibt es sogar schon Angebote sich die Intimbereiche liften zu lassen. Ohne Worte. Da sind ein paar Klicks am Avatar natürlich einfacher, aber kein SL Phänomen. Auch hier gilt: Der Mensch bringt seine Verhaltensweisen (und Wünsche) aus dem RL mit. Der Wunsch nach ewiger Jugend ist so alt wie die Menschheit und auch in der Literatur zu finden (z.B. Bildnis des Dorian Gray)
Pompeji Papp  - Utopia im Kopf   |193.58.200.xxx |22-10-2008 09:29
Man sollte nicht dem Gedanken verfallen, dass SL einmal Utopia sein könnte und ich stelle mir eine solche "Gesellschaft" auch nicht als erstrebenswert vor. Eine Gesellschaft, die mit sich selbst zufrieden ist, verursacht keine Veränderungen mehr und die Veränderungen sind nun mal die Triebfeder für die Entwicklung bzw. Evolution. Desweiteren wird SL von Menschen bevölkert die -bewusst oder unbewusst- ihre über Jahrzehnte angesammelten Sichtweisen und Erfahrungen in SL einbringen. Und wenn ich ehrlich bin, dann ist es mir so auch lieber als in einer "Friede-Freude-Eierkuchen-Zivilisation" zu leben.

In dem Beitrag selbst, werden zudem schon fleissig Schubladen aufgemacht (Nationalitäten-Avatare), so dass der Autor sich die Frage nach Utopia schon selbst beantwortet hat.
Sharptongue Chronisch   |22-10-2008 10:34
Na, da kann ich Astaldiel und Pom natürlich nur beipflichten. Auch ich hab meine subjektiven Erfahrungen eingebracht. Dem stimme ich zu.

Und auch ich bin froh, dass SL kein Utopia ist. Und nicht mal wirklich eine Parallelwelt. Und vor allem nicht eine "Brave New World" a la Aldous Huxley.

Nur in einem Punkt mehren sich, wie von mir schon verschiedentlich angemerkt, die Hinweise: SL zieht per definitionem und aus seinem Selbstverständnis heraus Freigeister und -denker an. Das erklärt das, hoffentlich nicht nur eingebildete, Fehlen von stramm konservativen Ideologien. Die leben vom Gehorsamsdenken - nicht von Kreativität. Daher fehlen monotheistische und faschistoide Ideologien weitgehend. Selbst bei den Amerikanern finde ich kaum Klerikale, ja nicht einmal viele McCain Wähler. Die einzigen Moslems die ich je traf, haben aggressiv versucht, mich zu Allah zu bekehren, weil sie in meinem Profil meine atheistische Grundeinstellung nachgelesen haben. Und das auf einer SIM wie Svarga, die der Erholung dient. Die sollen sich hier gerne weiter ungeliebt fühlen. Im RL übrigens auch.
Violetta Miles   |91.42.51.xxx |22-10-2008 12:21
Ein Utopia für alle wird es nicht geben können - für einzelne Personengruppen vielleicht. Doch selbst wenn dies in einer virtuellen Welt möglich wäre: Ist es wirklich erstrebenswert, wenn das reale Leben diesen Traum nicht erfüllen kann? Oder führt dies letzten Endes nicht eher zu einer Vernachlässigung der wahren Probleme um uns herum?

Wir können kleine Dinge erreichen, jeder auf seine Art und Weise, Schritt für Schritt, im persönlichen Gespräch vielleicht, oder auch in Arbeitsgruppen. Projekterfahrungen und Kontakte aus digitalen Welten können in das RL mitgenommen oder weitergeführt werden. Und das passiert auch oft genug, oftmals sogar recht erfolgreich - bis hin zur realen Projektarbeit, zur Firmengründung, zu echten Freundschaften und zur wahren Liebe. Das wiederum kann Kreise ziehen und wieder mehr Positives oder Kreatives erreichen.

Nur: Wer nicht selbst offen, engagiert und aktiv ist, wird wie im RL lange warten müssen, bis sich etwas verändert.

Aber das gab es auch schon vor SL und gibt es immer noch, in Chats, Foren, Portalen. Gleiches gilt für flüchtige Freundschaften. Das ist im Netz halt so ;)

SL bietet uns zwar einige neue Möglichkeiten, ersetzt aber nicht das wahre Leben und darf nicht dazu führen, dass wir unsere eigene Persönlichkeit vollständig verleugnen müssen, um ein virtuelles Utopia zu erreichen.

Um es auf den Punkt zu bringen: Mir ist es lieber, ich lerne auch inworld die Macken der Menschen kennen, die ihre Avatare steuern, als mir dauerhaft etwas vorsülzen zu lassen.

Der Rest - und dazu gehört auch das Aussehen des eigenen Avatars - ist Spaß an der Sache, dann auch dafür ist SL eben gemacht ;)
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