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Strategiespiel für Fortgeschrittene: eRepublik
Geschrieben von Laetitia Koenkamp   
Mittwoch, 22. Oktober 2008

08-1022-erepublik001Wem das teilweise doch recht ziellose In-den-Tag-leben in Second Life zu wenig ist, der kann jetzt etwas Neues ausprobieren: Das noch in der Betaphase befindliche MMOG eRepublik ist eine Mischung aus Strategiespielen wie Risiko und Civilization. eRepublik Labs, ein Spieleentwickler aus Dublin, Irland, hat gestern die allgemeine Veröffentlichung ihres Onlinespiels verkündet, in dem die Spieler lokalen und nationalen Parteien beitreten, Wirtschaftspolitik betreiben, Unternehmen gründen und sogar Kriege mit anderen Ländern führen können.

Bereits jetzt sind nach Angaben von eRepublik Labs 100.000 Mitglieder angemeldet und täglich etwa 35.000 Spieler aktiv. Im Grunde genommen genügt es, täglich etwa 15 Minuten mitzuspielen, so zumindest ist das Spiel ausgelegt. Als Bürger kann man je nach Gusto und verfügbarer Zeit regelrecht Karriere machen, nimmt einen Job an, veröffentlicht innerhalb des Spiels eigene Zeitungen oder wird am Ende gar Präsident seines eigenen Staates. Dabei erleben die Länder durchaus Auf- und Abschwünge, während sie Kriege führen, Ressourcen aufteilen und ihre Wirtschaft finanzieren. Carla Thompson, Senior Analyst bei der Guidewire Group, ist jedenfalls zuversichtlich: "Viele Unternehmen glauben, dass sie die Welt dominieren können; in eRepublik ist dies, zumindest virtuell, möglich... Es wird interessant sein zu sehen, wie das Spiel bei Bürgern aus aller Welt Nachhall findet und wie diese Benutzer die Evolution eines wahrhaft faszinierenden Konzepts beeinflussen werden."

08-1022-erepublik002In der Tat entspringen schon heute etwa 90 % des Contents der kreativen Schaffenskraft der eRepublik-Bürger. Dazu gehören Tausende von Zeitungen, Hunderte politische Parteien und fast 3.000 virtuelle Unternehmen, die wiederum mehr als 23.000 Bürger beschäftigen. Wie schon in anderen virtuellen Welten wie Second Life sind es auch hier die Spieler, die Bürger, die das Gesicht dieses MMOG maßgeblich gestalten und beeinflussen, egal ob als Mitarbeiter in einem der eRepublik-Unternehmen, als Soldat oder als Kongressabgeordneter, Präsident oder Parteiführer.

Die neue Version 1.0 wartet mit einigen interessanten neuen Komponenten und Erweiterungen auf. Unter anderem können nun Widerstandskriege geführt werden, Rohstoffe können verwertet und gehandelt werden, Präsidenten können gar Wirtschaftsembargos gegen andere Länder verhängen. Alexis Bonte, der CEO von eRepublik, meint dazu: "eRepublik ermöglicht es Menschen, ihre Träume zu verfolgen, die Welt zu dominieren, den Armen Essen zu geben oder Frieden im Nahen Osten zu stiften. In eRepublik ist alles möglich."

Das Interesse, das die Beta-Version seit ihrer Einführung vor etwa einem Jahr ausgelöst hat, kommt tatsächlich aus aller Welt; vor allem aus Schweden, Spanien, den USA, Norwegen, Rumänien, Portugal, Großbritannien, Italien und den Niederlanden stammen viele Bürger von eRepublik.

Wer mitmachen möchte, kann das ab sofort tun, und zwar kostenlos. Auch ein Download von Software ist nicht notwendig.

Weiterführende Links: 

eRepublik Homepage

eRepublik bei Wikipedia

 

Kommentare
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Pompeji Papp  - Alles schon mal dagewesen   |193.58.200.xxx |23-10-2008 07:16
Da wird mir schon beim Lesen übel. Haben wir das alles nicht schon im RL? Hm, Frieden im Nahen Osten stiften, Embargos, Kriege führen etc. Komt einem irgendwie bekannt vor.
Dafür haben wir im RL doch schon die Halbdemokraten aus Übersee, was braucht es da noch eine Simulation? Naja, wers mag (und braucht).
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