| Happy Meal 3.0: McDonalds virtuelle Welt |
| Geschrieben von Life Ra | ||||||||
| Dienstag, 18. November 2008 | ||||||||
Im stark umkämpften Markt virtueller Plätze für Kinder gibt es seit einiger Zeit einen neuen Anbieter: McWorld von McDonalds. Kindern steht damit ein weiterer Online-Spielplatz zur Verfügung, neben Club Penguin, Habbo Hotel, Webkinz u.v.a.
Das Angebot des FastFood-Riesen ist so spektakulär wie seine Speisekarte im Restaurant. Wie in anderen Kinderwelten auch kann man sich einen Avatar kreieren, der in diesem Fall in einem Baumhaus lebt. Zahlreiche Missionen sollen die jungen Nutzer dafür begeistern, HappyMeals zu kaufen, um an Freischaltcodes für zusätzliche Features zu gelangen. McWorld ist damit ebenso kommerziell wie alle bisherigen Anbieter, auch wenn die ausführbaren Aktionen an sich kostenlos gehalten wurden. Die Faszination, die solche Angebote auf Kinder und Jugendliche ausüben, scheint dies nicht zu schmälern. Im Gegenteil, denn die Bereitschaft der Kinder (und ihrer Eltern), Geld in virtuelle Plätze und Güter zu investieren, scheint ungebremst. Allen Kinderwelten gemein ist, dass sie Community-Funktionalitäten mit Online-Spielen kombinieren und Zusatzoptionen bezahlt werden müssen. Direkt via Zahlungssysteme oder indirekt über Codes, die im Real Life erworben wurden. Webkinz lässt sogar ausschließlich Mitglieder zu, die ein entsprechend codiertes Stofftier gekauft haben. Als Belohnung kann man dieses Tier virtualisiert ein Jahr lang kostenlos pflegen und füttern. Man kann pro Account natürlich mehrere Online-Tamagotchis einpflegen. Auch Habbo Hotel lässt sich eine Clubmitgliedschaft bezahlen. Die bessergestellten Mitglieder können dadurch exklusive Räume nutzen. Der Fokus bei Habbo richtet sich allerdings auf die Chatfunktion. Disneys Club Penguin bietet ebenfalls zahlenden VIPs Extra-Features und ist neuerdings zusätzlich mit Merchandising-Produkten wie Sammelkarten und Spielen für Nintendo DS vertreten. Zwar trainieren Kinder in den virtuellen Räumen Fähigkeiten wie Navigation, Kommunikation und Geschicklichkeit, welche für Besuche in echten virtuellen Welten hilfreich sein können, dem Anspruch an Serious Games werden sie jedoch nicht gerecht.
Eltern, die ihre Kinder nicht von Ausflügen ins Web 3D abhalten können oder wollen, sind gut beraten, wenn sie den Nachwuchs dabei begleiten und die Online-Zeiten begrenzen. In der Summe dient McWorld lediglich der zielgruppengerechten Kundenbindung und bietet keine neuen Lernmöglichkeiten, wie man es von einer virtuellen Kinderwelt erwarten könnte. Weiterführende Links:
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Im stark umkämpften Markt virtueller Plätze für Kinder gibt es seit einiger Zeit einen neuen Anbieter: McWorld von McDonalds. Kindern steht damit ein weiterer Online-Spielplatz zur Verfügung, neben Club Penguin, Habbo Hotel, Webkinz u.v.a.
Zwar trainieren Kinder in den virtuellen Räumen Fähigkeiten wie Navigation, Kommunikation und Geschicklichkeit, welche für Besuche in echten virtuellen Welten hilfreich sein können, dem Anspruch an Serious Games werden sie jedoch nicht gerecht.
