| Eine kleine Weihnachtsreise |
| Geschrieben von Ralfi Beaumont | |||||||
| Freitag, 28. November 2008 | |||||||
|
Im Zuge der Recherche für diesen Artikel hab ich keine Mühen gescheut und für einen Tag den Weihnachtsmann auf seiner Fahrt durch SL begleitet.
Es schneit, als ich anklopfe. Als die Tür aufgeht, kommt mir ein Schwall warme Luft entgegen. Der weißbärtige alte Mann lächelt mich an. Für den kommenden Tag wird er mein Lehrmeister sein. Was tut man nicht alles für einen guten Artikel. Und so bin ich mit ihm unterwegs, dem Weihnachtsmann, Santa Claus oder Père Noël. Der virtuelle Nikolaus hat seinen Sitz nicht am Nordpol, sondern in der französischen Jura, einer Sim, die neben zahlreichen Sportmöglichkeiten wie Paragliding, Ski-oder Snowmobil fahren auch jede Menge Platz zum Radeln oder Wandern bietet.
Eine kleine Eisfläche speist einen Wasserfall, der an einem kleinen Klettersteig vorbei in die Tiefe stürzt. Und unweit des Marktes steht an einer Straße, die sich ins Tal schlängelt, auch ein Lebkuchenhaus, aus dem allerdings schon lange keine ältere Frau mehr die Besucher anlockt. Das macht sie stattdessen in der Käserei im Tal. Der Wind pfeift uns um die Ohren, als Santa die Zügel zieht und Rudolf das Rentier den Schlitten ruckartig in die Luft befördert. Um ein Haar hätte ich meine Mütze verloren…. Besinnliches Weihnachtsflirten Santa erklärt mir, dass er die Geschenke erst zwischenlagern muss, um das Pensum bis zum Heiligen Abend zu schaffen. Von den Zwischenlagern werden die Geschenke an die Endkunden verteilt. Und so ist Winter Wonderland unser erster Halt. Mit einer tiefgekühlten Nase, die mittlerweile der Nase Rudolfs ähnelt, klettere ich vom Schlitten und sehe mich um. Ein tief verschneites Tal umringt von Bergen, am Hang und an der Talsohle weihnachtliche Shops, mit viel Liebe zum Detail gebaut. Eine kleine Eisenbahn, Wanderweg und eine Seilbahn laden zur Erkundung ein. Und wer sich ein wenig Zeit nimmt, wird auch den kleinen Tanzclub im Eismantel finden. Leider bleibt uns die nicht und aufgeschreckt durch Rudolfs ungeduldiges Scharren muss ich auch der jungen, dickbepelzten Dame den Laufpass geben, die mit mir tanzen will…. Vorbei am Hofbräuhaus Es ist dunkel geworden, als ich aus der kältebedingten Lethargie aufgeschreckt werde, während der Schlitten in einer scharfen Rechtskurve knapp an der Münchner Marienkirche vorbeibraust. Die bayrische Heimat hat mich für einen kleinen Abstecher wieder. Tief verschneit präsentiert sich die Stadt. Am Karlsplatz hat sich eine Schlittschuhbahn, der „Münchner Eiszauber“, und am Marienplatz der Weihnachtsmarkt breit gemacht. Das Hofbräuhaus bietet aber nach wie vor eine eiskalte Maß Bier. Santa muss fliegen, daher sitzt der Engel Aloisius ohne uns am Stammtisch und mir wäre ehrlich gesagt ein Glühwein lieber. Doch den Stand sehen wir nur noch von oben und so heißt es, festhalten, warm einpacken und schon sind wir im nachtschwarzen Himmel verschwunden. Weihnachtliches Campen Auf Seong Sea heißt es wieder Säcke auspacken. Der dortige Weihnachtsmarkt ist klein, aber fein. Zwischen einer Camping Weihnachtskrippe und rustikalen Eigenheimen, die teilweise zum Verkauf bereit stehen, herrscht ebenfalls dickster Winter. Wie sehr würden sich meine verfrorenen Füße über Weihnachten am Strand freuen. Doch hier ist der Zugang zum Meer wieder mal durch Berge versperrt. Die liebevoll texturierte Sim entschwindet unseren Blicken, als der Schlitten abermals den Boden unter den Kufen verliert. Weihnachten grüßt Halloween Auf unserem Weg passieren wir Blue Mountain. Doch Santa will nicht landen. So werfen wir die Säcke einfach über der Parzelle ab. Viel Weihnachtliches hat sie ja nicht an sich. Einen einzelnen Weihnachtsbaum. Ansonsten düstere Gemäuer. Auch das Wetter lässt hier zu wünschen übrig. Später erzählt mir Santa davon, wie er vor einigen Jahren von den Bewohnern des Halloweenlandes entführt wurde und er jedes Jahr Alpträume vor Weihnachten davon bekommt. Den letzten beißt der Frost Der letzte Halt vor unserem Rückflug und meinem Langersehnten Feierabend ist Nirwana auf der Sim Frostbite. Frostbisse habe ich noch keine, dafür kommen bei mir die Frostbeulen durch. Dennoch bin ich beeindruckt von diesem Ort, von welchem zahlreiche Lichter leuchten: Bäume unterschiedlichster Art und Wuchses. Ein paar Pinguine drehen ihre Runden auf demEis und ein Schneemann wälzt sich in seinen schmelzenden Überresten, die definitiv nicht von den Außentemperaturen kommen können. Ein lohnenswertes Plätzchen mit zahlreichen Weihnachtsständen. Weihnachtsmann, ein Fulltime Job Dennoch bin ich froh, als wir wieder abheben und zurück ins Jura fliegen. Ein paar Gläschen Glühwein, um die Strapazen des Tages abzuschütteln und mich ins Tal zu begeben. Zum Abschied lässt Santa durchblicken, dass er sich mit dem Gedanken trägt, einen Nachfolger zu suchen und schaut mich fordernd an. Ich rede mich raus, dass ich woanders dringender gebraucht werde, beginne talwärts zu wandern und überlege, mich vielleicht noch etwas später einer Weinprobe hinzugeben. Weiterführende Links und SLurls:
Powered by !JoomlaComment 3.26
3.26 Copyright (C) 2008 Compojoom.com / Copyright (C) 2007 Alain Georgette / Copyright (C) 2006 Frantisek Hliva. All rights reserved." |
|||||||
| < zurück | weiter > |
|---|
Ob wir wollen oder nicht, bald ist es wieder soweit und die Weihnachtszeit hält in SL wie auch im RL Einzug. Dass die Adventszeit nicht nur ein Bestandteil des realen Lebens ist, zeigt unsere Reise an einige der schönsten Weihnachtsorte in Second Life.
Alpin ausgebaut bietet sich für den Weihnachtsfreund neben dem Besuch von Santa´s Hütte auch noch ein sehr hübscher
Der letzte Halt vor unserem Rückflug und meinem Langersehnten Feierabend ist 
