| Wie Computer lernen, in 3D zu sehen |
| Geschrieben von Jana Oltersdorff | |||||||
| Dienstag, 6. Januar 2009 | |||||||
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Dafür hat ein Team rund um Professor Dr. Daniel Cremers ein Verfahren entwickelt, mit dem solche virtuellen Kamerafahrten am Computer berechnet werden können. Konkurrenz zu Special-Effekt-Spezialisten aus der Traumfabrik wollen sie aber nicht werden. Vielmehr geht es ihnen darum, dieses Verfahren in anderen Bereichen anzuwenden, zum Beispiel in der Kunst oder Archäologie. Wie das funktioniert? "Wir fotografieren ein Objekt aus verschiedenen Blickwinkeln", erklärt Cremers. "Aus diesen Aufnahmen wollen wir dann die dreidimensionale Gestalt des Objekts rekonstruieren."
Mit seiner Entwicklung nimmt Cremers' Team an einem weltweit stattfindenden Wettbewerb um das beste Verfahren für 3D-Rekonstruktionen teil, in dem die Bonner derzeit auf Platz 2 rangieren. Ein Beispiel für 3D-Rekonstruktion ist die berühmte Buddha-Statue von Bamiyan in Afghanistan, die von den Taliban 2001 zerstört wurde. Nur noch Fotos existieren von dem 55 Meter hohen Bauwerk, mit deren Hilfe die Statue nun im Computer in 3D wiederhergestellt werden konnte. Eine Anwendung der Technik für die Produktion von Content für virtuelle Welten oder von Filmen, sogenannten Machinimas, scheint durchaus nicht ausgeschlossen zu sein. (Bildquellen: pixelio.de, wikipedia.de)
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Der Kinofilm "Matrix" setzte optisch vollkommen neue Maßstäbe in der Kameratechnik. Eine der berühmtesten Szenen ist die, in der Neo einer auf ihn abgeschossenen Kugel ausweicht, während die Kamera im Zeitlupentempo um ihn herumfährt und die gesamte Szene im dreidimensionalen Look erscheinen lässt. Dass diese Art der 3D-Darstellung auch für andere Zwecke und weniger aufwändig genutzt werden kann, daran arbeiten derzeit Informatiker der Universität Bonn.
Dafür hat ein Team rund um Professor Dr. Daniel Cremers ein Verfahren entwickelt, mit dem solche virtuellen Kamerafahrten am Computer berechnet werden können. Konkurrenz zu Special-Effekt-Spezialisten aus der Traumfabrik wollen sie aber nicht werden. Vielmehr geht es ihnen darum, dieses Verfahren in anderen Bereichen anzuwenden, zum Beispiel in der Kunst oder Archäologie. Wie das funktioniert? "Wir fotografieren ein Objekt aus verschiedenen Blickwinkeln", erklärt Cremers. "Aus diesen Aufnahmen wollen wir dann die dreidimensionale Gestalt des Objekts rekonstruieren."

