Google Earth stellt neue Komponente OCEAN vor 
Montag, den 09. Februar 2009 um 17:09 Uhr
Google Earth LogoEs ist schon ein besonderes Erlebnis, mit Google Earth mal schnell über die Kontinente hinweg um den sich drehenden Erdball zu fliegen.
Um dann hinab zu stürzen auf die schnell näher kommende Erdoberfläche, im Näherkommen sein Land, seine Region, seine Stadt zu erkennen, um dann plötzlich ein paar hundert Meter über seinem Zielort zu schweben und wie aus dem Flugzeug hinab zu schauen auf die eigene Straße, das eigene Haus, den Garten, vielleicht sogar das vor dem Haus geparkte eigene Auto zu erkennen.
 
Schon beeindruckend, was man mit diesem Geobrowser alles anstellen kann. Google Earth ist seit seiner Einführung im Juni 2005 bisher weltweit mehr als 400 Millionen mal herunter geladen worden, und damit heute eine der populärsten kostenlosen Softwareanwendungen überhaupt. Letzte Woche stellte die Firma in San Francisco seine neue Version Google Earth 5.0 vor, die auch eine spektakuläre neue Komponente enthält: Google Ocean.

Virtuelle Fahrten zum Meeresgrund

Zwei Drittel der Oberfläche unseres Globus sind von Meeren bedeckt, aber diese Welt unter Wasser ist bis heute weitestgehend noch unerforscht. Meeresbiologen schätzen, dass die Ozeane 80% aller Lebensformen dieser Erde beherbergen, und nur ganz wenig von dieser vielfältigen Fauna und Flora wurde bisher erforscht. Google Ocean macht jetzt zum ersten Mal einer breiteren Schicht von Internetnutzern die Bilder zugänglich, die bisher nur Scuba-Taucher oder Wissenschaftler zu Gesicht bekommen haben, die mit speziell konstruierten Tauchgeräten zum Meeresgrund vorgedrungen waren. Spektakuläre Bildschirm-Tauchfahrten werden so für jedermann möglich, ohne den bequemen Platz am heimischen Computer zu verlassen. Beim Heranzoomen an den Ozean erscheint die Wasseroberfläche bei Google Ocean transparent, und der Internetsurfer wird zum Taucher.


Internetsurfer wird zum Scuba-Taucher 

Befindet man sich einmal unter Wasser, so kann man auf dem in  3D dargestellten Meeresgrund wie bisher mit Kompass und Zoomlinse navigieren und regelrechte Reisen in der Tiefsee unternehmen. Diese Optik ist neu, exotisch und faszinierend. Der Nutzer entdeckt unbekannte und überraschende Dinge, zum Beispiel Berge und Täler, die unter Wasser liegen, erloschene Unterwasservulkane, exotische Fische und andere Wassertiere, alte Schiffswracks oder interessante Wasserpflanzen. Dabei ist die in Google Ocean gezeigte Tier- und Pflanzenwelt keine reine Fantasy-Animation, wie wir sie z.B. aus Computerspielen oder anderen virtuellen Welten wie Second Life oder ähnlich kennen. Im Gegenteil wurden alle Grafiken von Google Ocean unter Mitarbeit von Wissenschaftlern wie Ozeanografen und Meeresbiologen erstellt, und zwar soweit es ging auf der Basis von Fakten, d.h. von Unterwasserfotografien.


"Aha-Effekte" vorausgesagt 

Wissenschaftlicher Beirat bei der Entstehung der neuen Ocean-Software war die bekannte Ozeanografin Sylvia Earle von der National Geographic Society in Washington, DC.

Professor Earle sagt, dass mit Hilfe von Google Ocean jeder, vom neugierigen Kind bis zum erfahrenen Wissenschaftler, nun die Welt unter Wasser mit ganz neuen Augen betrachten könne, wobei sie zahlreiche persönliche "Aha-Effekte" voraussieht, die beim einzelnen Betrachter während dieser neuartigen Tauchgänge entstehen werden. Funktionalität und Informationsdichte von Google Ocean gehen dabei sicherlich weit über das hinaus, was man bisher von Google Earth kannte, wie folgende Beispiele zeigen: 

"Das Meer erkunden" (zeigt Fotos und Videos der Unterwasserwelt)
"Meeresschutzgebiete" (Great Barrier Reef vor der Ostküste Australiens) 
"Tierortung" (aus der Arbeit von Meeresbiologen und Walschützern)
"Cousteaus Welt des Meeres" (Archivfilme über den französischen Tauchpionier)
"Seafood Watch" (Informationen über den heutigen industriellen Fischfang)

 
Bessere Fotos, mehr Funktionen in Earth 5.0 

Gegenüber dem bisherigen Google Earth muß man dem neuen Earth 5.0 mit Recht eine viel bessere Funktionalität konzedieren. Verschiedentlich war in der Vergangenheit ja schon mal Kritik an Alter und Qualität der Satellitenbilder von Google Earth geäußert worden. Sicherlich gibt es auch jetzt noch ländliche Gegenden, die nur mit älterem und unscharfem Bildmaterial erscheinen, jedoch ist die Mehrzahl der städtischen Agglomerationen inzwischen neu fotografiert worden und diese Bilder sind in der Regel zwischen 1 und höchstens 3 Jahren alt. Auch thematisch bietet Earth 5.0 mehr als bisher. Zum Beispiel werden Umwelt-Dokumentationen behandelt, die genaue Dokumentationen des Klimawandels zeigen, wie z.B. das Abschmelzen der Hochgebirgs-Gletscher, oder die Abholzung der Regenwälder des Amazonasgebiets.


Freier Download für jedermann 

Neben der kostenpflichtigen Profiversion von Google Earth, die eher von Firmen aus dem Medienbereich genutzt wird, wird die normale Basisversion des neuen Earth 5.0 mit der Komponente "Ocean" wie bisher zum freien Download für jedermann zur Verfügung gestellt und kann unter der Adresse earth.google.de heruntergeladen werden.

 

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