Klaus Ebner liest in Second Life 
Sonntag, den 01. März 2009 um 09:00 Uhr
Klaus EbnerFür den Autoren Klaus Ebner ist Second Life kein Fremdwort. Als Funlyn Oceanlane wird er am 07. März 2009 in der virtuellen Welt aus seiner Erzählung "Hominide" lesen. Die Brennenden Buchstaben organisieren diesen literarischen Abend und laden alle Interessierten herzlich dazu ein.


Klaus Ebner und Second Life

Der Avatar Funlyn Oceanlane wurde am 14. August 2007 "geboren". Mit ihm ist Klaus Ebner schon länger Mitglied in diversen literarisch orientierten Inworld-Gruppen und pflegt dort Kontakt zu deutsch- und englischsprachigen sowie katalanischen Autoren, wobei ihm seine breitgefächerten Sprachkenntnisse - er spricht unter anderem italienisch, portugiesisch und sogar russisch - einen großen Vorteil bieten. Kirsten Riehl alias Zauselina Rieko lernte er ebenfalls über eine dieser Gruppen kennen. Sie lud ihn in ihre neu gegründete Gruppe Brennende Buchstaben ein, auf deren Land Ebner seine Lesung am 07. März halten wird.

Gerade für den gesamten Bereich der Literatur sieht er einige Vorteile in der Nutzung virtueller Welten wie Second Life. Besonders schön findet er, dass an einer Lesung, die er inworld hält, auch Freunde und Bekannte teilnehmen können, die nicht in Wien oder überhaupt in Österreich wohnen. Denn auch seine Freundesliste ist sehr international und so kann er den Kontakt zu seinen Freunden in ganz Österreich, Deutschland oder Schweden und Norwegen pflegen. Ebners Lesungen müssen auch nicht zwangsläufig in deutsch sein. So empfindet er es ebenfalls als großen Vorteil, dass er zum Beispiel Lesungen vor einem katalanisch-sprachigen Publikum halten kann, denn er schreibt auch selbst katalanische Lyrik.

Über "Hominide"

Cover von HominideErzählt wird die Geschichte von Pitar, einem Australopithecus afarensis, der mit seiner Sippe vor Millionen Jahren am Rand des zentralafrikanischen Regenwaldes und in der Nähe der Savanne lebt. Des stets gleichen Alltags überdrüssig versucht Pitar, aus dem Dunkel der Vorgeschichte emporzusteigen und die Seinen dabei mitzureißen, wenn es darum geht, den Sinn des Daseins zu begreifen und die Zivilisation zu entdecken.

Dass er das Wissen der zukünftigen Menschen vorausahnt und mit rhetorischem Geschick von Dingen spricht, die lediglich einem modernen Zeitgenossen selbstverständlich sind, macht das Buch in vielerlei Hinsicht zu einem Spiegel unserer Gesellschaft. Anspielungen an geschichtliche Ereignisse, Hommagen an literarische Werke, satirische Betrachtungen, Diskussionen, die oft nah an den eigentlichen Sinn des Wortes führen, und nicht zuletzt der lateinische Sprüche klopfende Kompagnon Carpediem gestalten in sieben Kapiteln eine ganz besondere Schöpfungsgeschichte.

Eingebettet in die Veränderungen, denen die Hominidensippe unterliegt, wächst Pitars Liebe zu Maluma und reift im selben Grad, in dem die Frühmenschen zu neuen Ufern aufbrechen. Der siebente Tag jedoch, an dem alle zur Ruhe kommen, mündet unerwartet in ein Finale, das die beiden Liebenden aus ihrem Paradies vertreibt und ihr Glück im Unbekannten suchen lässt.


"Hominide" ist 2008 beim FZA Verlag, Wien, erschienen (ISBN 978-3950229974).


Weiterführende Links:

SLurl - Brennende Buchstaben
Homepage Klaus Ebner

Klaus Ebner bei Wikipedia

 

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