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Glyph Graves, IBM und - Was ist SL-Kunst?
Geschrieben von FM Christians   
Samstag, 20. Juni 2009
09-0618-strangersalsodance1IBM stellt dem Künstler Glyph Graves eine ganze SIM zur Verfügung! Eine Nachricht, die in Künstlerkreisen für Aufregung sorgte.

Der Künstler hinter dam Avatar Glyph Graves ist seit 2006 in Second Life.
Es erging ihm wie vielen Residents: Neugier lockte ihn in die virtuelle Welt. Er erforschte sie, lernte viele neue Leute kennen und fand schließlich seine Leidenschaft in SL.
Aus Neugier hatte er angefangen mit den Prims, Texturen und Scripten zu experimentieren und stellte schließlich fest, das er damit nicht mehr aufhören konnte.



Neugeboren

Um der IM Flut zu entkommen und sich ganz seiner neuen Passion zu widmen, kreierte er den Glyph Graves Avatar am 26.2.2007. Freunde des Künstlers sprachen von seinen Objekten bald als Kunst. Glyph Graves selber empfand sie eher als Spielereien.

Im November 2007 wurde er von der Galleristin Quadrapop Lane erstmals darauf angesprochen seine Arbeiten auszustellen. Glyph Graves selbst erschienen die Objekte, die er bis dahin kreiert hatte noch nicht gut genug; aber ihn reizte die Idee etwas Neues zu erschaffen, etwas "auf das ich stolz sein könnte". Bis zur Eröffnung der Ausstellung im Januar 2008 füllten seine Werke eine Sphäre von vierzig Metern Durchmesser und der Künstler hatte seinen Stil gefunden.


Glyph Graves zu seinen Arbeiten und SL Kunst

 

Strangers also dance SkulpturGlyph Graves Arbeiten sind Skulpturen. Auf die Frage, ob seine Werke alle gescriptet sind, antwortet er:

"SL ist eine Plattform die auf Skripten basiert, also sind in der einen oder anderen Weise alle Objekte gescriptet. Du baust eine Skulptur oder arbeitest mit Texturen in einem Programm, das ein großes Skript (Programm) ist, das ist es, was Digitalkunst bedeutet."

Folgerichtig beantwortete der Künstler die Frage, ob er nur in SL oder auch in RL als Künstler tätig ist mit einem Augenzwinkern:

"Was ist das reale Leben? Ich mache dies im realen Leben. Ich benutze digitale Techniken und einen sehr realen Computer, dass sind meine gewählten Medien. Angeschaut wird es von Anderen, die eine ebenso wirkliche Präsenz in der physikalischen Welt haben."

 

Die IBM Exhibit

 

In der Zwischenzeit hatte Glyph Graves einige Ausstellungen, alleine oder gemeinsam mit anderen Künstlern.

Seit dem 25. Mai sind seine neuesten Arbeiten auf der IBM Exhibit zu sein. Tezcatlipoca Bisiani, der Kurator der IBM Exhibition, hatte Glyph Graves eingeladen, seine Arbeiten dort zu zeigen.

IBM stellt die Second Life SIM Künstlern jeweils für einen bestimmten Zeitraum zur Verfügung. Der Autor hat mittlerweile ein Interview mit Tezcatlipoca Bisiani, der auch im ersten Leben für IBM arbeitet, geführt. VWI wird in Kürze Näheres darüber berichten.

 

"The Dance of strangers"

Strangers also dance Impression Vom Eingang aus folgt man einen Pfad aus Steinen und sieht bald die ersten Objekte. Das Herzstück der Ausstellung ist allerdings nicht ohne weiters zu sehen. Um dorhin zu gelangen, muss der Besucher den rosafarbenen Kristall anklicken, der auf einem kleinen Teich schwimmt. Vorher sollte man unbedingt seine Soundeffekte aktivieren.

Im Inneren des Kristalls schwebt der Gast in die Höhe und findet sich in einer fremden Welt aus Formen, Farben und Tönen wieder. Man braucht etwas Zeit und Geduld für die einzelnen Stationen, denn sie verändern sich. An jeder Station stehen außerdem graue Röhren, die dem Besucher eine Geschichte erzählen, wenn er sie anklickt. Glyph Graves selbst dazu:

"Die Skulpturen sind von einer neuen Art, sie kombinieren Erzählung, Sound und Bewegung auf neue Weise. Ich sehe die ganze SIM als eine große Skulptur, gemacht aus sich gegenseitig ergänzenden Teilen."

Bis Ende Juni kann man sich Glyph Graves Arbeiten noch auf der IBM Exhibit anschauen.

 

Links:
IBM Webseite
SLurl IBM (Second Life)

Artikelserie weiterlesen
IBMs Virtuelle Welten - Stellenwert der Kunst und die VUC

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BukTom Bloch  - Fragen hierzu     |19-07-2009 12:14
Guten Tag, und Dank für die Informationen in dem Artikel (den ich erst Heute las).
Ein paar Fragen blieben bei mir offen.
1) Verstehe ich es richtig, daß Glyph Graves anonym in SL ist, d.h. über vorherige künstlerische Aktivitäten in RL ist nichts bekannt ? 2) Spielt sich dies Alles im englischsprachigen oder deutschsprachigen Sprachraum ab ? 3) Die Frage, ob seine Werke alle gescriptet sind, sagt mir ehrlich gesagt genauso wenig wie die zu lesende Antwort .... was ist gemeint ? Was wären ungescriptete Werke ?
Wäre schön, da noch etwas zu erfahren.
MfG
BukTom Bloch
Pierre Corell  - Antowrten an BukTom     |19-07-2009 14:22
avatar Hi BukTom,

ein Teil deiner Fragen wird im Artikel IBMs Virtuelle Welten - Stellenwert der Kunst und die VUC beantwortet.

Ein gescriptetes Werk ist mit einer Funktion versehen, sei es nun dass es ins Web zugreifen kann, sich bewegt, dreht oder andere Funktionen aufweisen können soll. Ein nicht gescriptetes Werk ist zum Beispiel ein Bild, dass auf einem Prim liegt. Alle kinetische Kunst und mit Funktionen versehene Gegenstände sind demnach im Allgemeinen "gescriptet".
Scripte erstellt man via LSL in Second Life. Eine Artikelserie zum LSL-Thema findest du auf diesen Seiten ebenfalls.

Liebe Grüße, Pierre.
BukTom Bloch  - Ja, Danke erst einmal ...     |19-07-2009 15:56
Hallo Pierre,

Dank erst mal für die Antwort. Und dafür, daß sie schnell kam.
Und vorweg: ich meine es nicht negativ und ich finde es toll, wenn vwi berichtet. Und wenn es um Kunst geht, allemal.
Aber ... was Du schreibst, das wußte ich natürlich schon. Trotzdem kann ich den Grund für die Frage kaum und die Antwort überhaupt nicht nachvollziehen. Eine Antwort wie: "Ja, etwa 60 % der Werke sind mit scripten versehen." - die hätte einen Informationsgewinn bedeutet.
Den Artikel las ich. Evtl. habe ich etwas überlesen, aber weder Frage 1) noch Frage 2) sehe ich beantwortet. Es verdichtet sich ein wenig der Verdacht, es könne im englischen Sprachraum sein (anhand der abgebildeten Schilder)- aber mehr erkenne ich da nicht.
Allgemein möchte ich sagen, daß diese Information immer wichtig für mich ist (und für etliche Andere auch, denke ich mal). Wohl spreche ich "befriedigend" Englisch - ich wüßte vor einem Besuch aber schon gern, wieviel Konzentration etc. ich diesbezüglich da noch in mir haben muß ...
Gleichwohl. Ein interessantes Projekt. Ein interessanter Artikel.
MfG
BukTom Bloch
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