| Tschernobyl - Die Katastrophe und ihre Mahnmale |
| Geschrieben von Pierre Corell | |||||||
| Samstag, 22. August 2009 | |||||||
Vor 23 Jahren ging in der Nacht des 25. zum 26. April ein Stück der Welt verloren, als der Reaktorblock IV des russischen Atomkraftwerks Tschernobyl explodierte. Bei der Explosion eruptierte radioaktives Material mit der Masse von vermutlich 380 Hiroshima-Bomben. Zwei Ausstellungen in Second Life erinnern dieser Tage an die Tragödie und ihre Folgen. VWI nimmt dies zum Anlass, Tschernobyl Revue passieren zu lassen und beide Ausstellungen zu betrachten. Bis zu 11.000 Meter hoch schoß in die Atmosphäre des östlichen Europas eine Wolke mit hochradioaktiven Nukliden hinauf.
Sie wurde in nordwestlicher Richtung über die baltischen
Staaten getragen. So entstand das so genannte Tschernobyl-AIDS.
150 Tausend Quadratkilometer der ehemaligen Sowjetunion waren radioaktiv verseucht. Über 600.000 sogenannter Liquidatoren waren im Einsatz, um die Todeszone großflächig zu räumen, 400 Tausend Menschen zu evakuieren und Tiere zu erschießen.
4.300 Quadratkilometer Land wurden zur Sperrzone erklärt, die bis heute
nur mit Sondergenehmigung betreten werden darf. In einem 30 Kilometer
Radius um Tschernobyl und Pripjat steht seitdem die Grenzlinie mit
Warnschildern versehen: Betreten Verboten!Tausende Reporter, Umweltschützer und Abermillionen Menschen haben seitdem diesem dunklen Menschheitstag gedacht, berichtet und geweint. Nie wieder dürfen solche Fehler geschehen, die zu den Ereignissen der verheerenden Nacht im April 1986 geführt hatten. Zwei Ausstellungen 20 Jahre später machten sich sieben Künstler auf den Weg in die Ukraine, um Mahnmale der besonderen Art zu setzen. Wieder drei Jahre später sind es fünf Fotografen, die mit aktuellen Aufnahmen an die Folgen fehlgeleiteter Atomkraft erinnern. Beide Besuche sind nun in Second Life vertreten, erstere zeigt die Bilder der Künstler welche sie bereits in diversen Ausstellungen real zeigten, letztere Ausstellung zeigt Fotografien, entstanden bei den Reisen durch das Sperrgebiet.Mahnmale der Menschheit, gemacht zur Kunst, zur Erinnerung, zur Geschichte, die niemals vergessen werden darf. Beide Ausstellungen wurden in Second Life virtuell nach empfunden. Virtual World Info berichtet im über beide Ausstellungen zur Rückschau und deren Bewältigung ausführlicher in den Einzelbeiträgen "Strahlende Orte im VMOA, Second Life" und "Tschernobyl - Bilder einer (besonderen) Ausstellung". Die Ereignisse im Detail
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Vor 23 Jahren ging in der Nacht des 25. zum 26. April ein Stück der Welt verloren, als der Reaktorblock IV des russischen Atomkraftwerks Tschernobyl explodierte. Bei der Explosion eruptierte radioaktives Material mit der Masse von vermutlich 380 Hiroshima-Bomben.
4.300 Quadratkilometer Land wurden zur Sperrzone erklärt, die bis heute
nur mit Sondergenehmigung betreten werden darf. In einem 30 Kilometer
Radius um Tschernobyl und Pripjat steht seitdem die Grenzlinie mit
Warnschildern versehen: Betreten Verboten!
Beide Besuche sind nun in Second Life vertreten, erstere zeigt die Bilder der Künstler welche sie bereits in diversen Ausstellungen real zeigten, letztere Ausstellung zeigt Fotografien, entstanden bei den Reisen durch das Sperrgebiet.