Second Life Krise - Welche Krise? 
Montag, den 24. August 2009 um 09:19 Uhr
SL-Studie-GrafikAm 12. August postete T Linden im offiziellen Second Life Blog den Vierteljahresbericht des 2. Quartals 2009 des Unternehmens Linden Lab.

Von Antihype oder weltweiter Krise finden sich darin keinerlei Spuren. Im Gegenteil kann die virtuelle Plattform im Quartalsvergleich zum letzen Jahr mit der gewohnten Steigerung von knapp 100 Prozent aufwarten. In einigen Bereichen wurden sogar Rekordzuwächse verzeichnet.


Kein Geld?

So stieg der Umsatz bei User-to-User Transaktionen um 94 Prozent auf 144 Millionen US-Dollar an. Damit erreicht Second Life jährlich quasi eine virtuelle  Bruttoinweltsproduktivität von knapp einer halben Billionen Dollar (deutsche Einheit: Millarden) und wird damit zum größten Wirtschaftsfaktor der virtuellen Industrie in den USA. Diesen starken Partner hat das Land wohl auch dringend nötig, kann es doch im gleichen betrachteten Zeitraum nur mit einem Wirtschaftswachstum von klapprigen 3,9 Prozent aufwarten.


Absatzschwierigkeiten?

Entsprechend zur offensichtlichen Konsumfreudigkeit in Second Life erreichten der Währungsindex LindeX und der Marktplatz für virtuelle Güter Xstreet einen neuen Höhepunkt. Gut 1,4 Millionen US-Dollar wurden von Mai bis Juli über Xstreet umgesetzt. Verglichen mit dem Gesamtumsatz im Second Life stellt diese Summe jedoch nur ein Prozent dar. Zu 99 Prozent wird also direkt im Second Life Client ver- oder gekauft.


Sprachlos?

Auch bei der Nutzung der Voice-Chat-Funktion gab es eine Steigerung. Second Life Residents plauderten immerhin 3,2 Millionen Minuten miteinander, was einem Anstieg von 48 Prozent entspricht. Die Benutzungsdauer erhöhte sich um 33 Prozent auf 126 Millionen Stunden und dies, obwohl im letzten Quartal die Bot-Politik geändert wurde. Wer heutzutage diese scheintoten Avatare, Bots genannt, benutzt, um seine vermeintlichen Besucherzahlen in die Höhe zu treiben, verstößt gegen die Richtlinien von Linden Lab und kann somit jederzeit gebannt werden.


System down?

Die Zahl der gleichzeitig eingeloggten User kletterte auf 88.065, was insgesamt einen Hinweis auf die zunehmende Stabilität der virtuellen Welt gibt, auch wenn die Spitze Anfang des Quartals gemessen wurde. Demnach konnte man die Downtime des Systems auf 0,24 Prozent herunter drosseln, was einer Uptime von nahezu 100 Prozent entspricht. Flächenmäßig konnte sich Second Life auf 1.743 Billionen Quadratmeter ausweiten. Die Zunahme an benutzereigenem Land stieg um 11 Prozent.


Unzufrieden?

Am Ende des Beitrags kommt der Autor zu dem Fazit: "A solid Q2 for Residents and for Linden Lab".
Die Statistik wertet er als Beweis für die Unverwüstlichkeit der Second Life Ökonomie und widmet seine letzten Worte dem Dank an alle Residents. Nun ja, gern geschehen und immer schön weiter so! Schließlich scheint das Second Life eine der wenigen Alternativen zur allgemeinen Wirtschaftskrise zu bieten.


Detail-Link:
The Second Life Economy – Second Quarter 2009 in Detail


 

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