| Accountleichenbewegung startet neues Forschungsprojekt |
| Geschrieben von Pierre Corell | |||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Mittwoch, 2. September 2009 | |||||||||||||||||||||||||||||||||||
Für Accountleichen und deren endgültigem Tode ist ein ungewöhnliches "Forschungsprojekt" ausgerufen - Avatare, Künstler, Blogger und Autoren, aber auch Filmemacher sind aufgerufen, virtuelle Snippets zusammen zu tragen, um sie live in Bremen zu präsentieren. Die Netzkünstlerin Susanne Berkenheger steckt als kreativer Kopf hinter der Aktion und hatte bereits im vergangenen Jahr ein ähnliches Projekt in Second Life gelauncht. Das Projektname lautet wie die zugehörige Webseite die-letzten-tage-von-second-life.de und ist nicht vollends ernst zu nehmen. Dahinter stecken allerdings Initiativen, die bereits von sich sprechen machten. Die Accountleichenbewegung ist ein Projekt, welches bereits Schlagzeieln in Xing und EBay schrieb und erstmals 2007 statt gefunden hatte.
Kreativität ist gefragt, wenn es darum geht, beim am 01.09.2009 (erneut) gestarteten Projekt, als Künstler mitzutun und kleine literarische Forschungsberichte zu erschaffen. In der Mitteilung der Künstlerin heißt es:
Die 2007 gegründete accountleichenbewegung.de will retten, was noch zu retten ist. Anhand der vielen verlassenen Gebäude versucht das Forschungsteam, das ursprüngliche Leben in Second Life zu rekonstruieren.
Hinter der accountleichenbewegung.de steckt die Netzkünstlerin Susanne Berkenheger.
Die accountleichen-bewegung.de war Teil der Ausstellung second art,
war für den IBM Award for New Media 2008 nominiert und wurde mit dem
CYNETart-Preis 2008 ausgezeichnet. Zugleich ist Berkenheger Journalistin bei spiegel Online, Netzkünstlerin und Mitgesellschafterin
der Agentur "glossendienst" in Berlin.Das Projekt "Bremer Netzresident" ist mit 2.000 Euro dotiert, läuft drei Monate und wurde vom Verein Bremer Literaturhaus [virt.] e.V. ausgelobt. Neben dem Preisgeld erhält der Preisträger einen vierwöchigen Aufenthalt im kunst:raum sylt quelle auf der Nordseeinsel Sylt. Die "Bremer Netzresidenz" wird durch die Bernd und Eva Hockemeyer Stiftung und die Stiftung kunst:raum sylt quelle realisiert. Ablauf der Forschungen Im September 09 wird in Second Life eine Forschungsstation gebaut und ein Blog eingerichtet. Beide dienen als Basiscamp für die Expeditionsleiterin Muji Zapedzki (SL Name Susanne Berkenhegers) und ihre Kollegen.
Am 11. Oktober um 14 Uhr findet die feierliche Eröffnung der Forschungsstation mit einer Live-Übertragung
ins Schloss Hainfeld zu den europäischen Literaturtagen statt.
Die eigentliche Expedition dauert von Okober bis November 09. Sie ist offen für alle Interessierten. Jeder kann - nach einer kurzen informellen Bewerbung - zum Forschungsteam dazu stoßen, auf dem Weblog seine Berichte veröffentlichen und sich auch wieder davon stehlen. Die Berichte, welche mit Links auf die jeweils beschriebenen SL-Gegenden versehen sind, können auch Fotos und Filme enthalten. Alle Forscher treffen sich regelmäßig in der Forschungsstation. Die Forschungsleiterin kann bei Interesse auch einzelne Gruppen-Expeditionen in Second Life durchführen. Als Abschluss werden die Forschungsergebnisse am 25. November um 19 Uhr in einer literarischen Multi-Media-Pressekonferenz in der Zentralbibliothek Bremen einem Publikum im First Life bekannt gemacht werden. Links: S. Berkenheger Webseite Projektwebseite SLurl Präsenz des Projektes
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Für Accountleichen und deren endgültigem Tode ist ein ungewöhnliches "Forschungsprojekt" ausgerufen - Avatare, Künstler, Blogger und Autoren, aber auch Filmemacher sind aufgerufen, virtuelle Snippets zusammen zu tragen, um sie live in Bremen zu präsentieren.
Hinter der accountleichenbewegung.de steckt die Netzkünstlerin
Am 11. Oktober um 14 Uhr findet die feierliche Eröffnung der Forschungsstation mit einer Live-Übertragung
ins Schloss Hainfeld zu den europäischen Literaturtagen statt.


