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Ich sehe das, was Du siehst!
Kinderbuch bei den Brennenden Buchstaben
Die BRENNENDEN BUCHSTABEN konnten am Sonntagabend, den 5. April, wieder mit einem Lese-Event aufwarten. Auf der Burgruine im virtuellen Saarland trafen sich die Buchstabler. Diesmal stand Lyrik auf dem Programm. Drei Autorinnen und ein Autor beteiligten sich mit selbst verfassten Gedichten – gereimten und ungereimten.
Außerdem wurden die Gewinner/innen des Schreibwettbewerbs bekannt gegeben und ihre teils witzigen, teils blutrünstigen Kurzgeschichten gelesen.
Die BRENNENDEN BUCHSTABEN konnten am Sonntagabend, den 5. April, wieder mit einem Lese-Event aufwarten. Auf der Burgruine im virtuellen Saarland trafen sich die Buchstabler. Diesmal stand Lyrik auf dem Programm. Drei Autorinnen und ein Autor beteiligten sich mit selbst verfassten Gedichten – gereimten und ungereimten.
Außerdem wurden die Gewinner/innen des Schreibwettbewerbs bekannt gegeben und ihre teils witzigen, teils blutrünstigen Kurzgeschichten gelesen.
Klaus Ebner (SL-Name Funlyn Oceanlane), June Brenner, Naomi Greenberg und Kirsten Riehl (SL-Name Zauselina Rieko) lasen aus ihren poetischen Werken. Für Naomi und June war dies das erste Mal, dass sie in der Öffentlichkeit ihre Lyrik vortrugen. Gemäß dem Anspruch der Gruppe, sowohl gute Schriftsteller/innen in Second Life zu präsentieren als auch talentierten Neulingen die Chance zu bieten, sich einem Publikum vorzustellen, war es wieder eine Mischung aus beidem. Klaus Ebner ist Träger verschiedener Literatur-Preise. Seine durchstrukturierten Gedichte weisen genau so wie seine anderen veröffentlichten Texte kein Wort zu viel, kein Wort an der falschen Stelle auf: wohlklingende Sprachästhetik und durchdachte Komposition pur.
Die Lyrik-Lesung war durchsetzt mit den Kurzgeschichten, die beim Schreibwettbewerb eingereicht worden sind. Den Reaktionen des Publikums nach wurde das als angenehme Unterbrechung der anspruchsvollen Gedichte empfunden. Vier Geschichten sind die doch etwas magere Ausbeute des Wettbewerbs, der von vielen gewünscht worden war und über immerhin vier Monate lief. Die Kurzgeschichten der Gewinnerinnen June Brenner, FirleFanz Roxley und Pia Piaggio wurden in ganzer Länge vorgelesen. June konnte ihre Erzählung "Eine starke Verbindung" selber präsentieren. Ein Mann, der in der Virtualität in eine problematische Beziehung verstrickt ist, hat im normalen Leben eine Familie mit all den bekannten Alltagsproblemen zu bewältigen.
Zauselina trug Pias "Nur ein Spiel" vor, das auch beim Publikum sehr gut ankam. Der Held Dex Trose muss ein Online-Game mit verschiedenen Herausforderungen bestehen. Er verliert ein paar Körperteile im Laufe der Spielstufen. Dabei vermischen sich für den Spieler vor dem PC die virtuelle und die reale Welt.
In FirleFanz´ Geschichte – gelesen von Zauselina - geht es um die Flucht aus einem langweiligen Berufsleben in die Abenteuerwelt der Virtualität. Am Ende wird der Held des Spiels aber wieder von seinem Alltag eingeholt.
Auf Wunsch des Publikums las Zauselina auch die vierte eingereichte Geschichte, die wegen einiger formaler und inhaltlicher Fehler nicht gewonnen hat, aber dennoch lesenswert ist. Canois Lutrova erzählt in "Die Täuschung" von einem Mord in einem verlassenen Schulgebäude. Das Ende scheint vorhersehbar, aber die Handlung nimmt eine überraschende Wende.
Die Geschichten fanden so viel Anklang, dass aus dem Publikum die Bitte um Fortsetzungen laut wurde.
Interessant ist, dass bei allen eingereichten Texten die Vermischung von Spiel und Alltag, Virtualität und Realität ein zentraler Aspekt ist. Dasselbe Thema wird zurzeit auf einem theoretischen Niveau sowohl in englischsprachigen Foren, als auch in Deutsch hier auf VWI diskutiert. Unter den Begriffen „Augmentation“ und „Immersion“ (vgl. dazu die Berichte von Koks Koolhoven) wird der Versuch unternommen, Online-Spieler in zwei Gruppen zu erfassen: Jene, die Virtualität und Realität streng trennen, und jene, die keine strikte Trennlinie ziehen. Bei den BRENNENDEN BUCHSTABEN wurde das Thema literarisch aufgegriffen.
Die ersten Reaktionen des Publikums bewerten den Abend als positiv. Dennoch scheint es nicht sehr leicht zu sein, Lyrik ohne schriftlichen Begleittext, nur über das gehörte Wort aufzunehmen. Witzige Gedichte sind leichter aufzunehmen als ernste, Kurzgeschichten gehen besser ins Ohr als Poesie. Die anschließende Diskussion zwischen Publikum und Schriftsteller/innen brachte wie immer bei den BRENNENDEN BUCHSTABEN schon die ersten Verbesserungsvorschläge und die nächsten Ideen für weitere Events und Angebote der Literaturgruppe zustande.
Nachlese mit BukTom Bloch
BukTom Bloch, bekannt durch sein Projekt „Pegasus – Freie Bücher für Second Life“, wird demnächst ein virtuelles Buch-Objekt herstellen, sodass die Gewinner-Texte allen Second-Life-Nutzern zugänglich sein werden.
BukTom Bloch, bekannt durch sein Projekt „Pegasus – Freie Bücher für Second Life“, wird demnächst ein virtuelles Buch-Objekt herstellen, sodass die Gewinner-Texte allen Second-Life-Nutzern zugänglich sein werden.
Klaus Ebner Details
Gedanken-Reich Blog Naomi Greenberg
June Brenners Blog
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