Die Mixed-Reality Brille von Canon 
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canon-mr p3 ph002Hört man Canon, denkt man erst einmal an Kameras und Druckerprodukte. Jetzt wagt sich das japanische Unternehmen an ein neues Projekt heran.

Ab Ende Juli soll das sogenannte Mixed-Reality-System im Industriebereich zur Anwendung kommen. Es soll den Designprozess erleichtern und somit Kosten für echte Modelle und Prototypen sparen.

Das System ermöglicht das Betrachten virtueller Prototypen in ihrer tatsächlichen Größe in einem realen Umfeld. Auch für die Anwendung im Bildungswesen und im medizinischen Bereich gibt es bereits Ideen.

Unter Mixed Reality oder Augmented Reality versteht man die Anreicherung oder Vermischung der Realität durch virtuelle Komponenten in Echtzeit. Das Mixed Reality System ist eine Mischung aus Googles Augmented Reality Konzept und den Virtual Reality Visionen aus den 1980ern. Um den Designprozess in der Industrie zu erleichtern hat Canon ein interessantes System entwickelt. Es handelt sich dabei um eine Brille mit zwei Displays und zwei Kameras. Diese lässt virtuelle Objekte in 3D vor realen Hintergründen erscheinen. Die Objekte können sogar mit Hilfe eines Spezialcontroller interagieren.

Aber wie funktioniert dieses System denn nun?

Canon Mixed Reality SystemZuerst müssen im Raum Marker, die ähnlich QR-Codes wirken, platziert werden. Der Nutzer trägt eine Brille mit einem durchsichtigen Display vor jedem Auge und jeweils einer Kamera daneben, also ein Headmount-Display mit einer speziellen Softwäre für die Positionsanalyse. Die Kameras und Lagesensoren bestimmen den Blickwinkel auf das virtuelle Objekt im Raum. Das aufgenommene Videobild wird über einen Computer mit dem 3D-Objekt kombiniert und als Gesamtbild an die Displays der Brille gesendet. Dadurch kann sich der Nutzer im echten Raum um das virtuelle Objekt bewegen. Das System nutzt Bewegungserfassung und Gyrosensoren um die virtuellen Bilder so real wie möglich erscheinen zu lassen.

Dank einem speziellen Controller sollen verschiedene Interaktionen möglich sein, wie zum Beispiel das Öffnen eines Heckfensters beim Auto oder das Herausheben und Drehen des Motors. Außerdem soll es möglich sein, das via Internet mehrere Personen gleichzeitig an verschiedenen Orten dasselbe Objekt sehen und gemeinsam daran arbeiten können. Über die Kosten eines solchen Systems wird noch spekuliert, ebenso bezüglich der Hardware-Spezifikationen.

 

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