Microsoft strebt Avatarrestriktion via Patent an 
Tech-News
Donnerstag, den 07. Januar 2010 um 12:00 Uhr
Avatar als Dressman - Beispielavatar Fraunhofer Amerikaner sind für ihre Patentierungsquantität bekannt. Nun hat Microsoft ein Patent beantragt, das zukünftige Metaversen vor Probleme stellen könnte - sie wollen ein Tool patentieren lassen, welches Avatare wie ihre Besitzer aussehen lässt.

In Amerika sind noch immer die meisten Web3D Aktivitäten zu verzeichnen, daran hat sich bisher nichts geändert - auch wenn das deutsche Interesse immer mehr zunimmt, was steigende Nutzer-Zahlen belegen.
Avatare sind in der Regel Fantasiefiguren, sie sehen aus wie Krieger, Elfen, Cuties und Furries und werden in jeglichen 3D Umgebungen als Alter Ego des Menschen hinter dem Bildschirm erstellt, und  in jenen genutzt.

Der Avatar ist somit das Interface des Menschen in und zur  virtuellen Welt und repräsentiert in unterschiedlichen Varianzen denselbigen virtuell.

Insbesondere in MUVEs, Multi User Virtual Environments, sind Avatare oftmals und zunehmend das reale Abbild des Steuernden - Spiegelwelten gewinnen an Oberhand, was auf die mehr werdende Nutzung realer Aktivitäten und virtueller Teams sowie Trainings- und E-Learning Szenarien in virtuellen Welten zurückzuführen ist. Der Studierende oder Businessmann, der sich in eine virtuelle Umgebung begibt, legt verstärkt Wert darauf, dass sein Avatar dem tatsächlichen Look & Feel nahe kommt, der Person die er/sie tatsächlich ist.

Zugegeben geht das nicht allen Avataren und Menschen so, zahlreiche Residents virtueller Welten sind dem immersiven Ideal zuzuordnen - was nicht darüber hinwegtäuschen darf, dass augmentionistische Werte anfangs bei den meisten Usern eher nicht vorhanden waren und im Laufe der Entwicklung des Web3D immer wichtiger werden.

Das Patent 20090309891 wurde am 17.Dezember 2009 eingereicht. Sechs Erfinder Microsofts werden im Patent "Avatar Individualized By Physical Characteristics" genannt. Patentieren lassen sich aber nicht Ergebnisse, auch nicht in Amerika, sondern Technologien und Tools.


Microsofts Avatargenerator


In diesem Fall handelt es sich um einen Generator, der "physiologische Charakteristika des Nutzers in einem realen Grad in die Entwicklungsmöglichkeit oder Gestaltung bringt". Mit anderen Worten wird der Avatar mit diesem Generator real wie sein Benutzer dargestellt, als Übergewichtiger, als kleiner Mensch, als Asiat oder mit seinen realen, unvergleichlichen Haaren versehen.

Bill Gates stellt Beispiele für SPOT vor, 17.11.2002, Quelle: Microsoft Microsoft kann mit dem Generator reale Daten eines Menschen auslesen und virtuell umsetzen, durch eine Auswertung von Daten Dritter, insbesondere von Daten, die zu medizinischen Zwecken erhoben wurden.
Sie werden in einer Art Smartcard, genauer gesagt mithilfe der Smart Personal Object Technology (SPOT), ausgelesen und aufbewahrt.
 
Die Smartcard ist dabei ein realtime Sensor, der zum Beispiel Blutwerte und Puls und andere Daten speichert. Die SPOT-Technologie wurde erstmalig 2002 von Microsoft öffentlich vorgestellt und bereits 2003 wurden erste auf der Technologie basierende Geräte angekündigt.

Patentiert werden wollen nun die Methodik und Apparatur des Prozesses, der im Patent 44 Punkte umfasst.
Der erste Punkt als Leitfaden umschreibt das eigentliche Anliegen zentral. Es handelt sich um "eine Methode der Interaktion mit einer virtuellen Umgebung, umfassend den Zugang zu durch den User unwillentlich gegebenen physischen Kennzahlen und die darauf folgende Korrespondenz mit den physischen Charakteristika des zum Nutzer gehörenden und als der Nutzer identifizierbarer Avatar und Zuweisung des jeweiligen Merkmales zum virtuellen Adept, und der Einhaltung der Nutzerinteraktion mit der virtuellen Umgebung im Sinne des erhobenen Attributes."

In einfache Worte übersetzt bedeutet das also, dass Microsoft ein Patent auf eine Technologie anstrebt, die den Avatar dazu zwingt, wie sein Nutzer auszusehen und an körperliche Restriktionen des Menschen hinter dem Bildschirm gebunden ist.

Patentanträge in Amerika sind beliebt und auch in diesem Fall ist recht wahrscheinlich, dass es genehmigt wird - da die Technologie des SPOT einzigartig ist und ohnehin Microsoft zugehörig zeichnet.

Ob Microsoft dieses Patent für seine Entwicklungen im 3D Sektor nutzen möchte oder die Technologie verkaufen will, ist das Patent erst einmal erteilt, kann derzeit nur spekuliert werden.
Möglich würde bei Durchbringung des Patentes eine virtuelle Umgebung, in der kein Nutzer seinem tatsächlichen Abbild entgehen kann.
 

Bitte Einloggen oder Registrieren um Kommentare zu schreiben.

Panorama 

Neue Artikel:
rss-005

Metaversen 

Neue Artikel:
VWI RSS

IT / Tech 

Neue Artikel:
VWI RSS

Second Life 

Neue Artikel:
rss-005

Mitmach-News 

Neue Artikel:
rss-005