Augmented Reality in der Süddeutschen 33/10 
Tech-News
Freitag, den 20. August 2010 um 13:10 Uhr
Süddeutsche 33/10 AR-CoverIn ihrer aktuellen Ausgabe wartet die Süddeutsche Zeitung mit Augmented Reality Inhalten auf. Mit einem Smartphone erschließen sich die multimedialen Zusätze.
Mehrere Personen werden virtuell und multimedial in Szene gesetzt. Dem geneigten Leser ohne technisches Gerät bleiben die Sonderinhalte der Süddeutschen verborgen.

Der Begriff Augmented Reality stammt aus der Mixed Reality und steht für erweiterte, computergestützte Realitäten. AR meint also dreidimensionale virtuelle Objekte, die mit einem tatsächlichen, realen Objekt in einen erlebbaren Bezug gebracht werden.

Augmented Reality ist im Aufwind, die junge Technologie wird zunehmend für Darstellungszwecke genutzt. So hatte BMW an Hochäuser in Singapur eine AR-3D-Show gebracht, die für ordentliche Besucherströme und effektives Bewerben des Roadster Z4 sorgte. Auch Legos "Digital Box" ist eine solche Anwendung - sie sorgt in Spielegeschäften des Unternehmens für eine lebhafte Betrachtung des Inhaltes der Spieleboxen.

Augmented Reality unter WasserDas Fraunhofer Institut forscht seit längerem mit der neuen Technologie und hatte bereits 2009 erste vorzeigbare Ergebnisse an die Öffentlichkeit gebracht - als Pilotprojekt diente dem Fraunhofer FIT ein Unterwasserspiel, das Besuchern eines Schwimmbades eine farbenfrohe Unterwasserwelt vorgaukelte und ein Korallenriff im Swimmingpool auferstehen ließ.
Das Fraunhofer Institut für Graphische Datenverarbeitung (IGD) replizierte das Berlin vor dem Krieg zum Anlass des zwanzigsten Jahrestages des Mauerfalls. Mit einer Augemented Reality Software und einem Smartphone ausgestattet, kann sich der Berlin-Besucher historische Gebäude in ihrem Originalstatus vor dem Krieg auf dem Smartphone anschauen und direkt vor Ort mit dem tatsächlichen Adept vergleichen.

Auch für die Anwendung der Süddeutschen benötigt es eine Software zum Betrachten der Inhalte. Die kostenlose Applikation Junaio wurde vom Münchener Unternehmen Metaio entwickelt und ist für iphone als auch Android-Geräte erhältlich.

Besitzt der Leser eine solche und hält er sein Smartphone über die fünf im Heft verteilten AR-Inhalte der aktuellen Süddeutschen, offenbaren sich ihm die multimedialen Szenen
Direkt auf dem Cover der Zeitung nimmt die Moderatorin Sandra Maischberger die Hände vom Gesicht und lächelt in die Kamera. Die Kolumne Axel Hacks wurde mit einer 3D-Animation aufgebessert, das Kreuzworträtsel auf diese Weise virtuell gelöst und Bauern werden von der Wiese in eine Parkplatzöde katapultiert.
Das Interview "Sagen Sie jetzt nichts" ist ein Interview ohne Worte, Interviewpartner reagieren durch Mimik und Gesten - für die AR-Ausgabe dieser Woche konnte sich Sängerin Lena Meyer-Landrut einige Bemerkungen nicht verkneifen - als Sprechblasen liest diese der Smartphone Nutzer. Die Ausgabe erscheint am Freitag, dem 20.08.2010.
Die Süddeutsche hat zur Ausgabe ein Video gedreht und schriftliche Erklärungen verfasst.
 

Bitte Einloggen oder Registrieren um Kommentare zu schreiben.

Panorama 

Neue Artikel:
rss-005

Metaversen 

Neue Artikel:
VWI RSS

IT / Tech 

Neue Artikel:
VWI RSS

Second Life 

Neue Artikel:
rss-005

Mitmach-News 

Neue Artikel:
rss-005