Virtuelle Objekte werden greif- und empfindbar 
Tech-News
Montag, den 30. August 2010 um 13:38 Uhr
AIST i3spaceDas National Institute of Advanced Industrial Science and Technology (AIST) stellt auf der japanischen Spieleentwickler-Konferenz CEDEC ein haptisches 3D-Touch Interface vor.

Die präsentierte Anwendung des Systems "i³Space" wird im Rahmen der Spielekonferenz ein Game sein. Laut dem AIST werden mit dem 3D-Touch-System aber auch ernsthafte Anwendungen wie für 3D-CAD oder die Medizin möglich.
Der Nutzer kann mit i³Space durch spezielle Sensoren an den Fingerspitzen Objekte auf einem 3D-Display fühlen und beeinflussen.

Die darauf platzierten Marker werden im Raum mithilfe von Sensoren verfolgt, das System berechnet Stärke und eine haptische Konzentration des Ergebnisses, das an den Nutzer zurückgegeben wird. Das Empfinden des virtuellen Objektes und unmittelbares Erleben der virtuellen Situation können demnach haptisch nachempfunden werden. Anwendungen wie den angedachten Lösungen eines Projekt Natals und interaktiven Games wie derer auf Wii könnte das System vorers für Spiele interessant machen und bringt eine neue Palette möglicher 3D-Technologien auf den Plan. Auch die PS3 hausiert bereits mit der virtuellen Bewegungssteuerung. Ebenfalls interessant könnte die haptische Anwendung für das ebenfalls in Japan erforschte Airborne Ultrasound Tactile Display werden.

In der Demo des japanischen AIST, National Institute of Advanced Industrial Science and Technology, kann der Nutzer eine dreidimensionale Weltkugel steuern und verformen, während er die Welt quasi in seinen Händen hält.
Fokussieren wollen die Forscher die weitere Ausarbeitung von i³Space, Spieleentwicklungen und Feldtests mit Unternehmen sind das erklärte Ziel. Großes Potenzial sehen die Forscher für Simulationen, beispielsweise für Operationen und die Schulung derer.
In der Physiopraxis werden ähnliche Systeme im Anwendungsgebiet der virtuellen Rehabilitation bereits verwendet. Sie geben allerdings derzeit noch keine haptischen Empfindungen wider - Osnabrücker Wissenschaftler stellten im April diesen Jahres das PITS (Pediatric Interactive Therapy System) in Zusammenarbeit mit der ETH Zürich vor.

Auch andere Forscher widmen sich dem Gebiet haptischer Anwendungen. Die amerikanische University of California in San Diego entwickelt das "Heads-Up Virtual Reality" (HUVR), das mithilfe einer Kombination eines Sichtspiegels und eines 3D-Fernsehers haptische Sinneseindrücke ermöglichen soll. Das HUVR wurde erstmals im Juli 2010 vorstellig.

Die japanische Spielekonferenz CEDEC findet vom 31.08. bis 02.09.2010 statt und trägt den Untertitel einer Entwickler-Konferenz. Namhafte japanische Konzerne und Unternehmen sind vertreten.
 

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