Auf Wiedersehen: Kostenfalle mobiles Internet in Österreich 
Tech-News
Donnerstag, den 17. Mai 2012 um 10:00 Uhr

Zum 01. Mai 2012 trat in Österreich die neue Kostenbeschränkungsverordnung der Rundfunk und Telekom Regulierungsbehörde (RTR) in Kraft.

Grund dafür waren rund 2.300 Kunden, die wegen Entgeltstreitigkeiten zu mobilen Datendiensten an die Schlichtungsstelle der RTR herangetreten waren. Dies entspricht immerhin über 40 Prozent aller anfallenden Verfahren dieser Institution.

In der Praxis bedeutet das nun, das der Mobilfunkbetreiber Sorge dafür zu tragen hat, das zusätzliche Kosten über einer Obergrenze von 60 Euro durch mobile Datendienste im Inland nicht entstehen können. Diese Kostenbeschränkungsverordnung gilt jedoch nur für jene Verträge, die eine Verrechnung nach Verbrauch vorsehen. Flattarife sind ausgeschlossen.

Wird nun ein Überschreitungsentgelt im Wert von 60 Euro erreicht, bleiben dem Betreiber drei Möglichkeiten zu reagieren: Der Anschluss für die Datendienste kann bis zum Ende des Rechnungszeitraumes gesperrt, die kostenfreie Weiternutzung kann zugelassen werden oder die kostenfreie Weiternutzung kann mit einer Bandbreitenbeschränkung auf zumindest 128 kbit/s erfolgen. Allerdings muss der Kunde hierüber per SMS informiert werden.

Des Weiteren sieht die Verordnung vor, das der Kunde bereits vor dem Verbrauch des im Vertrag inkludierten Datenvolumens oder bei Erreichen des Überschreitungsentgeltes in Höhe von 30 Euro eine SMS erhält. Wer keine Kostensperre will, der muss dies seinem Betreiber schriftlich zur Kenntnis bringen. Pro Anschluss kann die Sperre einmal im Jahr kostenlos aufgehoben werden, eine Wiedereinrichtung der Schutzmaßnahme ist jederzeit kostenlos möglich.

 

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