Microsoft, Mozilla und Google diskutieren über die Zukunft der Browser 
IT-News
Samstag, den 27. September 2008 um 02:54 Uhr
Die Neuerungen in der Technik des Internet, speziell der Browser, hat nicht nur in Presse und Datenschutzzentren für Aufruhr gesorgt. 
Auch Microsoft und Mozilla sind sich der Konkurrenzfähigkeit des neuen Google Chrome Browsers und seiner breit gefächerten Möglichkeiten, als auch seiner in großen Teilen schnellerer Technik, durchaus bewusst. 
Auch wenn Mozilla mit dem Firefox 3 in vielen Applikationen nahe an die Geschwindigkeit des Chrome heran kommt, was Google macht, wird schlicht schneller bekannt. 
 
Das Marketing-Konzept Googles ist dabei so ausgefeilt, dass man sagen kann, dass mit dem Launch des neuen Browsers alle Rekorde gebrochen wurden. Schlagzeilen und Reaktionen singen ihr eigenes Lied davon.
Auf der Web 2.0 Expo, die im August diesen Jahres in San Francisco statt fand, trafen sich alle namhaften Hersteller zukunftsbasierter Technologie, ebenso wie Blogger. Die nachhaltigen Diskussionen der drei namhaftesten Browseranbieter werden nunmehr auch offen getätigt.
 
So wurde nun laut, dass Microsoft derzeit die verschiedenen Browser testet, die Ergebnisse sollen an das  W3-Konsortium ausgehändigt werden. Internet Explorer 7 hat nun erstmals eine rückwärtige Kombatibilität vorzuweisen, die den Usern des standardmäßigen Webbrowsers auf Microsoft-Plattformen zugute kommen dürfte. Der IE (Internet Explorer) wird zukünftig mobilisiert einsetzbar sein, an der Vereinigung der Usability arbeitet man derzeit bei Microsoft. Die 8er Version, Beta 2 ist bereits zum Download erhältlich.
 
Google plant derweil die Unterstützung verschiedener Addons, wie Ojan Vafai, Mitglied des Entwicklungsteams, verlauten ließ und betonte dabei, dass Addons oftmals für langsamere und unsicherere Verbindungen ins Internet verantwortlich seien - vor allem beim Liebling der Browser, dem Firefox der Mozilla Labs. 
Der technische Leiter Mozillas, Brendan Eich, ist sich desen durchaus bewusst und betonte im Gegenzug, dass Erweiterungen den Browser insgesamt aber besser machen. Mozilla Labs arbeite an isolierten Erweiterungen, die keine globale Instabilität des Firefox verursachen.
 
Warum, so fragte Ben Galbraith, Gründer der Ajax-Community-Plattform Ajaxian daraufhin, würden sich allerdings die Browserentwickler nicht weiter mit Flash beschäftigen, das ja bekanntermaßen auf 95% der internetfähigen Rechner installiert sei. Einige fundierte Gründe kristallisierte er als Ursache heraus. Unter anderem auch die Unliebe der Programmierer und Entwickler, sich mit Flash zu beschäftigen, da es einer single-vendor Technik zugrunde liegt und damit nur partiell durchsuch- und kontrollierbar ist. Die Entwicklung in weitere Flashbausteinen scheine insgesamt als ungerechtfertigt.
 
Applikationen für den Desktop, die mit Browsern zusammen arbeiten, scheinen derzeit das größte Potenzial zu besitzen - obgleich hierbei noch einige technische Herausforderungen warten, wie zum Beispiel interaktive Zurück-Schaltflächen. Eich fasste die Diskussionen und Entwicklungen zusammen: "Plattformen wachsen mit ihren Hintergründen und die Menschen werden stets jene Plattformen auf dem höchsten Level bevorzugen."
So bleibt nun also abzuwarten, welche Richtungen der User einschlägt, welchem Browser er die erste Wahl gibt und inwieweit die entsprechenden Entwickler ihre Nutzer dauerhaft zu überzeugen in der Lage sind.
Dessen ungeachtet werden sich die Entwickler allerdings untereinander beobachten, soviel ist klar, denn der Konkurrenzkampf scheint mit der Beta des Google Chrome nun vollends ausgebrochen zu sein. Gut für den Internet-Nutzer wirds allemal sein...
 

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