Spielewelten der Zukunft Symposium Fazit 
IT-News
Samstag, den 04. Oktober 2008 um 17:23 Uhr
In der vergangenen Woche fand in Thüringen das Symposium der Spielewelten der Zukunft statt. Eines der Hauptanliegen war es, die Diskussion der Gewaltdarstellung in Killerspielen neu aufzuwerfen, wie aus der Broschüre vor Ort hervorging:
"Die Gewaltdarstellungen in den sog. "Killerspielen" als Computer Games haben derart überhand genommen, dass Eltern und Schule diesem Phänomen immer ratloser gegenüberstehen."
 
PC Games hat sich nicht nehmen lassen, bei diesem Event anwesend zu sein und sich eine eigene Meinung zu bilden. Kurz gesagt, das Fazit ist ein ernüchterndes
Der Beitrag zum Besuch behandelt den ersten Referenten bzw. seinen Vortrag, Prof.Dr.Dr. Manfred Spitzer, konstruktiv frisch. Man kann fast davon ausgehen, dass es der einzige Vortrag des Symposiums war, den man sich "gönnte" (was natürlich nicht der Wahrheit entspricht). Zu Recht wird Spitzer aufs Korn genommen:
Und dann lässt er den Satz fallen, der noch am gesamten Tag zur Debatte stehen wird: "Medienkompetenz auszubilden ist ein ganz großer Irrweg!" Jugendliche schon frühzeitig an die neuen Medien zu gewöhnen, so Spitzer, komme dem Versuch aus den 70er Jahren gleich, Kinder von Drogen fernzuhalten, indem man in den Schulen von den negativen Wirkungen der Substanzen erzähle.
Im gesamten Verlauf des Symposiums sollten die Aussagen Spitzers erneut aufgegriffen werden. 
Auch Jochen Fasco, Direktor der Thüringer Landesmedienanstalt zeigte sich erbost über Spitzers Bemerkungen zur Medienkompetenz. "Medienpädagogen sehen sich nicht als Drogenkofferträger der 70er Jahre", so der Erfurter Behördenleiter. Er sei "enttäuscht, wenn man diese Arbeit nicht schätze". Professor Helmut Lukesch vom Institut für experimentelle Psychologie in Regensburg stärkte dem medienpädagogischen Ansatz ebenfalls den Rücken: "Medienpädagogisch gebildete Lehrer können viel erreichen."
Medienkompetenz als großes Wort, der zukünftigen (und der bestehenden) Spielegeneration gute Wege eines Handlings mit Spielen und ihrer Unter- oder Überschätzung in die Hände zu geben, war das erklärte Ziel der Vortragsreihe. Welchem man mehr oder weniger gerecht wurde. Fakt ist doch schließlich, dass Medien von Menschen gemacht werden, und Gesetze von Menschen geschrieben werden, die sich mit dem Thema intern nur selten "richtig" beschäftigen. Das wiederum ist die Meinung der Virtual World Info Redaktion. Ein Fauxpas, glaubte man, dass Kinder und Jugendliche (und deren Eltern) nicht selbst einzuschätzen in der Lage sind, was  der Unterschied zwischen Realität und Game ist. Glaubt man den (meisten) Jugendschützern und der Gesetzgebung, ist dem offensichtlich nicht so. Aufklärung vonnöten. Doch wovor, dass Töten schlecht ist? Wiederum unsere Meinung: Wer den Drang zur Gewalt hat, den werden Indizierungen kaum aufhalten. 
 
Letztlich ein wenig schade, dass man sich dem eigentlichen Thema, der Spielewelten der Zukunft, nur stiefmütterlich zu widmen verstand. 
 
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