Kinder in virtuellen Welten - ENISA gibt Sicherheitstipps für Eltern 
IT-News
Donnerstag, den 09. Oktober 2008 um 11:39 Uhr

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Die Europäische Agentur für Netz- und Informationssicherheit ENISA hat einen Bericht über virtuelle Welten veröffentlicht, dessen Schwerpunkt auf der Sicherheit von Kindern innerhalb virtueller Welten liegt und der 25 Sicherheitshinweise für Eltern aufzählt.

Die virtuellen Welten, die ausschließlich für Erwachsene gemacht sind, haben längst vielfältigen Nachwuchs bekommen. Kinder und Jugendliche sind die Zielgruppe bonbonfarbener Online-Spielwelten wie Club Penguin, Barbie World, Gaia Online oder Moshi Monsters. Insgesamt gibt es mehr als 100 virtuelle Welten, die auf die "lieben Kleinen" fokussiert sind. Da haben Eltern und Aufsichtsbehörden enorm zu tun, um up-to-date zu bleiben, zu verstehen und aufzupassen, was Junior da eigentlich stundenlang am PC so treibt.

 

Während sich 2007 weltweit bereits 8,2 Millionen Kinder und Jugendliche in virtuellen Welten aufhielten, gehen Schätzungen von mehr als 20 Millionen bis 2011 aus. Selbstverständlich sind Eltern um das Verhalten und den Umgang ihrer Kinder in den virtuellen Welten besorgt, nicht zuletzt aufgrund einiger negativer Schlagzeilen in den Medien, die zwar vor allem die Erwachsenen-Welten betrafen, die aber auch einen Schatten auf alles warfen, auf das die Bezeichnung "virtuelle Welt" zutraf.

Besonders wichtig ist es also, dass die Eltern sich bewusst mit der Thematik auseinandersetzen, dass sie sich über die Möglichkeiten, die sich Kindern online eröffnen, im Klaren sind und sich aktiv am Online-Leben ihrer Kinder beteiligen. Es geht nicht darum, virtuelle Welten zu verteufeln und den Kindern jegliche Online-Aktivitäten zu verbieten, sondern vielmehr darum, für positive und wertvolle Erfahrungen zu sorgen und die Sicherheitsgewohnheiten im Umgang mit virtuellen Umgebungen im Internet zu festigen.

Insgesamt nennt der Bericht der ENISA 25 Sicherheitshinweise, die Eltern und Kindern dabei helfen, sich verantwortungsbewusst und gleichzeitig mit Spaß in virtuellen Welten bewegen zu können. Die Hinweise reichen dabei von Computer-Sicherheit bis zu Verhaltensregeln, wie zum Beispiel die folgenden:

  1. Stellen Sie den Computer in einem gemeinschaftlichen Raum auf.
  2. Stellen Sie Hausregeln auf, ob und wie Internet/Handy/virtuelle Welten genutzt werden dürfen.
  3. Wenn Sie einen Account für die Kinder eröffnen, nutzen Sie dafür immer die E-Mail-Adresse der Eltern.
  4. Reden Sie mit Ihren Kindern über deren Erfahrungen. Ermuntern Sie Ihre Kinder, dass sie Ihnen erzählen, wenn sie sich online unwohl oder bedroht fühlen.

Herr Andrea Pirotti, Geschäftsführer von ENISA, sagt dazu: "Es ist die Pflicht von uns Erwachsenen sicherzustellen, dass unsere Kinder Online-Spiele und virtuelle Welten sowohl mit Spaß als auch in Sicherheit genießen können." 

Alle 25 Hinweise können im Bericht "Children on virtual worlds" auf der ENISA-Website nachgelesen werden.

ENISA Homepage

 

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