Google launcht Adsense InGame 
IT-News
Donnerstag, den 16. Oktober 2008 um 14:00 Uhr
08-1016-google-ads-001Der Service-Provider Google hat bekannt gegeben, dass nun über das firmeneigene Werbenetzwerk AdSense auch InGame-Werbung möglich sei.

Damit erweitert das kalifornische Unternehmen seine Reichweite um mehrere Millionen potentielle Kunden und erschließt sich einen Zukunftsmarkt.

Bereits im März 2007 hatte sich Google den InGame-Werbevermarkter AdScape einverleibt. 23 Millionen USDollar hat der Deal gekostet. Nun soll es ans Verdienen gehen.
"AdSense für Content-Seiten durchsucht den Content Ihrer Seiten automatisch und stellt Anzeigen bereit, die für die Zielgruppe und den Content Ihrer Website relevant sind. Dabei können Sie zwischen Text- und Image-Anzeigen wählen. Die Anzeigen sind so gut auf den Content Ihrer Website abgestimmt, dass die Besucher sie als nützlich empfinden.

Auch auf dieser Website sind die inhaltsrelevanten Anzeigen von Google zu sehen. Oftmals refinanzieren die Einnahmen durch Adsense die Kosten einer Website. Dies ist jetzt auch für Spieleanbieter möglich. In der laufenden Betaphase sind jedoch nur Anzeigen in flashbasierten Online-Spielen möglich.

Zu den unterstützten Browser-Spielen gehören u.a. Online-Games von playfish, Konami und Zynga. Interessant ist die Möglichkeit vieler Anbieter eine Applikation des Spiels in Social Networks (facebook, myspace, friendster, bebo ...) zu integrieren. Hierdurch potenziert sich der Zugriff schnell!

Bisher ist das "Google InGame Advertising" -Programm nicht in das klassische AdSense eingebunden. Eine Neu-Registrierung ist notwendig.
Voraussetzung für die Teilnahme sind:

  • mindestens 500.000 Spieler
  • webbasiertes Flash-Game
  • SDK (Software Development Kit) -Integration
  • 80% der Nutzer stammen aus den USA oder Großbritannien
  • Zielgruppe 13+ (jugendfrei)
  • Verbreitung/Einbettung des Spiels muss kontollierbar und protokollierbar sein

Noch ist die InGame-Werbung also weit davon entfernt, Inserate in Online-Spielen wie Eve-Online oder gar auf auf Spielekonsolen und in Handy-Games zu schalten. Auch eine Integration in Second Life ist noch nicht absehbar. Bisher beschränkt sich das Engagement von Linden Lab darauf, in der Suche neben den Ergebnissen sogenannte Paid Classifieds (bezahlte Kleinanzeigen) anzuzeigen. Denkbar wäre, auch hier künftig Anzeigen über Google bereitzustellen. Die Suchtechnologie der SL-Suche stammt ja bereits von Google.

Langfristig scheint jedoch die Möglichkeit am Interessantesten zu sein, Plakatwände, TVs und Radios mit Google Ads in SL zu platzieren - sowohl für Linden Lab als auch für die Landowner. Linden Lab könnte, wie andere Dienste, auf das eigene AdSense-Konto zugreifen und entsprechende Werbeobjekte anbieten. Oder Google liefert den Code, der in ein SL-Objekt eingebunden werden müsste, direkt aus, so wie es bisher mit dem AdSense-Code für Werbebanner auch geschieht.

Fakt ist, dass bisher kein Werbenetzwerk Grid-übergreifend auf dieser Ebene erfolgreich war. Google hat die besten Chancen, auch diesen Markt zu erobern und Second Life für Landowner und Investoren lukrativer zu machen. Die Grundlagen sind geschaffen. Als nächster Schritt dürfte aber zunächst die Vermarktung von virtuellen Räumen, wie Lively oder ExitReality anstehen, bevor man sich an ganze virtuelle Welten heranwagt.


¹Quelle: google.com


 
 

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