Project Children - Weg zur Versöhnung 
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Dienstag, den 24. März 2009 um 10:00 Uhr
Project Children LogoVersöhnung ist möglich. Sie fängt bei den Kindern an und sollte nicht bei den Erwachsenen aufhören. Irland ist ein geteiltes Land, wenngleich dazu keine Mauer und keine Stasi nötig waren. Irland ist innerlich gespalten. Die Spaltung besteht zwischen Menschen. Dort und nur dort kann sie auch wieder behoben werden.

1975 kommt Denis Mulcahy auf die Idee, ein Projekt zu starten, das katholische und protestantische Kinder zusammen bringt. Aufgewachsen in Irland, ausgewandert in die USA, gründet er dort zusammen mit seinem Bruder das Project Children. Die Idee ist simpel, aber wirkungsvoll: Kinder verschiedener Konfession begegnen sich und machen all die Dinge, die Kinder normalerweise tun: schwimmen, Eis essen, Verstecken spielen, Lagerfeuer machen.

So beginnt er, Kinder aus Nordirland in amerikanischen Gastfamilien unterzubringen, wo sie den Sommer über gemeinsam verleben - weitab von den alltäglichen Konflikten, den Überwachungskameras, die zu der Zeit ebenso allgegenwärtig waren wie bewaffnete Soldaten und Panzer in den Straßen, die die Gewalt eigentlich verhindern sollten, abseits von den Vorurteilen der Erwachsenen. Sie sollten aber auch von den paramilitärischen Aktivisten weggebracht werden, die Kinder und Jugendliche zu rekrutieren versuchten, um so Gewalt und Entzweiung in die nächste Generation zu säen. Ein neues und vor allem normales Miteinander sollten die Kinder kennen lernen.

Project Children1975 begann man mit sechs Jungen und Mädchen. Mittlerweile konnten bereits etwa 14.000 Kinder an dem Ferienprogramm teilnehmen.  Im Schnitt fliegen jeden Sommer 600 Kinder aus Nordirland in die USA. Die Hälfte ist jeweils katholisch, die andere Hälfte protestantisch. Sofern irgend möglich, werden beide Konfessionen in einer Familie untergebracht.

In Second Life präsentiert sich Project Children auf der Sim von WOI (West of Ireland). Hiawatha Runningbear ist Inhaber einer Galerie auf der Sim von WOI. „Wir haben hier eine Reihe von Inseln, die irischen Städten nachgebildet sind. Dazu einen Pub, eine Bücherei, ein Kulturzentrum und die Kunstgalerie.“ Außerdem werden Surfbretter in den kleinen Läden verkauft. Man kann per Animation mit dem Avatar schwimmen, surfen und tauchen.

WOI gehört der South Texas Celtic Music Association. Sioban McMahon managt das Land in Second Life. „Die Einnahmen aus den Mieten der Ladenbesitzer nutzen wir, um unsere Rechnung an Linden Lab zu bezahlen. 100 % der gespendeten Lindendollar  können so in US-Dollar getauscht und an Project Children weitergeleitet werden“, erklärt sie. Das sind immerhin durchschnittlich 750 US-Dollar jeden Monat. „Linden Lab gewährt uns einen Rabatt. Die Mieteinnahmen decken vollständig unsere Kosten.“ Die Spenden werden dazu gebraucht, die Kinder nach Texas zu fliegen und in den Familien unterzubringen.

Nebenbei soll auch irische Kultur in der Welt bekannt gemacht werden. Live-Musik ist auf WOI fester Bestandteil des Programms. Mit Sitz in Texas bemüht sich die gemeinnützige Organisation South Texas Celtic Music Association um irische und keltische Kultur.

 

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