Philip K. Dick in Second Life 
Events & Places
Dienstag, den 26. Mai 2009 um 03:10 Uhr
Philip K. Dick - Impression aus Second LifeBasho Singh – Ein Philip K. Dick Fan und seine Pläne in Second Life

Basho Singh ist ein großer Fan des Science Fiction Autors Philip K. Dick. Er plant in Second Life eine Ausstellung zu Philip K. Dick und Diskussionsrunden zu Leben und Werk des weltberühmten Autors von "Minority Report" oder "Total Recall".

Auf seinem Land in Second Life hat Basho Singh einen Raum mit einigen Devotionalien seines Idols eingerichtet. Per Teleporter erreicht der Besucher den, als Bar gestalteten, Ort. Hier begrüßen ihn Bilder von Philip K. Dick.

Zu Basho Singhs Sammlung gehören Coverbilder der Dick-Romane, Fotografien vom Autor, Videomaterial und die Kopien einiger Briefe von P.K. Dick. Diese Fotokopien wurden Basho Singh vor zwanzig Jahren von Tessa Dick, der letzten Frau des Autors, zugesandt. Weiteren Kontakt zur Familie Dick hat es allerdings nicht gegeben.

Die Ausstellung

Einen Termin für die Ausstellung gibt es bislang noch nicht. Das Material, dass Basho Singh zu P. K. Dick hat, ist noch nicht vollständig digitalisiert. Damit ist das Problem angesprochen, vor dem Basho Singh steht. Er ist eine Einmannshow, muss neben seinem realen Leben alle Arbeiten, die für eine Ausstellung anfallen, selbst erledigen. Sein größter Traum, ein echtes virtuelles Museum für den Autor in Second Life auf zu bauen, wird deshalb ein Traum bleiben.

Aber eine zeitlich begrenzte Ausstellung zum Leben und zum Werk des Philip K. Dick wird es auf jeden Fall geben. In ihr werden Cover, Briefe, Fotografien und Videodokumentationen zu sehen sein. Basho Singh ergänzt sein Material stetig. Derzeit überlegt er, ob er in Kontakt zum Agenten des verstorbenen Autors treten soll.

In dem Zusammenhang äußerte Basho Singh auch die Bitte:

"Wenn ihr auf interessantes Material zu Philip K. Dick stosst, bitte lasst es mich wissen."

Sobald der Termin der temporären Installation "Philip K. Dick" feststeht, wird Basho Singh VWI informieren - und wir damit natürlich euch.

Diskussionsrunden zu Philip K. Dick in Second Life

Neben der temporären Ausstellung plant Basho Singh Diskussionsrunden zu Leben und Werk des Autors. Auf seinem Land gibt es ein Freiluftkino. Hier wird er wechselnde Dokumentarvideos zeigen, die zum Ausgangspunkt der Diskussionen werden sollen.

An dieser Stelle wies Basho Singh darauf hin, dass es ihm in erster Linie um das Leben des Autors und die Themen, die dieser in seinen Büchern transportiert, geht. Die Veranstaltungen werden deshalb keine Diskussionen speziell zu einzelnen Büchern sein.

Der Autor - Philip K. Dick

Dick - Drawn Portrait © Pete Welsch from Washington, DC, USA Philip K. Dick wurde am 16. Dezember 1928 in Chicago geboren. Er kam als Zwilling auf die Welt, seine Schwester Jane starb sechs Wochen nach der Geburt. Die Eltern trennten sich, als er fünf Jahre alt war. Mit der Mutter siedelte er nach Berkeley über, wo er aufwuchs. Er studierte kurz an der University of California und war mehrfach verheiratet. Seine Kinder, die aus den verschiedenen Ehen hervorgegangen sind, pflegen heute die offizielle Philip K. Dick Website.

Mit dem Schreiben begann Philip K. Dick schon als Teenager. Die ersten Kurzgeschichten erschienen Anfang der fünfziger Jahre. Insgesamt veröffentlichte er einhundertzwanzig Kurzgeschichten und mehr als vierzig Romane. Die vollständige Liste kann in Wikipedia oder auf der oben genannten Website eingesehen werden.

Für seine Kurzgeschichte "The man in the High Castle", in Deutschland unter dem Titel "Das Orakel vom Berg" erschienen, wurde er 1963 mit dem Hugo Award ausgezeichnet. Für die Geschichte "Flow my tears, the Policeman said", dt.: "Eine andere Welt", erhielt er 1974 den John W. Campell Award. Einige seiner Geschichten dienten Kinofilmen als Vorlage. Die bekanntesten sind Blade Runner, Total Recall und Minority Report.

Blade Runner war die erste Geschichte von P.K. Dick, die verfilmt wurde. Dem Film liegt die Erzählung "Do Androids dream of Electric Sheep" von 1968 zugrunde. Blade Runner entstand 1982 in der Regie von Ridley Scott und wurde mit Harrison Ford in der Hauptrolle besetzt. Die Uraufführung im Oktober 1982 erlebte der Autor allerdings nicht mehr. Philip K. Dick starb am 2. März 1982, im Alter von nur dreiundfünfzig Jahren, in Santa Ana, Kalifornien.

Im selben Jahr rief Thomas H. Disch der Philip K. Dick Award ins Leben

Philip K. Dicks Themen

Philip K. Dick setzt sich in seinen Kurzgeschichten und Büchern mit den Fragen nach der Realität und Menschlichkeit auseinander. Immer wieder stellt er sich und dem Leser in seinen Erzählungen die Frage: Wie objektiv kann Realität sein? Konsequenterweise schrieb Dick seine Geschichten nicht aus der Sicht eines Ich-Erzählers, sondern konfrontiert den Leser mit den unterschiedlichen Sichtweisen der einzelnen Protagonisten. Er vermittelt so jeweils ihre Wirklichkeiten, die jede Figur als die "einzige" Realität wahr nimmt.
Ein weiterer konsequenter Faden, der sich durch seine Erzählungen zieht, sind die Aliens oder Androiden, die (fast) immer menschlicher sind und handeln als die Menschen selbst.

Zurück zu Basho Singh

Realität und Menschlichkeit, dass sind auch Basho Singhs Themen. Er sagt dazu:

Menschen können so grausam zueinander sein...manchen Leuten fehlt jedes Einfühlungsvermögen in die Probleme anderer Menschen. Sie sehen sie nicht einmal als Menschen an und behandeln sie als minderwertige Kreaturen.
...aber mein größtes Interesse gilt der Frage nach der Realität.
 

P.K. Dicks große Fragen: "Was ist Realität?" und "Was ist menschlich?" sind damit auch die Fragen, mit denen sich die Diskussionsrunden auf dem Land von Basho Singh auseinander setzen werden.

Link:
SLurl Basho Singhs Place

Bildquelle:
Drawing Portrait - Pete Welsch @ Flickr


 

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