5 Fragen an: Ingrid Schmitz aka Sameja Lomba 
Kunst
Sonntag, den 20. Dezember 2009 um 12:00 Uhr
Ingrid Schmitz & Sameja LombaIn Krefeld lebt die Schriftstellerin Ingrid Schmitz. Dort und in der Region spielen auch viele ihrer Geschichten. Doch für "2 Leben - 1 Tod" entdeckte sie einen neuen Schauplatz: Second Life.

VWI bat die Autorin zum Gespräch und erfuhr einiges über die vielen Persönlichkeiten der Ingrid Schmitz, über den Erfolg virtueller Lesungen, über ihre Pläne für die Zukunft und die Antwort auf die schwierige Frage, wie man einen Avatar sterben lassen kann.

VWI: Geschichten geschrieben hast Du auch schon, bevor Du Second Life entdeckt hast. "2 Leben - 1 Tod" ist auch nicht der erste Fall der Kunsthändlerin Mia Magaloff. Wie kamst Du auf die Idee, einen Krimi zu schreiben, der mehr oder weniger in Second Life spielt?


Schmitz: Genau, 2 Leben - 1 Tod ist der dritter Kriminalfall für Mia Magaloff. Aber nur der letzte spielt im Second Life. Bevor ich beschloss einen Roman über die virtuelle Welt zu schreiben, probierte ich es erst einmal mit Krimikurzgeschichten. Dabei hatte ich mit einer Schwierigkeit zu kämpfen: Avatare können nicht sterben. Also mussten die Geschichten auch im realen Leben spielen. Gerade das Wechselspiel vom Real Life zum Second Life und zurück faszinierte mich, und so entstand recht bald der Wunsch auch einmal meiner Serienfigur Mia Magaloff die virtuelle Welt zu zeigen.


VWI: Mia Magaloff, Mia2 McGinnis, Sameja Lomba - wieviel von Ingrid Schmitz steckt in diesen Figuren?


Schmitz: Sehr viel. Sameja Lomba ist vom Charakter her hundertprozentig Ingrid Schmitz, vom Aussehen, naja, die Gelegenheit musste ich nutzen, mit ein paar Mausklicks, ein paar Pfunde zu verlieren. In Mia Magaloff aka Mia2 McGinnis steckt noch etwas von mir, schließlich habe ich sie aus meinem Erfahrungsschatz heraus erschaffen.


VWI: Du nutzt zur Vermarktung Deiner Bücher sehr gern die Möglichkeiten von Second Life und veranstaltest dort zum Beispiel Lesungen, die gut ankommen. Aber auch im realen Leben lädst Du zu Lesungen ein. Was macht mehr Spaß und wo gibt es mehr Feedback?


Virtuelle TatorteSchmitz: Beides macht sehr viel Spaß. Im Second Life bekomme ich direktes Feedback, wenn während der Lesung schon mal Kommentare in den Chat geschrieben werden, wie: "Gänsehaut" oder "Ach, du Schreck" oder *lautlach*. Im realen Leben macht es mir sehr viel Spaß, weil ich einen multimedialen Event anbiete und eigens dafür eine PowerPoint Präsentation gebe. In der ersten halben Stunde erkläre ich anhand von Bildern, Videosequenzen und kurzen Musikeinspielungen, was Second Life überhaupt ist, und nach einer Pause lese ich aus dem Kriminalroman. Zum Schluss logge ich mich vor meinem Publikum ins SL ein, fliege mit ihnen zu meiner Sim, auf der zeitgleich uns zu Ehren eine Party gefeiert wird und die Gäste uns mit einem lauten "Hallo" und Schildern begrüßen. Das sorgt jedesmal für großes Staunen und rundet die außergewöhnliche Lesung ab. Natürlich entstehen viele Fragen, die ich danach beantworte. Anhand des regen Buchkaufs merke ich, dass ich mit meinem Event Interesse erzeugt habe. Auf meinen Lesungen im SL werden ebenfalls signierte Bücher bestellt, was man übrigens auch außerhalb der Lesungen jederzeit über IM an Sameja Lomba machen kann.


VWI: Mit welchen Projekten bist Du momentan beschäftigt und worauf dürfen die Leser sich freuen?

Schmitz: Im Frühjahr 2010 erscheint meine Krimikurzgeschichte "Sieben Leben" in der Haustier-Anthologie des Leporello Verlag. Im Herbst 2010 bringe ich als Herausgeberin den Kurzgeschichtenband "Muscheln, Mousse & Messer" heraus, für den mir 18 namhafte Krimikollegen einen Kurzkrimi geschrieben haben, der in Frankreich spielt und sich um ein Gericht, eine Spezialität dreht. Das Taschenbuch erscheint im Conte Verlag. 2010 werde ich außerdem die Lebensgeschichte eines Auswanderpärchens aufschreiben. Ob es einen weiteren Mia Magaloff-Roman geben wird, der dann vielleicht auch noch im SL spielt, ist zurzeit noch fraglich. Das hängt von mehreren Dingen ab.


VWI: Welche drei Wünsche würdest Du Dir gern von einer (Pixel-)Fee in Second Life erfüllen lassen?


Schmitz: 1. Dass ich Event Island für ein Jahr oder gerne auch länger gesponsert bekomme - nur für den Fall, dass die Fee mitliest: Ich suche dringend Sponsoren, damit der Sinn des Buchprojektes (Serienfigur ist virtuell real geworden, die Protagonisten und die Orte aus dem Buch können im SL besucht werden) bestehen bleiben kann.

2. Dass Second Life noch lange, lange auf höchstem Niveau erhalten bleibt.

3. Dass mein SL-Roman in mehreren Sprachen übersetzt wird, damit er auch im ausländischen SL Beachtung findet.

Links:

Krimi Schmitz Webseite
Ingrid Schmitz auf Facebook
Krimi Schmitz auf Twitter
Krimi Schmitz Blog
Mia Magaloff Webseite
Mia Magaloff auf Facebook

 

Bitte Einloggen oder Registrieren um Kommentare zu schreiben.

Panorama 

Neue Artikel:
rss-005

Metaversen 

Neue Artikel:
VWI RSS

IT / Tech 

Neue Artikel:
VWI RSS

Second Life 

Neue Artikel:
rss-005

Mitmach-News 

Neue Artikel:
rss-005