Liebe, die Leiden schafft - Ausstellung von Emma Fargis & Co. 
Kunst
Donnerstag, den 04. September 2008 um 18:24 Uhr

08-0904-liebe_ausstellung003Auf einer phantastisch gestalteten Skyplattform befindet sich eine gemeinschaftlich organisierte Ausstellung mit Skulpturen, Bildern und Gedichten zum Thema Liebe und Leidenschaft:

"Liebe, die Leiden schafft"

Die Ausstellungsfläche umfasst drei Etagen, die durch einen Fahrstuhl miteinander verbunden sind. Die Bilder, vorwiegend Acrylgemälde aus dem RL von Emma Fargis, Fotocollagen von Lisa Balczo und Skulpturen, sind in einer bizarren und zugleich romantischen Höhlenlandschaft inszeniert. In Second Life ist das möglich, was im RL für eine Kunstausstellung technisch nicht oder nur sehr aufwändig umsetzbar ist, weiß Emma Fargis. Sie schätzt als RL-Künstlerin die Möglichkeiten, die die virtuelle, dreidimensionale Plattform bietet.

 

08-0904-liebe_ausstellung002Ihre Ausstellungstätigkeit in Second Life hat sie begonnen mit einem einfachen Gebäude auf einer Skyplattform. Nach etwas Inspiration war ihr klar, dass man eine Kunstausstellung in SL sehr viel phantastischer umsetzen kann. Nach Vorbildern von Skulpturen von AuraKyo Insoo, von der auch einige Objekte dort ausgestellt sind, gestaltete sie nun die Ausstellungslandschaft: Feurige Felsen, die etwas Ursprüngliches vermitteln. Höhlen waren dem Urmenschen Behausung und Schutz. Bis heute symbolisieren Höhlen Mystik, Innenschau und eine Form von Geborgenheit zugleich. Die Gedichte von Swiff Piek runden die Ausstellung ab und ergänzen das Thema auf wunderbare Weise.

Die erste Etage der Ausstellungsplattform wird thematisch bestimmt von der "Liebe, die Leiden schafft", ein Stadium, das Emma Fargis als "Problemzone", als kritisches Stadium bezeichnet. Darüber, in den nächsten Etagen, dominiert die gelebte Liebe und Sehnsucht. Auf allen Etagen befinden sich Nischen mit Posebällen, auf die man sich setzen kann - zu zweit, auf eine Bank, an ein gemütliches Lagerfeuer, an die Kante eines Abgrundes der Skyplattform oder auf romantische Posebälle, die auf der oberen Etage versteckt sind.

08-0904-liebe_ausstellung005Als Initialzündung für diese Form von Umsetzung sieht die Künstlerin das besondere Umfeld von Second Life: Es bewirkt, "dass sich die Gefühle steigern", somit hat der Ort "Second Life" etwas, das sich als eine Art Aura bezeichnen lässt. Das Thema "Liebe" hat Emma Fargis bereits unabhängig von SL im wahren Leben behandelt, im Rahmen von Ausstellungen ihrer mit Acryl auf Papier gemalten, meist 50 x 70 cm großen Bilder. Es kamen so viele zusammen, dass sie dann für diese Ausstellung in SL das Fundament bildeten. Hat sie ein Lieblingsbild? Kaum. "Das letzte Bild ist eigentlich immer das Lieblingsbild", meint sie.

Emma Fargis studierte Design zu DDR-Zeiten an der Kunsthochschule Weißensee in Berlin und machte sich 1994 selbstständig. Ihre künstlerische Arbeit im RL beschäftigt sich mit grafischem Textildesign, Wandmalereien an Gebäuden und Installationen. In Second Life sieht sie ein Forum, das aufgrund des internationalen Publikums auf so engem Raum die Möglichkeit bietet, ihre Kunst bekannt zu machen, da sich ja gerade in SL viele Kontakte durch persönliches Ansprechen schnell und einfach knüpfen lassen. Gern würde Emma Fargis diese Ausstellung auch im RL zeigen. Das besondere Flair, das von dieser nur in SL möglichen Form der Inszenierung ausgeht, in das RL zu übertragen, wird nicht leicht werden. Denkbar wäre eine Art Theaterkulisse. So gibt Second Life der künstlerischen Arbeit und dem Ausstellungswesen Anregung für die gleiche Betätigung im RL - oder umgekehrt?

Emma Fargis: "Bilder leben vom Anschauen!" - Also nichts wie hin:

SLurl zur Ausstellung

 

 

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