"Second Life geht es prächtig" - Mark Kingdon im Interview 
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Donnerstag, den 08. Oktober 2009 um 12:33 Uhr
Mark Kingdon - CEO Linden LabOffensichtlich hat der der Firmenchef von Linden Lab seinen Aufenthalt in Europa auch für Pressetermine genutzt. "Second Life geht es prächtig" sagte Mark Kingdon, CEO der Betreiberfirma von Second Life, im Interview mit dem Manager-Magazin, veröffentlicht am 06.10.2009.

Second Life mache wachsenden Gewinn, veröffentliche aber keine Zahlen darüber.
Das Hauptgeschäft bestehe im Verkauf virtuellen Landes und den daraus resultierenden monatlichen Gebühren. Weiterhin zählen zu den Haupteinnahmequellen der Umtausch in die Second Life eigene Währung Linden Dollar und in systeminternen Werbeanzeigen von Unternehmen, die in Second Life Handel betreiben. Die Umsätze des internen Handels gibt Kingdon mit monatlich 50 Millionen Dollar an.

Wie viel des Umsatzes außer Linden Lab den handeltreibenden Nutzern dabei in die realen Kassen gespült wird, ist dem Interview nicht zu entnehmen, darf jedoch anhand anderer kürzlich veröffentlichter Zahlen spekuliert werden.

Mit der realen Firmenpräsenz in Amsterdam will Linden Lab offensichtlich dafür sorgen, dass Europa verstärkt nach der abflauenden, insbesondere in Deutschland negativen, Presse wieder positiv Notiz von Second Life nimmt. Warum die virtuelle Welt gerade in Deutschland mittlerweile so wenig wahr genommen wird, dazu fehlen Kingdon in dem Interview die Antworten.

Bei der Überarbeitung der Webseite in verschiedene Sprachen, unter anderem in deutsch, hat Kingdon seine Vorstellungen geäußert. Man wolle Unternehmen anziehen, die in Second Life Meetings, Konferenzen und Fortbildungen veranstalten können.
Ob das vom CEO Linden Labs darin gesehene Potenzial in Wirklichkeit übergehen wird, erscheint derzeit noch fraglich.
Längst gibt es Angebote anderer virtueller Welten, die mit ihren Geschäftsmodellen direkt auf Unternehmen zugeschnitten sind. Second Life hat für diese Unternehmen eine Bedeutung, weil Second Life im Massengeschäft die optimale Plattform ist, virtuelle Welten und deren Möglichkeiten bekannter zu machen. Den Nutzen werden möglicherweise andere daraus ziehen.


Links:
Interview im Manager-Magazin
Linden Lab ab 2010 mit Büro in Amsterdam
 

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