AjaxLife Viewer stellt den öffentlichen Betrieb ein 
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Dienstag, den 06. Juli 2010 um 12:03 Uhr
AjaxLife Logo Katharine Berry, die Entwicklerin des browserbasierten Second-Life-Viewers AjaxLife und Betreiberin der Website megaprim.sl, hat nach eigenem Bekunden zum 1. Juli 2010 den öffentlichen Betrieb von AjaxLife nach über drei Jahren eingestellt.

Sie werde die Software weder weiterentwickeln noch dafür Support leisten. Linden Lab habe sie darüber informiert, dass der offene Betrieb von AjaxLife als Dienst für Jedermann nicht weiter erwünscht sei. Selbst wenn Linden-Dollar-Transaktionen abgeschaltet würden, ändere das nichts an den Gründen.

In einem Blogpost geht Berry näher auf die Argumentation ein.
Als Gründe für die Entscheidung gäbe Linden Lab an, dass AjaxLife als offener Dienst wiederholt zur Schikanierung und zum Betrug von Bewohnern Second Lifes eingesetzt worden sei. Man verfüge zudem nicht über die nötige Manpower, um die vom AjaxLife-Dienst bereit gestellten IP-Adressen mit den entsprechenden Governance-Werkzeugen programmtechnisch in Second Life zu verknüpfen, was wiederum ein Schlupfloch darstellen würde. Weiterhin würde Second Life allgemein nicht Oauth oder andere, externe Authentifizierungssysteme unterstützen - die Benutzerzahl würde den Aufwand bisher nicht rechtfertigen.

Ein weiterer Grund sei, dass das Benutzerpasswort durch AjaxLife selbst nach Second Life übertragen wird und dies ein Sicherheitsrisiko für Linden Lab und deren Benutzer darstellen, sowie die Verantwortung von Katharine Berry im Schadensfall erhöhen würde.

AjaxLife - Screenshot einer früheren Version Katharine Berry selber kommentiert dies als begründete, aber unglückliche Entscheidung von Seiten Linden Labs. Sie habe keine Ahnung, schreibt sie, wieviele Personen tatsächlich AjaxLife genutzt hätten, aber es seien unter 600 pro Tag und maximal 50-60 gleichzeitig gewesen.

Wenn man sich fragen würde, warum das nicht schon früher passiert sei: AjaxLife war ursprünglich so programmiert gewesen, dass die IP-Adresse wegen schlechter Stabilität und häufigen Serverwechsel häufiger wechselte. Durch die Änderungen, die AjaxLife stabilisierten, bekam es eine feste IP-Adresse und führte schließlich zu dem jetzigen Ergebnis.

AjaxLife selber sei bisher nicht vom Grid gebannt; aber bevor Linden Lab sich zu diesem Schritt durchringt, stellt Katharine Berry lieber den Betrieb des offenen Servers sowie die Weiterentwicklung und den Support ein. Es ist damit weiterhin jedem möglich, damit einen eigenen Server zu betreiben - er sollte nach Berry nur besser nicht öffentlich zugänglich sein.

AjaxLife ist weiterhin zum Download verfügbar. Katherine Berry gab VWI im März diesen Jahres ein Interview.
 

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