Back to Basics - Das Second Life Meeting mit Philip Rosedale 
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Samstag, den 31. Juli 2010 um 03:35 Uhr
Philip Linden aka Phil Rosedale - Avatar Nachdem Ende Juni 2010 Philip Rosedale aka Philip Linden seine Rückkehr als CEO bei Linden Lab bekannt gab und auch Finanzchef Bob Komin (BK Linden) zurück kehrte, fand am 30. Juli 2010 das versprochene erste inworld Meeting mit beiden statt.

Rund 50 Gäste wurden ausgelost, weitere etwa 1500 interessierte Second Life-Bewohner nutzten die Gelegenheit, die Veranstaltung im Internet via treet.tv zu verfolgen.

Eine Zusammenfassung der Präsentation und Rede, sowie das komplette Video des gestrigen Abends findet Ihr hier.
Das Hauptmantra von Linden Lab ist nun "Fast, Easy and Fun".


Ausgangspunkt der Rede Philip Rosedales war, dass virtuelle Welten nicht mehr wegzudenken sind und zunehmend an Einfluss gewinnen werden. Mit seiner Rückkehr möchte Rosedale dafür Sorge tragen, dass Second Life weiter wächst.
Mit der verbesserten Nutzeroberfläche wolle man Interessierte stärker animieren, sich in Second Life anzumelden. Den Einstieg zu erleichtern und Interessantes vorzufinden, kann laut Rosedale dazu verhelfen, dass neue Nutzer bleiben. Sie alleine durch Help Island zu lotsen sei zu wenig.
Auch betont Philip Linden, dass Second Life im Wesentlichen kein Soziales Netzwerk ist.

Wie schon immer, führte er aus, werde man sich weiter darauf konzentrieren, Abstürze zu verringern und Verzögerungen (Lag) zu vermeiden. Mit der neuen Viewergeneration seien Programmabstürze bereits erheblich verringert worden.
In dem Zusammenhang gibt Philip Rosedale zu, dass der Viewer 2.x Probleme für bereits aktive Nutzer mit sich bringt - insofern sei die Entwicklung noch unzureichend. Die Weiterentwicklung bleibt Hauptaugenmerk, um den Viewer für alle Bewohner attraktiv zu gestalten.
Des Weiteren werden die Release-Zyklen des Viewers, die im Folgenden mit neuen Serverupgrades einhergehen sollen, erheblich verkürzt. Man verspreche sich damit ein besseres Handling für und ein noch direkteres Feedback von den Nutzern. Dies führe auch zu einer offeneren Produktion des Quellcodes.

Bei der Bekämpfung von Verzögerungen beim inworld Aufbau von Texturen usw. soll in der nächsten Woche ein neuer Download-Prozess der Texturen vorgenommen werden - unter Nutzung von HTTP. Verbessert werden soll außerdem die Möglichkeit, mit skriptbasierten Objekten Simulatorengrenzen zu überwinden (z.B. Fahrzeuge).

Als ein weiterer Punkt  steht die Wirtschaft von Second Life im Augenmerk, so führt Rosedale aus. Die bisher gerne als Erfolgsgradmesser veröffentlichten Werte der User-to-User-Transaktionen lieferten tatsächlich nur eine Ahnung davon, was die Menschen in Second Life tun. Rückschlüsse auf Veränderungen gäben sie zwar, es müsse jedoch besser gelingen Effektivität zu messen. Geld sei nicht der einzige Maßstab für den Erfolg einer Änderung, sondern vor allem auch die Details, die einen schlechten Einfluss auf die virtuelle Ökonomie haben.

Derzeit sind noch 250 Mitarbeiter bei Linden Lab beschäftigt, circa 30% wurden Meldungen zufolge im Juni 2010 entlassen. In Zukunft solle die Kommunikation über neue Features eher durch die einzelnen Spezialisten selbst erfolgen - bisher geschah dies von oben. Das sei ein Fehler gewesen.

Auf die Fragen der Teilnehmer eingehend betont Philip Rosedale, dass zum jetzigen Zeitpunkt nicht an eine Browserlösung oder an Entwicklungen für mobile Plattformen gedacht wird. Das könne warten, wird aber sicherlich in den nächsten Jahren nachkommen.

In der Fragerunde teilte Philip Rosedale außerdem mit, dass derzeit nicht nach einem Nachfolger für ihn als Interims-CEO gesucht wird. Er ist zwar wieder Vollzeit bei Linden Lab, bleibe jedoch trotzdem nur der Interims-CEO als Nachfolger Mark Kingdons. Das bestätigt den Eindruck, dass sich Philip Rosedale weiter um die Kursänderungen kümmern wird.

Phil versuche stets alle Feedbacks zu lesen, Blog-Kommentare als auch E-Mails, und ist von der Qualität der Inhalte häufig beeindruckt. Seinen Lieblings-Blog verrät er indes nicht.
Dafür verriet Philip Rosedale jedoch noch, dass er das Aussehen seines Avatars Philip Linden verändern wolle - weg vom Aussehen eines Basisavatars. Vielleicht unterstreicht diese Symbolik ja auch die Ernsthaftigkeit des Bemühens eines Philip Rosedales, Second Life wieder neue Kraft zu geben.
 

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