Weltbildproduktion "White-Spot" kommt nach einem Jahr auf die Leinwand 
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Mittwoch, den 23. Juli 2008 um 14:52 Uhr
weltbild2Videoclips über und in Second Life gibt es schon hunderte.
 
Doch Kurzfilme, die in der Virtualität eine Geschichte erzählen und von erfahrenen Regisseuren in Szene gesetzt wurden, gibt es nur wenige. Einer davon ist der Streifen White-Spot. Das Besondere - Ideen und Schauspieler kommen aus dem Grid.
 
Die Produzenten gewährten Virtual World Info einen exklusiven Blick hinter die Kulissen.
 
Vor knapp einem Jahr hat das europaweit agierende Verlagshaus Weltbild mit seinem Projekt in Second Life begonnen. Es wurde eine Insel gebaut und ein Drehbuchwettbewerb gestartet. Dem Sieger winkten 500.000 Linden-Dollar und die Möglichkeit, die Idee auch zu verfilmen.
 
Im November 2007 stand der Sieger fest, Thommas Miles alias Thomas Klein (36) aus Graz. Um das Projekt zu realisieren, begann im gleichen Monat das Schauspielercasting in Second Life.
 
Hauptdarsteller gesucht
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Gesucht wurden die drei Hauptdarsteller von "White Spot", die eine Gage von insgesamt 500.000 Linden Dollar für ihre Rolle gewinnen konnten. Knapp 50 Bewerber meldeten und die besten 18 (6 pro Rolle) kamen ins Finale. In ihrer ersten Prüfung musste sie ihre Geschicklichkeit beim Bewegen des Avatars unter Beweis stellen. Eine Strecke war mit Kontrollpunkte abgesteckt, die durch ein Klicken auf einen Buzzer aktiviert werden konnten. Wer gegen die Wand flog, war raus. Dann wurde die Spontanität und Sprachgewandtheit mit einem Wortspiel getestet. Person X musste seinen Satz mit dem Buchstaben beginnen, mit dem der Satz seines Vorgängers endete. Schlussendlich präsentierten sich die Kandidaten in ihren Kostümen. Schließlich setzten sich Trigit Amat als Patrick Roberts, Uty Pfeffer als Shamanin und Tama Ataru als der Fremde durch.

Die Story 
Die Geschichte des siebenminütigen Films ist schnell erzählt. Eine Gruppe hat sich in Second Life von der Zivilisation zurückgezogen. Konsum spielt keine Rolle mehr. Auch aufs Teleportieren und Fliegen verzichten die Aussteiger bewusst. Sie liegen den ganzen Tag in der Sonne und genießen ihr Leben. Eines Tages verwandelt sich das Feuer in eine blaue Flamme, den White Spot. Patrick Roberts traut der Erscheinung nicht und er wird Recht behalten, bis der seltsame Fremde auftaucht...

Die Dreharbeiten
Im Januar begannen die Dreharbeiten auf einem eigens angelegten Sim unter der Regie von Jonathan Hoobinoo alias Svend Stein-Angel. Der 37-Jährige studierte Fotografie an der Folkwangschule in Essen und Freie Kunst an der Kunstakademie Düsseldorf und besuchte seit 1994 die Regieklasse der Hochschule für Fernsehen und Film München. "Der Durchbruch" war sein Abschlussfilm. Der sonst im Kurzfilm- und Werbefilmbereich beheimatete Regisseur genoss die Herausforderung, einen Film in Second Life zu drehen. „Die Arbeit ist mit dem am echten Filmset vergleichbar. Allerdings gibt es mehr Möglichkeiten. Für Kamerafahrten wie in Second Life wären sonst sehr aufwendige und teure Konstruktionen nötig“, erzählte der Regisseur. Ein Drehtag dauerte zum Teil einige Stunden. Vor Pannen war auch White-Spot nicht gefeiht. Das lag jedoch natürgemäß an der Second Life Engine selbst. Das hat den Darstellern den Spaß jedoch nicht verdorben. Auch Weltbild hatte an der Produktion viel Freude. Für den Verlag war das Projekt ein großer Gewinn und findet mit dem Präsentation des Kurzfilms in den nächsten Wochen einen gelungenen Abschluss. Von Marissa Bergbahn alias Markus Bokowsky wurde der Film produziert. Er ist vom Ergebnis begeistert und verspricht den Zuschauern ein kleines Meisterwerk, das derzeit seinesgleichen sucht. Wir dürfen gespannt sein.
 
Veröffentlicht wird der Spot am 9. August, wir bleiben dran... 
 
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