IBM startet virtuellen Musikwettbewerb für WM 2010 in Südafrika 
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Montag, den 11. August 2008 um 02:00 Uhr
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Im Vorfeld der Fußballweltmeisterschaft in Südafrika 2010 veranstaltet die IBM für Musiker einen Online-Musik-Jam im Internet. Das “Songs of Good Hope” genannte Projekt findet sowohl in der dreidimensionalen Internetwelt “Second Life” als auch in der 2D-Internetwelt statt. Seit März diesen Jahres läuft die erste Phase des Wettbewerbes, bei der Künstler aus aller Welt 17 Songs für den "Guten Willen" kreieren wollen.
 
Es ist ein Experiment mit unterschiedlichen Aspekten: Einsatz modernster IT-Technologie, Globalisierung und globale Verantwortung, weltweite Zusammenarbeit von Musikern sowie IT-Weiterbildung. Neben den kulturellen und technologischen Aspekten spielt auch das soziale Engagement eine wichtige Rolle bei “Songs of Good Hope”: Die Erlöse kommen Township-Projekten der IBM Südafrika zugute.
 
“Mit diesem Projekt demonstriert die IBM die immensen Möglichkeiten, die in der modernen Collaboration Technologie stecken, auch jenseits der Arbeits- und Geschäftswelt: Wir schlagen mit “Songs of Good Hope” eine Brücke zwischen Globalisierung und globaler Verantwortung, indem wir Menschen rund um den Globus für eine spannende, unterhaltsame und vor allem gute Sache zusammenbringen”, erklärt Martin Jetter, Vorsitzender der Geschäftsführung der IBM Deutschland GmbH, der gemeinsam mit VfB-Präsident Erwin Staudt die Schirmherrschaft für dieses Projekt übernommen hat.

Weltmusik in SL und im Web produzieren
Ziel der Online-Jam-Session ist es, innerhalb eines Jahres die 17 “Songs Of Good Hope” zu vertonen, dafür die besten Musiker weltweit zu finden und dabei “Weltmusik” im wahrsten Sinne des Wortes zu produzieren. Die Besucher können sowohl auf der Second Life Insel “Sawubona” (Zulu für “Hallo”) als auch auf der 2D-Internet Plattform www.sawubona2010.de Musikstücke oder einzelne Tonspuren hoch- und runterladen, diese miteinander kombinieren oder mit verschiedenen Rhythmen unterlegen. Dabei teilen sich die miteinander vernetzten 3D- und 2D-Welten die Arbeit als “virtuelle Studios”.
 
Die 2D-Welt dient als professionelle Arbeitsplattform während die 3D-Welt primär Möglichkeiten zur Interaktion und Kommunikation bietet: So können sich dort beispielsweise die Avatare von Musikern zu Projektmeetings treffen und ihre Ideen diskutieren, Songs anhören, bewerten und verändern. Als technische Plattform für die musikalische Interaktion und deren Bewertung dient ein spezieller Großrechner der IBM System z-Familie, ein so genannter “Gameframe”, der für anspruchsvolle Anwendungen im Online-Umfeld entwickelt wurde. Das gesamte Projekt wird unterstützt durch das Competence Center “Web 2.0 Virtuelle Welten” des deutschen IBM Entwicklungszentrums in Böblingen bei Stuttgart und der Stuttgarter Webagentur T4 Media.

Nach Abschluss des Musik-Jams im Frühjahr 2009 sollen die besten Songs auf einer CD veröffentlicht und eine “Global Band” bis zur Fußballweltmeisterschaft 2010 in Südafrika auf Konzerttournee geschickt werden. “Das ist eine tolle Sache für Südafrika, für Musiker und für den Fußball”, beurteilt VfB-Präsident Erwin Staudt das Projekt.

Die Second Life Insel Sawubona
08-0808-sawubona2 Um der internationalen Gemeinde von Musikern und Fans in Second Life ein attraktives Forum für ihre Aktivitäten zur Verfügung zu stellen, hat die IBM auf der virtuellen Insel Sawubona ein komplettes Dorf inklusive Tonstudio, Open-Air Bühne und einer so genannten “Chill`n Talk Area” als Treffpunkt zum Kennenlernen errichtet. Das Hauptgebäude in der savannenartigen Landschaft der Insel beherbergt ein Informationszentrum, in dessen Eingangshalle die Besucher mehr über die Hintergründe und die Geschichte von “Songs of Good Hope” erfahren können.
 
Grundidee enstand 1994
Das Projekt begann bereits 1994, nach den ersten freien Wahlen in Südafrika. Damals reiste ein Redakteur des IBM Magazins “Think” ans Kap, um über die IBM Südafrika und deren soziale Projekte zu berichten. IBM verließ zwischen 1987 und 1994 aus Protest gegen das Apartheitsregime das Land, übergab das Unternehmen einer Treuhandgesellschaft und kehrte 1994 zurück. Die Texte der 17 “Songs Of Good Hope” sind Reiseerlebnisse aus den Jahren 1994, 1995 und 1998. Die Songs erzählen von Begegnungen mit den “Helden des Alltags”, sie erzählen von Menschen aus Soweto, aus dem Guguleta Township bei Kapstadt, von Township-Kneipen (Shebeens), vom Krüger Nationalpark, von Landschaften, aber auch von den Narben, die die Apartheid hinterließ.

Begibt sich der Besucher auf Sawubona aus der Lobby in die oberen Etagen des “Expo-Centers”, kann er sich dort über die Partner-Unternehmen wie die Deutsche Telekom oder Volkswagen informieren, die ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern weltweit anbieten werden, bei diesem Projekt mitzumachen. Weitere Partner des Projekts sind: Universal Music Classics Jazz, die Webagentur T4Media, Stuttgart, die Internet Musik-Plattform Justaloud.com, Hochschule der Medien und Dozenten der Musikhochschule Stuttgart, die Popakademie Mannheim, Tonstudio Bauer, Ludwigsburg sowie das Südafrikanische Konsulat. Zusätzliche Partner (Musikhochschulen und IT Hochschulen) werden derzeit in Südafrika gesucht.

Die fünf Projektphasen
Das Projekt ist in fünf zeitliche Abschnitte unterteilt und startet mit der Phase “Unplugged”, die von März bis August 2008 läuft. In dieser Zeit liegt der Schwerpunkt auf dem Komponieren neuer Songs “ hier werden musikalische Ideen zu den 17 Lyrics der “Songs Of Good Hope” gesucht. In der zweiten Phase “Plug-in” (August “ Dezember 2008) geht es darum, die besten “unplugged” Songs mit weiteren Instrumenten und Gesangsstimmen anzureichern. In der Phase “Vote” (Dezember 2008 “ Januar 2009) können alle Beteiligten (Musiker, Publikum und eine Jury von Musikexperten) ihr Votum für die besten Songs abgeben. Die besten Musiker treffen sich in der “Session” genannten Phase 4 (Februar 2009 bis April 2009) zur CD-Produktion in einem Studio in Deutschland oder Südafrika. Das Projekt schließt mit einer Konzerttour der “Global Band” in der fünften Phase “On The Road”. Diese beginnt etwa Mitte 2009 und endet zum Start der Fußballweltmeisterschaft 2010 in Südafrika.

Unterstützung sozialer Projekte der IBM Südafrika
Sollte dieses außergewöhnliche Experiment auch von wirtschaftlichem Erfolg gekrönt sein, kommen die Erlöse aus CD-Verkauf und Toureinnahmen der Band verschiedenen NGOs (Non Governmental Organisations) und sozialen Projekten der IBM Südafrika zu Gute. Dazu zählt beispielsweise das im Juni 2007 gestartete Bildungsprojekt “Ithuba Lethu”, bei dem qualifizierte IBM Mitarbeiter sich freiwillig bereit erklärt haben, Schülern von benachteiligten Schulen jeweils am Samstagmorgen Unterricht in Fächern wie Mathematik oder Technik zu geben.
 
Gemeinsam mit dem Internationalen Katholischen Missionswerk missio unterstützt IBM das Projekt für Straßenkinder und gefährdete Jugendliche in einem Armenviertel von Kapstadt. Spenden und Gewinne aus „Songs Of Good Hope“ sollen in die Initiative „Youth Unlimited“ („Jugend ohne Grenzen“) fließen, damit Mädchen und Jungen die Chance auf ein Leben ohne Armut, Gewalt und Drogen bekommen. „Um diese Kinder und Jugendlichen von der Straße zu holen, ist Fußball ein wichtiges Element dieses katholischen Projektes“, erklärte missio-Präsident Pater Eric Englert. „Hier können sie sich sinnvoll auspowern, lernen Teamgeist und fairen Umgang miteinander. Dies ist oft der erste Schritt in eine hoffnungsvollere Zukunft“.
 
Weblink zum Projekt:
sawubona-musicjam.com

SLurl link (Landmark):

Sawubona/213/34/35
 
 
 

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