German Writers zu vergeben 
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Sonntag, den 28. September 2008 um 18:03 Uhr
08-0928_gwriters_01Die Gruppenmitglieder der German Writers überraschte letzte Woche die bedauerliche Nachricht „Du wirst aus der Gruppe German Writers gelöscht“. Nicht wenige der Autoren und Journalisten nahmen diesen Rausschmiss zunächst persönlich und durchleuchteten ihr Wirken nach einem Grund für ihren Ausschluss. Einige Tage verstrichen und so richtig fündig wurde keiner. Bis sich dann herumgesprochen hatte, dass alle Gruppenmitglieder diese Nachricht bekommen hatten; diese somit nicht persönlich zu nehmen war. Im Kollektiv fragte man sich nun natürlich, was denn da los sei. Man schmiss einige Linden Dollar zusammen und engagierte den virtuellen Detektiv Deti Weisswas, um das Rätsel aufzuklären.
 
Deti Weisswas kam jedoch schon wenige Stunden später zurück. Schweiß stand ihm auf der Stirn. Er sei in ganz Baden-Württemberg herumgerast, um irgendwelche Spuren aufzutreiben. Leider habe er auch im verborgensten Winkel keinen noch so kleinen Hinweis finden können. Auch mit den wenigen Avataren, die er dort traf, hatte er geredet, aber keiner konnte ihm etwas sagen. „JoergPaul Rodenberger ist aus seinem Second Life definitv verschwunden“, teilte er zum Gründer dieser Gruppe mit. „Da müsst ihr mal im Reall Life nach forschen, was los ist“, riet er und zückte gleich darauf seinen Rechnungsblock. Für Deti Weisswas war der Fall German Writers abgeschlossen.
 
Kein leichter Abschied
 
Die ehemaligen Mitglieder der Gruppe um JoergPaul Rodenberger aka Jörg Reichertz herum gaben jedoch nicht so schnell auf. Schließlich hatte er sie seit über eineinhalb Jahren ständig mit neuen Informationen versorgt. Von den German Writers hagelte es Notecards, in denen JoergPaul alles rund ums Schreiben durchs Grid schickte. Er machte auf Jobs aufmerksam, auf Lesungen, Treffen oder auf neue Literaturgruppen. Unermüdlich sammelte er Infos zum virtuellen und realen  Literatur- und Schreibbetrieb. Da ist es natürlich klar, das etwas fehlt, wenn JoergPaul seine Arbeit einstellt.
Auf der Homepage der German Writers, die eigentlich Jörg Reichertz persönliche Site ist, fand man unter dem Menüpunkt „Second Life“ keinerlei Information dazu. Also blieb nur noch ein Anschreiben, um den Gruppenmord aufzuklären. Jörg Reichertz antwortete darauf auch prompt. Seine beruflichen und familiären Pflichten würden ihm derzeit keinen Raum für sein weiteres virtuelles Engagement lassen. Sowohl als Journalist, als auch als Buchautor habe er eine Menge zu tun. Aktuell schreibe er zum Beispiel an zwei neuen Büchern. Schweren Herzens habe er darum die Gruppe gelöscht.

Neugründung kontra Beerdigung

08-0928_gwriters_03 Darauf reagierten die Ex-Gruppenmitglieder mit Betroffenheit. Es war also wirklich wahr, die German Writers gehören damit zur SL-Historie. Insgesamt hätte man sich den Abschied ein wenig zeremonieller gewünscht. Einige dachten an eine verspätete Beerdigungsfeier auf dem Friedhof von Apfelland. Jörg Reichertz hingegen schlug vor, die Gruppe einfach wieder neu zu gründen und eben nicht zu Grabe zu tragen. Man könne ja seine intensive Arbeit fortsetzen, so sein Vorschlag.
Bisher hat sich dafür allerdings noch niemand gefunden, die German Writers bleiben also disponibel. Natürlich ist mit der Wiederbelebung eine Menge Arbeit verbunden und es will wohl überlegt sein, wer sich diese in Zukunft aufhalst. Bei Jörg Reichertz möchten sich die Ex-Mitglieder jedenfalls noch herzlich für sein Engagement bedanken und ihm alles Gute für seine realen Projekte wünschen. Selbstverständlich wäre die Freude groß, ihn von Zeit zu Zeit einmal wieder virtuell zu treffen. Versäumen will man darum auch auf keinen Fall, ihn über wichtige Ereignisse am Gridliteraturhimmel zu informieren. Und vielleicht findet sich ja auch wirklich noch eine Nachfolge.
 
 

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