Keine Chance für Neos 
News
Donnerstag, den 02. Oktober 2008 um 14:30 Uhr
08-1002_griefer_01Heute um kurz vor Mittag schrillten die Alarmglocken bei Linden Lab.
Die Mitarbeiter schreckten aus ihrem routinierten Programmiergetippe auf und verfielen sofort
in akute Hektik. Auf Help Island Public fand ein klassischer Fall von Griefing statt. So nennt man Störfälle, wo der friedliche Betrieb einer Sim von unerlaubten Scripts bombardiert wird, die einen unerwünschten Effekt für die anderen dort anwesenden Residents nach sich ziehen.
 
Soweit die theoretische Definition. In der Praxis hat sich das heute Vormittag folgendermaßen gestaltet.
 
Schrott aus dem Sandkasten
 
Help Island Public ist eine von Linden Lab betriebene Insel, auf der man - wie der Name ja schon sagt - Hilfe findet. Unter anderem gibt es dort auch öffentliche Sandkästen, die sich dadurch auszeichnen, dass man Objekte reezen, also auspacken, kann.
Außerdem kann man darin natürlich auch Bauen und Scripten, wenn man dafür keinen eigenen Ort hat. So ist das gedacht.

08-1002_griefer_02Natürlich existieren auch im virtuellen Leben schwarze Schafe, wobei wir am Ende des Artikels sehen können, dass es diesbezüglich doch einen Unterschied zum Reallife gibt.
Ein  solch schwarzes Schaf fand sich heute um 2.20 AM SLT auf Help Island ein und benutzteden gut gemeinten Sandkasten für sein böses Spiel. Von dort aus schickte er im Sekundenabstand ein Script mit einem unliebsamen Gruß in den lokalen Chat, das dann kurz darauf jeweils ein Männlein im grauen Anzug in den Gridhimmel schickte, das jedoch glücklicherweise keinerlei Ähnlichkeit mit dem Begrüßten hatte. Die zahllosen Figuren schwebten dann wie Luftballons über die Köpfe der Residents hinweg. Man sah die Residents vor lauter Männleins nicht mehr und der lokale Chat war lahmgelegt. Eine ärgerliche Situation.
 
Sofort exekutiert
 
08-1002_griefer_03Sieben Minuten lang ging dies so. Der Second Life Mentor TheTell Merlin war Hände ringend damit beschäftigt, diesem neonazistischen Griefer Einhalt zu gebieten. Dabei unterstützte ihn seine Kollegin Rowena Oh tatkräftig. Um 2.27 AM SLT wurde der Störenfried zunächst aus dem Chat- und Scriptprotokoll entfernt, und dann aus Second Life raus geschmissen. Um 2:35 meldet TheTell Merlin im Chat:
"yeah the perp is no longer here, gone forever".
 
Der Griefer wurde also quasi virtuell exekutiert und das im Schnellverfahren, hatte er doch gerade mal 15 Minuten Zeit für sein Wirken, dann wurde er aus der Community ausgeschlossen. Andererseits gibt es bestimmt diverse Schleich- und Nebenwege, um doch wieder an einen Avatar zu kommen. Nur lästig wird das auf die Dauer dann schon.
 
 

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