Das Erzbistum Freiburg in Second Life 
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Mittwoch, den 07. Januar 2009 um 12:00 Uhr

09-0106_erzbistum_freiburg_001Als erstes katholisches Bistum weltweit lotet das Erzbistum Freiburg Chancen und Grenzen kirchlichen Engagements in computergenerierten, dreidimensionalen Welten aus. So auch in Second Life. Entwickelt wurde das Angebot von Internetreferent Benedetto Burger. Das virtuelle Erzbistum bietet unter anderem verschiedene Dienste an. Dreimal die Woche befindet sich eine Person aus dem Team der St. Georgs Kirche auf dem nachgebauten Land, die für Informationen und Fragen bereit steht. Ebenfalls werden Online-Gebetszeiten durchgeführt und man findet zudem Informationen zum Thema Glaube und Theologie.

Noch ist es eine kleine Gemeinde, für die es zwar noch keine sonntäglichen Gebetszeiten gibt, aber ein Gebetsangebot. Jeden Mittwoch und Sonntagabend beten eine Handvoll User das Nachtgebet der Kirche - die Komplet. VWI hatte die Möglichkeit, den Chef des Ganzen, Benedetto Burger, für ein Interview zu gewinnen.

VWI: Wie bist du auf die Idee gekommen, in Second Life eine Kirche zu bauen?

Burger:
Die Kirche haben wir im Rahmen des Projektes "Kirche in virtuellen Welten" der Erzdiözese Freiburg gebaut. Wir wollen in diesem Projekt in und mit virtuellen 3D-Welten Erfahrungen sammeln, um Chancen und Grenzen eines kirchlichen Engagements auszuloten. Ausführliche Infos zum Projekt und zu unseren Zielen gibt es auf unserer Webseite. Von Anfang an war klar, dass wir in Second Life für unsere Aktivitäten eine eigene Parzelle brauchen. Dass wir darauf eine Kirche bauen, lag dann auch nahe. Erst wollten wir daneben noch ein Gemeindezentrum errichten, aber wir haben uns jetzt für ein Open-Air-Forum entschieden. In der Kirche und im Forum finden unsere Veranstaltungen statt.

VWI: Wie ich mitbekommen habe, werden in der Kirche selbst auch Gebetszeiten durchgeführt. Wie bereitest du dich darauf vor und vor allem wie führst du sie durch?

Burger: Wir beten regelmäßig (2x die Woche) die so genannte "Komplet", das kirchliche Nachtgebet. Es ist ein Teil des Stundengebetes der Kirche, das zu verschiedenen Tageszeiten gebetet wird. Die Texte sind vorgegeben, so dass es keine besondere Vorbereitung braucht. Die Komplet beten wir per voice chat. Außerdem beten wir noch einmal im Monat das "Gebet der Hoffnung", ein freies Gebet, bei dem jeder und jede eigene Gebetsanliegen per Text-Chat einbringen kann.

VWI: Was willst du mit der Kirche St. Georg und dem Erzbistum noch erreichen?

Burger: Wir wollen vor allem schauen, ob sich so etwas wie eine "virtuelle Gemeinde", eine Community um die Kirche St. Georg bildet. Bis jetzt sind unsere Erfahrungen ermutigend, aber wir müssen abwarten, wie sich das Projekt entwickelt. Wir werden zum Beispiel ein Real-Life-Treffen organisieren (bei der echten Kirche St. Georg auf der Bodenseeinsel Reichenau).

VWI: Was wird denn noch in eurer Kirche angeboten?

Burger: Außer den Gebetszeiten gibt es Veranstaltungen: zwei Mal im Monat einen Bibelkreis und unregelmäßig die "Dienstagsforen" - thematische Abende (Diskussionen und Austausch). Drei Mal die Woche ist abends sicher jemand vom Team online und steht als Gesprächspartner zur Verfügung. Noch im Ausbau sind unsere Infoangebote (Notecards, Videos etc.)

Es gibt bestimmt den ein oder anderen Leser, der daran interessiert ist, einmal am Nachtgebet teilzunehmen. Gäste sind immer herzlich willkommen, also schaut einfach mal vorbei oder schreibt Benedetto Burger persönlich eine Nachricht.

Weiterführende Links: 

Homepage der Kirche

SLurl - Erzbistum in Second Life

 

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