SIETAR - Intercultural Learning Space in Second Life 
Bildung
Montag, den 21. Juli 2008 um 15:35 Uhr
08-0721-sietar_001Am 18. Juli 2008 öffnete der Intercultural Learning Space mit vielen Quiz-Spielen in Second Life seine Pforten. Die Veranstaltung ist der virtuelle Auftakt zum Weltkongress der Gesellschaft für interkulturelle Bildung und Forschung (SIETAR).

Der eigentliche Kongress wird vom 22. bis 26. Oktober 2008 in Granada, Spanien, stattfinden, wo sich etwa 1000 Teilnehmer aus über 50 Ländern begegnen werden, um die zentrale Frage zu diskutieren: "Wie wirkt sich die Globalisierung auf die Kulturen aus und wie beeinflussen die Kulturen die Globalisierung?" 

Besucher des SIETAR Interkulturellen Lernzentrums auf Bluepill Island können sich zum Einen mit dem Thema des Kongresses auseinandersetzen und zum Anderen ihr Wissen über fremde Kulturen testen und lernen, wie sie die Herausforderung meistern können, mit Menschen, die aus Kulturen stammen, die anders sind als die eigene, an Orten zusammen zu leben und zu arbeiten, die sich durch ihre multikulturelle Natur noch mehr vom eigenen, gewohnten Umfeld unterscheiden. Wer an den Quiz-Spielen teilnimmt, hat die Chance, einen Teilnehmerplatz auf dem realen Kongress im Oktober zu gewinnen.

sietar_002Gibt es eine Kultur im virtuellen Raum? Muss der Bewohner einer virtuellen Welt auch in kultureller Hinsicht gebildet sein? Glaubt man den Entwicklern dieses Projektes, ist die Antwort auf beide Fragen ein klares "Ja". Frank Gaugel, Geschäftsführer der bluepillGROUP.com, einer Firma, die Unternehmen berät und ihnen hilft, virtuelle 3D-Welten zu verstehen und für sich nutzbar zu machen, ist sich sicher: "Wo immer Menschen sich gruppieren und miteinander interagieren, bildet sich Kultur." Dr. George Simons von diversophy.com, einem virtuellen Beratungs- und Weiterbildungsnetzwerk, das bekannt ist für seine kulturellen Lernspiele, sagt: "Unsere Avatare im Cyberspace sehen vielleicht nicht so wie wir im alltäglichen Leben aus, aber mit Sicherheit sind sie das Produkt unserer kulturellen Werte und Vorstellungskraft."

08-0721-sietar_003Das Projekt ist hochinteressant und die futuristische Sim ist sehr schön gestaltet. Die einzelnen Stationen befinden sich in riesigen Sphären, von denen jede anders gestaltet ist. Selbst ohne den Gewinnanreiz macht es Spaß, die Spiele auszuprobieren und zu sehen, wieviel man tatsächlich über andere Länder und Kulturen weiß. Nur einen Haken hat die Sache: Man sollte englisch oder spanisch sprechen können, denn alle Informationen und die Spiele werden nur in diesen Sprachen angeboten.

Auf dem virtuellen Gelände der SIETAR gibt es außerdem Porträts aus der Ausstellung "Face of Tomorrow" von dem Fotografen Mike Mike zu sehen. Die Bilder zeigen auf eindringliche, künstlerische Art, wie die Globalisierung die menschliche Identität beeinflussen kann. Interessant zu sehen, wie das Gesicht eines Bewohners von London, Neu Delhi, Rio, Berlin oder Peking in der Zukunft aussehen könnte! Der Wandel hat begonnen!

Links: 

Teleport

Videotour

Offizielle Homepage der SIETAR

 

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