Die Uni Hamburg erobert das Second Life 
Bildung
Donnerstag, den 31. Juli 2008 um 12:06 Uhr
08-0731-unihamburg1Nach der Volkshochschule Goslar sowie verschiedenen Projekten der Universitäten Bielefeld, Darmstadt und Frankfurt in Second Life, hat sich sich die Uni Hamburg als eine der ersten Universitäten eine Präsenz in SL geschaffen. Schneller war nur die Rheinische Fachhochschule Köln, die sich seit 1,5 Jahren in der virtuellen Welt engagiert. Vor einigen Wochen wurde der Hamburger Campus eröffnet und war seitdem Stätte der verschiedensten Veranstaltungen für Studenten aber auch junge Filmemacher.
 
„Mit der neuen 3D-Präsenz bieten wir rund 38.000 Studierenden und 7.000 Mitarbeitern eine Plattform zur Erforschung der medialen Entwicklung, der didaktischen Potenziale und zur Verbesserung der Lehre. Die Eröffnung der Insel ‚University of Hamburg’ ist eine Einladung, sich hier mit Projekten einzubringen“, sagt Dr. Torsten Reiners (Institut für Wirtschaftsinformatik). Im Hauptgebäude werden in den nächsten Monaten zahlreiche Aktivitäten des regulären Universitäts-Betriebes ihren Platz finden in bislang ungesehener, realitätsnaher 3D-Darstellung. Besucher können in Gestalt digitaler Stellvertreter, der sogenannten Avatare, Vorlesungen besuchen, Diplomarbeiten buchstäblich erfahren und begehen oder sich mit studentischen Organisationen treffen.
 
08-0731-unihamburg2Die Zukunft fängt in der Sandbox an. Hier stellt die Universität kostenlos für alle Besucher einen Platz bereit, auf dem gebaut, programmiert und experimentiert werden kann. Das virtuelle Kooperationsbüro von Dr. Reiners unterstützt bestehende Projekte und hilft, neue zu konzipieren. Diesem Ziel dient auch der interaktive Projektfinder, eine Hamburger Innovation in der virtuellen Welt. Als futuristische Darstellung der Universität mit ihren sechs Fakultäten in 170 Gebäuden ist er gegenüber vom Hauptgebäude installiert. Im realen Leben wäre er gut 25 x 25 Meter groß; er soll Dozenten und Studierende über die Grenzen von Fakultäten und Instituten hinweg zusammen bringen und helfen, neue Ideen von internationaler Relevanz zu generieren.
 
Im Laufe des Sommersemesters sollen viele Projekte initiiert und organisiert werden; die ersten sind sogar schon ins Curriculum eingeflossen. Denn auf der Nachbarinsel „Campus Hamburg“ sind Reiners und Hebbel-Seeger seit einem halben Jahr mit Projekten aktiv, die bereits internationale Aufmerksamkeit hervorrufen. Reiners erstellt dort mit seiner Gruppe „students@work“ unter anderem die Simulation eines Containerterminals für Logistikübungen, Hebbel-Seeger hält mit über 30 eingeschriebenen Studierenden Pflichtvorlesungen im virtuellen Audimax ab – am Pixel-Pult referieren internationale Experten des Sport-Marketings, u.a. aus Mailand, Tübingen und Neuseeland.
 
Solche Anwendungen sind erst seit kurzem in dieser Form möglich; sie werden die Wissenschaft weit reichend verändern. Agenturpartner Tietgens von Büro X verfolgt die Entwicklung seit 2006. „Endlich wird die virtuelle Welt richtig verstanden und zur dreidimensionalen Veranschaulichung ebenso wie zur internationalen Kollaboration genutzt: als kreatives Versuchslabor auf dem Weg zu einem offenen, sozialen 3D-Internet.“ Die Universität Hamburg übernimmt dabei nun eine führende Rolle.
 
 
 Webpräsenz der Uni Hamburg
www.uni-hamburg.de 
 Link zum Campus in Second Life
University%20of%20Hamburg/90/141/46 
 
 

Bitte Einloggen oder Registrieren um Kommentare zu schreiben.

Panorama 

Neue Artikel:
rss-005

Metaversen 

Neue Artikel:
VWI RSS

IT / Tech 

Neue Artikel:
VWI RSS

Second Life 

Neue Artikel:
rss-005

Mitmach-News 

Neue Artikel:
rss-005