Gor - Die Gegenerde (Grundlagen) 
Rollenspiele
Donnerstag, den 28. August 2008 um 14:13 Uhr
08-0828_gor1Gor - Die Gegenerde ist eine, seit 1966 erschienene Romanreihe des amerkanischen Schriftstellers John Norman. John Norman ist ein Pseudonym für den Universitätsprofessor John Lange. Inzwischen gibt es insgesamt 26 Bände dieser Reihe, der letzte erschienen im Jahr 2002. Ein Manuskript für das 27. Buch existiert wohl seit 2000, da aber der eigentliche Verlag John Normans pleite gegangen ist, ist noch unklar, ob und wann dieser 27. Band erscheinen wird.

Die Romane um Gor erzählen, meist aus Sicht des Helden Tarl Cabot, die Geschichte eines fiktiven Planeten in unserem Sonnensystem, der sich auf der selben Umlaufbahn wie die Erde - jedoch genau auf der anderen Seite der Sonne - befinden soll. Dies ist auch der Grund für den umgangssprachlichen Namen des Planeten: Die Gegenerde.
 
Der Planet Gor ist ungefähr halb so gross wie die Erde und hat deshalb auch nur die Hälfte der Anziehungskraft wie die Erde. In unserer heutigen Zeit würde man wohl sagen, dass es eine barbarische Welt ist, gelenkt durch den Stolz, Mut, sehr viel Ehrgefühl der Männer und vor allem durch harten Stahl. Vorrangig aber ist es eine von Männern dominierte Welt, auf der die Sklaverei eine alltägliche und auch notwendige und allgemein akzeptierte Einrichtung ist.

08-0828_gor3 Der Planet Gor wurde vor ungefähr 10.000 Jahren von einer ausserirdischen Rasse, den Priesterkönigen, entdeckt. Bei diesen handelt es sich um eine goldfarbene, insektoide Art, im Durschnitt an die vier Meter gross und eigentlich sehr friedvoll und freundlich.
Die Priesterkönige begannen Menschen, Tiere und Pflanzen von der Erde zu entführen und sie auf Gor anzusiedeln, woraufhin sich eben jene, vom Ehrgefühl, Stolz und der Sklaverei geprägte, Gesellschaft gebildet hat. Auch heute noch, 10.000 Jahre nach der Entdeckung und Besiedlung Gors, entführen die Priesterkönige noch Menschen von der Erde, vorwiegend die hübschesten Frauen, um sie auf Gor hilflos und alleine auszusetzen.
 
Das Sklaventum
Auf Gor sagt man, dass eine Erdenfrau, eine sogenannte Barbarin, die perfekte Sklavin sei und eine Frau generell erst in der Sklaverei zur wirklichen Frau wird und dann in ihrer ganzen Schönheit und Sexualität erblüht.

Weibliches Sklaventum ist in einer der Natur geistesverwandten Zivilisation ein institutionalisierter Ausdruck der grundlegenden biologischen Beziehung zwischen den Geschlechtern. In der Einrichtung des weiblichen Sklaventums findet sich diese grundsätzliche Beziehung erkannt, akzeptiert, erklärt, gefestigt und bewundert.“ (Die Wilden von GOR – S. 193/194)

So verwundert es nicht, das ein Grossteil der Sklaven auf Gor aus Frauen besteht, die den Männern in jeglichen Lebensbereichen dienlich sein müssen. Natürlich gibt es auch männliche Sklaven - diese machen aber nur einen sehr kleinen Teil der Sklaven aus und dienen vorwiegend der Verrichtung sehr schwerer Arbeit.
Die weiblichen Sklaven hingegen findet man überall: Sie bedienen die Herren in den Paga-Tavernen, meist recht dunkle und rüde Spelunken, oder kümmern sich um den Haushalt. Natürlich gibt es auch viele andere Bereiche, wo diese Sklavinnen ihre Arbeit verrichten. So gibt es Bade-Mädchen, Lager-Sklavinnen, Münz-Mädchen, Schulden-Sklavinnen, Exoten, Haus-Sklavinnen, Herbergs-Sklavinnen, Lock-Mädchen, Lust-Sklavinnen, Vergnügungs-Sklavinnen, Staats-Sklavinnen, Turm-Sklavinnen, Arbeitssklavinnen und etliche mehr.

Sklav(inn)en werden grundsätzlich in zwei Kategorien unterteilt: Weisse Seide und Rote Seide. Weiss-seidene Sklav(inn)en sind ganz schlicht und Jungfrauen, wohingegen rot seidene Sklav(inn)en logischerweise keine Jungfrauen mehr sind. Gesetzlich betrachtet sind Sklavinnen Tiere und ihr Besitzer kann mit ihnen alles tun, was er möchte. Sklavinnen werden als Ware, als Besitz angesehen. Sie besitzen keinen Namen und können selbst nichts besitzen. Sie dürfen Waren benutzen, können sie aber nicht besitzen. In den meisten goreanischen Städten ist selbst der Nachkomme einer Sklavin ein Sklave und gehört dem Besitzer der Mutter.
 
Selbstverständlich sind auf Gor nicht alle Frauen versklavt - ganz im Gegenteil. Eigentlich machen die weiblichen Sklaven, trotzdem die Sklaverei auf Gor so hoch angesehen und völlig normal ist, nur einen ca. 5%-igen Anteil aller Frauen auf Gor aus. Es gibt auf Gor auch hoch angesehene freie Frauen, die in wichtigen Ämtern sitzen. Tatsächlich werden sogar, obwohl es eine stark Männer dominierende Welt ist, freie Frauen von den Männern sogar hoch geehrt, geschützt und respektiert.
Nun, natürlich dreht sich auf Gor nicht alles nur um die Sklaverei, auch wenn sie augenscheinlich so ziemlich das Wichtigste auf Gor darstellt.
 
Die Technologie auf Gor erscheint im ersten Moment etwas vorsintflutlich, um nicht zu sagen mittelalterlich. Man kämpft entweder mit dem Schwert, mit Pfeil und Bogen, mit Speeren, Äxten oder Keulen oder mit Dolchen und Messern. Dies täuscht aber nur vorrübergehend eine wenig fortschrittliche Technologie vor. Tatsächlich ist die goreanische Technologie in vielen Dingen der unseren auf der Erde bei Weitem überlegen. So haben die Goreaner zum Beispiel ein Mittel gegen das Altern gefunden. Das sogenannte Serum stoppt das Altern nicht vollständig, verlangsamt es aber auf ein absolutes Maximum, so dass die Goreaner bis zu einige Hundert Jahre alt werden können.
Was die mittelalterliche Art zu kämpfen und somit goreanische Waffen angeht, so ist überliefert, dass die Priesterkönige sämtliche Schuss-, Feuer- und Explosionswaffen aus der goreanischen Welt verbannt - schlicht und einfach verboten haben. Ein Zuwiderhandeln wird mit einem leuchtend blauen Lichtblitz bestraft, der, so wird von den etwas mehr Eingeweihten angenommen, direkt von einem der Raumschiffe der Priesterkönige abgeschossen wird und das Leben des Übeltäters mit einem Schlag auslöscht. Wie und womit die Priesterkönige solche Straftaten ausfindig machen ist nicht ganz klar. Angeblich sollen sie über sehr hoch entwickelte Aufklärungsmöglichkeiten verfügen und so aus dem Weltraum sogar einzelne Personen gezielt beobachten können.   Allerdings sind nicht nur Waffen mit explosionsgetriebenen Geschossen verboten, sondern anscheinend die Handhabung mit allen Arten von Sprengstoffen oder Brandbeschleunigern generell. So gibt es auf Gor auch keine Automobiele, Flugzeuge oder ähnliche Fortbewegungsmittel. Hierfür haben die Goreaner aber andere Möglichkeiten gefunden. So gibt es auf Gor einige Abarten von Tieren die sich aus den ursprünglich irdischen Tieren entwickelt haben und ein schier unglaubliches Spektrum an Möglichkeiten offenbaren.
 
Lebewesen / Tiere auf Gor 
Da sind zum Einen die sogenannten Tarns, adler-ähnliche Geschöpfe, die mit ziemlicher Sicherheit auch von den irdischen Adlern oder Kondoren abstammen. Ausgewachsene Tarns haben eine Flügelspannweite von weit über 15 Metern und eine Tragkraft die ausreicht um einen Korb mit 8 Sklavinnen zu tragen. Tarns werden vorwiegend von den Kriegern, sogenannten Tarnreitern, genutzt um einen eventuellen Luftraum-Vorteil zu nutzen. Desweiteren gibt es die Kajillas, Tiere die eindeutig von unseren heimischen Pferden abstammen, sich aber zu äusserst aggressiven und sehr wehrhaften Tieren weiterentwickelt haben. So besitzen sie ein Raubtiergebiss, das einem ausgewachsenen Löwen der Erde vor Neid erblassen lassen würde. Auch haben sie keine Hufe, sondern lange spitze Krallen die sich tief in den Sand der Wüste Tahari eingraben, wenn sie über die Dünen jagen. Sie dienen vorwiegend den Wüstenstämmen der Tahari-Wüste als Reit-, Last- und auch Kampftiere.
Dann sind da noch die Bosk, Ochsen-ähnliche Tiere die unseren Rindern sehr ähnlich sind. Sie sind freilich ein wenig grösser, was wohl durch die geringere Schwerkraft zu erklären ist. Sie geben sehr gute Milch und Steaks ab. Und nicht zuletzt gibt es natürlich auch noch kleinere Nutztiere, die allesamt ebenfalls von den Urahnen der Erde abstammen. Vulos zum Beispiel, Tauben-ähnliche Vögel deren Eier ganz schmackhaft sind, und viele mehr.
Nun, dies ist nur ein kleiner Auszug dessen, was Gor ist und wovon die Geschichten von John Norman handelt.

Auflistung der existierenden Bücher von Gor - Die Gegenerde:

 01.  Tarnsman of Gor (Dezember 1966)  GOR – Die Gegenerde
 02.  Outlaw of Gor (Dezember 1967)  Der Geächtete von GOR
 03.  Priest-Kings of Gor (Dezember 1968)  Die Priesterkönige von GOR
 04.  Nomads of Gor (November 1969)  Die Nomaden von GOR
 05.  Assassin of Gor (Dezember 1970)  Die Meuchelmörder von GOR
 06.  Raiders of Gor (Dezember 1971)  Die Piratenstadt von GOR
 07.  Captive of Gor (Dezember 1972)  Sklavin auf GOR
 08.  Hunters of Gor (März 1974)  Die Jäger von GOR
 09.  Marauders of Gor (März 1975)  Die Marodeure von GOR
 10.  Tribesman of Gor (März 1976)  Die Stammeskrieger von GOR
 11.  Slave Girl of Gor (März 1977)  In Sklavenketten auf GOR
 12.  Beasts of Gor (März 1978)  Die Bestien von GOR
 13.  Explorers of Gor (März 1979)  Die Erforscher von GOR
 14.  Fighting Slave of Gor (März 1980)  Kampfsklave auf GOR
 15.  Roque of Gor (März 1981)  Der Schurke von GOR
 16.  Guardsman of Gor (November 1981)  Der Leibwächter von GOR
 17.  Savages of Gor (März 1982) Die Wilden von GOR
 18.  Blood Brothers of Gor (November 1982)  Die Blutsbrüder von GOR
 19.  Kajira of Gor (März 1983)  Kajira von GOR
 20.  Players of Gor (März 1984)  Die Spieler von GOR
 21.  Mercenaries von Gor (März 1985)  Die Söldner von GOR
 22.  Dancer of Gor (November 1985)  Die Tänzerin von GOR
 23.  Renegades of Gor (März 1986)  Die Verräter von GOR
 24.  Vagabonds of Gor (März 1987)  Die Vagabunden von GOR
 25.  Magicians of Gor (Juni 1988)  Die Zauberer von GOR
 26.  Witness of Gor (August 2002)  Die Zeugin von GOR
 27.  Prize of Gor (Manuskript von 2000)  Die Beute von GOR
 
 
Weitere Themen zu Gor sind in Arbeit. So erscheint sehr bald ein Artikel über Gor als Rollenspiel in Second Life.
 
 

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