Berlin vor 20 Jahren - eine Reise durch die Zeit in Twinity 
Twinity
Dienstag, den 03. November 2009 um 10:53 Uhr
Todesstreifen Berlin - 20 Jahre zurück 20 Jahre werden am 09.11. vergangen sein - 20 Jahre seit denen die Deutschen sagen können, wir sind frei. Ohne Mauer, ohne die Zügel der Deutschen Demokratischen Republik, der DDR. Am 09.11.09 fiel die Mauer zwischen Ost- und West-Deutschland nach langen Kämpfen unter großem Jubel der gesamten Welt.

Twinity, die virtuelle Spiegelwelt, die zuerst die Hauptstadt replizierte, hat seit dem gestrigen Tage eine Installation begehbar gemacht, die 2 km des sogenannten Todesstreifens - der Mauer beginnend vom Reichstag über das Brandenburger Tor zum Potsdamer Platz bis hin zum Checkpoint Charlie - maßstabsgetreu begehbar macht.

Es ist ein besonderes Datum für die Freiheit, derer man so manch nostalgischen Blick widmen darf - und sollte. Ein Stück deutsche Geschichte hatte diese Mauer geschrieben, die fast drei Jahrzehnte in Berlin stand und an der heute Künstler ihre Werke zeichnen und die Touristen als Denkmal an Ketten und Restriktionen bestaunen.

Interaktive Medieninhalte, Video- und Audioguides sind an sieben Schlüsselstellen am virtuellen Mauerstreifen in Twinity mit der seit 02.11.09 geöffneten Installation entstanden, die Dokumentationen und Berichte von Zeitzeugen sowie Verlinkungen zu Webseiten bieten.

Der Besucher kann sich über die Geschehnisse und die Hintergründe in der virtuellen Umgebung informieren und sie in drei Dimensionen nacherleben. Dem Besucher wird dabei die Möglichkeit geboten, die Transformation des heutigen Berlins bis zum Berlin von 1989 im virtuellen Zeitsprung zu erleben. Durch Portale tritt er hindurch in die Vergangenheit, verdeutlicht wird das Procedere durch das Eintauchen der Szenerie in einen Sepia-Farbton, der gewöhnlich alten Fotografien anhaftet. Aber auch eine Jahreszahl ist auf dem Bildschirm des Besuchers zu finden, der ihm jederzeit verdeutlicht, in welchem Jahr er sich befindet.



Hintergründe - Nachgefragt

Ein halbes Jahr lang erstellte eine 8-Personen-Crew die Installationen, die teurer als vermutet ausfiel. Von Bordmitteln im fünfstelligen Bereich spricht Dr. Mirko Caspar, CEO der Metaversum GmbH, in diesem Zusammenhang.

Twinity wird als virtuelles Eingangsportal für reale Besucher angesehen - dieses Konzept zieht sich auch durch die anderen bereits erbauten Städte Singapur und London. Bezahlcontent garantieren den Betreibern von Marken und Shops, die vornehmlich an den tatsächlichen Standorten erbaut werden, Einnahmen.

Noch befindet sich Twinity in der Beta-Phase, zu deren Beendigung sich Caspar gegenüber VWI bereits im Juli 2009 äußerte.
CEO Hummel und Dr. Richard Meng präsentieren die Mauerinstallation, 02.11.09, im Roten Rathaus live200.000 Nutzer haben sich aktuellen Angaben zufolge bereits in der virtuellen Spiegelwelt registriert. Eine Schwarzzahl toter Accounts oder nie dagewesener Besucher ist indes nicht bekannt. Außerdem sei eine Mac-Version nicht absehbar, was den Betreibern mittlerweile echtes Kopfzerbrechen bereitet - man habe sich bisher nicht bewusst gemacht, wie groß und wie innovativ die Mac-Gemeinde nunmehr sei, so hieß es weiter bei der Pressekonferenz am 02.11.09.
Das Mauermuseum stelle ein weiteres Projekt dar, dass den Besucher locken kann - denn es informiert umfangreich und bietet einige Events - insbesondere zum Tag des 20jährigen Jubiläums des Mauerfalls - am 09.11.2009.

Das Projekt ist in Zusammenarbeit mit dem Berliner Forum für Geschichte und Gegenwart e.V., dem Berliner Senat und Berlin.de entstanden und wurde am 02.11.09 auf einer Pressekonferenz von Dr. Richard Meng, Sprecher des Berliner Senats, offiziell eröffnet.
Das Projekt sei kein Computerspiel, so ließ er in seiner Rede verlauten, sondern eine emotionale Aufbereitung der Geschichte, die vielen Menschen unzureichend bekannt sei.
"Es geht hier ums echte Leben", hörte man Jochen Hummel, Geschäftsführer der Metaversum GmbH, hinzufügen.


20 Jahre Mauerfall - der 09.11.2009

Brandenburger Tor 2009 Es werden am 09.11.09 Live-Events nach Twinity gestreamt werden, Zeitzeugen werden Erlebnis-Material präsentieren und selbst von ihren Erfahrungen und Emotionen berichten. Unter anderem wird Cornelia Thiele, Doktorin für deutsche Geschichte (insbesondere der DDR), einen Vortrag um 18 Uhr zum Thema Maueropfer halten und der Vater des ersten Maueropfers von 1961, Ida Siekmann, wird anwesend sein, Fragen beantworten und aus den Tagen der Turbulenzen aus seiner Sicht berichten.

Auch Historiker sollen zu Wort kommen, ein Veranstaltungsplan wird auf den Blogseiten Twinitys verfügbar gemacht und tagesaktuell aktualisiert. Alle angemeldeten User erhalten zudem via E-Mail die Veranstaltungen frei Haus.

 

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