Twinity - Singapur, Neuerungen und Status der Beta 
Twinity
Donnerstag, den 02. Juli 2009 um 13:45 Uhr
Singapur Virtuell Am 30.Juni erging an alle Twinizens, wie die Einwohner Twinitys genannt werden, ein Newsletter mit Neuigkeiten größeren Ausmaßes. In Kürze wird Twinity Singapur eröffnen.

Singapur wird neben Berlin die zweite, komplett real erstellte Stadt der Welt sein. Alle örtlichen Gegebenheiten und Straßen werden virtuell betretbar sein. Twinitys Konzept wird damit weiter geführt, an die Realität stark angelehnte virtuelle Umgebungen begeh- und erlebbar zu machen, was nicht nur für die Tourismusbranche interessant ist.

Mit der Regierung Singapurs und Partnern wie dem AsiaOne Network, Gesellschaft der Singapore Press Holdings Ltd., arbeitet die Metaversum GmbH dabei eng zusammen.
Metaversum erhielt im Oktober 2008 den Zuschlag der Regierung Singapurs, die sich durch ein virtuelles Adept der Weltstadt zahlreiche Mehrwerte verspricht. Die offizielle Eröffnung wird für das dritte Quartal 2009 erwartet.


Singapur


Paragon @ Twinity Das virtuelle Singapur soll vor allem die pulsierenden Eindrücke und den Lifestyle der Stadt widerspiegeln, begonnen wird dabei mit der Orchard Road, die im Herzen der asiatischen Millionenmetropole als eine der Hauptattraktionen gilt. Ihren Namen und das zugehörige Ansehen erhielt die Obstgarten-Straße während der 40-er Jahre des 19.Jahrhunderts. Damals noch von einflussreichen Plantagenbesitzern bewohnt, wurde aus der Straße bald das Zentrum Singapurs. In den 1970er Jahren baute man dort das C.K. Tang Building, das Singapore Plaza und das Mandarin Hotel, die bis heute als Wahrzeichen der Stadt gelten. Seitdem prägt die Orchard-Road eine Architektur aus Stahl und Glas und gewann zunehmend namhafte Designerlabel und Künstler, Kinopaläste und High Society hinzu. Seit einigen Jahren wird die Orchard stärker durch die Regierung kontrolliert, weil dort zwielichtige Amusements und zollfreie Shops Einzug gehalten hatten. Nicht von allen Besuchern und Einwohnern wird diese Poltik begrüßt.

In Twinitys Singapur soll es Wiederverkäufern, Firmen und Marken möglich werden, ihre realen oder virtuellen Produkte zu präsentieren und zu verkaufen. Das AsiaOne Network, als ausführender Arm der Presse- und Prestigevertreter Singapurs, hält derzeit Hotels, Fluggesellschaften und touristische Einrichtungen dazu an, ebenfalls virtuelle Adepten zu erstellen.
Twinity startete eine Umfrage zu Singapur, in der man Ideen einbringen soll, wie man das Erleben der Metropole attraktiver gestalten kann. Außerdem sind Teile der Stadt bereits jetzt zu sehen. Im Client, so verrät der zugehörige Blog-Eintrag, muss man lediglich nach der LionCity suchen, was der Kosename Singapurs ist und bis zur offiziellen Eröffnung als Name der Entwicklungs-Stadt zu finden ist.


Ökonomie, Ausblicke und Usability

In Twinity legt man Wert auf originale Schauplätze. So ist bereits in Berlin jede Fassade wieder erkennbar und individuell bearbeitet. Allein in der Hauptentwicklungszentrale in Berlin Mitte, Rungestraße 20, sind rund 20 Leute an Entwicklung und Optimierung beschäftigt. Weiterentwicklungen sind reger geplant als bisher, was bedeutet, dass zahlreiche kleine, und so manche eklatante, Neuerungen mit vermehrten Updates des Clients verbunden werden.

CMO Mirko CasparSo wird unter anderem an internen Notifications gearbeitet, die in Kürze offiziell verfügbar sein sollen und den User über alles wichtige per Pop-Up im Client oder per E-Mail oder über Gruppenmessages informieren sollen. Auch die Suchfunktion wird derzeit verfeinert, durch die man nun den Online-Status anderer Avatare sehen soll. In spätestens 6 Wochen, so Metaversums geschäftsführender Gesellschafter, Dr. Mirko Caspar, wird eine Examine Camera, also eine auf ein beliebiges Objekt zentrierbare Kamerafunktion, in den Client eingeführt werden.
In Twinity kann so manches Event bereits besucht werden (wir berichteten bereits über zahlreiche davon). Kooperationen wie mit der Hochschule Heilbronn oder mit dem achtung berlin Filmfestival lassen erahnen, was in der virtuellen Welt Twinity alles möglich sein kann.


Stabilität und Probleme

Nicht zu unterschätzen sind die vielmals noch negativen Erfahrungen der User, die vor zwei bis drei Monaten noch von zahlreichen Abstürzen berichteten, welche jedoch stark abgenommen haben (laut Twinity rund 95%), oder auch durch ruckelnde Grafiken, lange Ladezeiten usw.

Bei einer Erstbegehung Berlins beispielsweise lädt der Client Großteile der Stadt auf den Rechner, sodass ein schnelles Rendern beim Begehen möglich ist. Das zugehörige Einloggen kann deshalb bis zu zehn Minuten dauern, bei einem erneuten Login dauert dies dann mit einem leistungsstarken PC um die zehn Sekunden.
Als großes Hindernis sind leistungsschwache PCs und Verbindungen zu betrachten, die nicht fähig sind, umfassend gerenderte Objekte in angemessener Zeit darzustellen. Ein Großteil der Nutzer stünde tatsächlich noch nicht auf dem notwendigen Stand der Technik, um ein optimales Feeling & Living erleben zu können, so Caspar gegenüber VWI. Aus diesem Grund wird dieser Tage vermehrt an solcherlei Funktionen optimiert, die ein Rendering erleichtern. Ein High-End PC, wie er für anspruchsvolle Games genutzt wird, ist allerdings trotz allem zu empfehlen, speziell wenn man bedenkt, dass Twinity noch im Beta-Stadium ist und sich noch stark weiter entwickeln wird und man sicher zahlreiche interessante Orte aufsuchen möchte.
Im Gegensatz zu Second Life werden allerdings bereits jetzt nur die sichtbaren Objektteile gerendert, also verdeckte Hauswände oder dergleichen ausgespart, und ein Clustering-Verfahren eingesetzt, das entferntere Objekte in Abständen unterschiedlich scharf darstellt, was auf die Entfernung ohnehin nicht erkennbar ist.


Bauen und Gadgets des Clients


Google Map Auch möglich wird das Bauen eigener Städte sein, wobei man das Kriterium einer Real-Adaption ansetzt. Jetzt bereits möglich, allerdings nur auf Anfrage per Mail, ist das Bauen eigener Gegenstände - wie zum Beispiel Möbeln oder Kleidung. Zu beiden sind Opensource Programme fähig, die voll unterstützt werden und mit denen zum Teil die Developer-Crew selbst arbeitet. Mit Collada können dreidimensionale Gegenstände erstellt werden, die direkt in Twinity importiert werden können, was aber auch via Google Warehouse funktioniert.
Weiter verkaufen ist ebenso möglich, was auch der Grund ist, warum das Tool noch nicht im derzeitigen Client verfügbar ist, denn Urheberrechte müssen natürlich bedacht werden. Fremd-Ersteller müssen sich deshalb im vorab verifizieren lassen, um auf diese Funktionen des Clients zuzugreifen.

Google Maps ist eine Applikation, die nun  erweitert wurde und standardmäßig für jeden sichtbar im Client integriert ist. Das Besondere daran sind die Möglichkeiten der Übersicht von Gebäuden und anwesender Avatare und dem direkten Teleport zu Locations mit Sehenswürdigkeiten und dergleichen. Twinity zeigt damit umso deutlicher, dass es ein eins-zu-eins Metaversum ist, welches auch Verbindungen zum realen Leben herstellen möchte. Dies wurde bereits in einigen der oben genannten Fälle getan, auch in regelmäßigen Lesungen, die live aus der zitty-Lounge Berlins übertragen werden, und zuletzt auch die Buchpräsentation aus dem Berliner Capital Club von Robert B. Cohen, der live sein neues Buch "Changing the face of the internet - Virtual Worlds and the information Economy" vorstellte.

Links:
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Twinity Webseite

 

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