NC Soft macht kurzen Prozess in AION 
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Donnerstag, den 26. November 2009 um 12:06 Uhr
Don´t cheat Aion 16.000 Accounts sperrte Aions Betreiber NC Soft kurzerhand. Die Reinigungsaktion betraf in diesem Falle nordamerikanische und europäische Accounts. Die Bannaktion hat seinen Grund in illegalen Aktivitäten der Spieler.

Manch einer meint, die Betreiberfirma des neuen MMORPG NC Soft, schütze seine Nutzer mit dieser Aktion vor Suchtgefahren und dem Ruin. Denn nicht wenige der 16.000 Accounts waren doppelt angelegte und dienten dem gezielten Farmen.

Im September war Aion offiziell gestartet und öffnete seine Pforten - 45.000 verkaufte Spiele verzeichnete es damals bereits. Das neue MMORPG wurde zudem als harter Konkurrent World of Warcrafts gehandelt, die Erwartungen - auch in den Reihen der Entwickler - sind entsprechend hoch.

Die Server wurden am 23.11.2009 unerwartet herunter gefahren. Nachdem NC Soft die bisherige Nutzung analysiert und die Accounts mehrfach gecheckt hatte, stellten die Betreiber fest, dass es massive Korruptionsversuche der Nutzer selbst gab. Auch im vorab wurde bereits täglich gebannt, diese Großaktion sprengte allerdings den Rahmen des Normalen um ein Vielfaches.
Gebannt wurden vornehmlich Nutzer, die Bots - also Drittanbietersoftware oder Tools zur Manipulation - nutzten, die mit Kinah (die Währung in Aion) gegen echtes Geld handelten oder die sich des Spammens schuldig machten.

Unter anderem wurden massiver Spam im offenen Chat beobachtet, neben zahlreichen Bots in Farmgebieten, sodass die Aktion NCSofts sinnvoll und notwendig erscheint. MMOs haben in der Regel stets mit solcherlei Phänomenen zu kämpfen. Auch ein Zurücklehnen in dieser Frage ist nicht möglich, wenn man seriöse Gamer schützen möchte. Die aktiven Spieler befürworten im Großen und Ganzen das Vorgehen, denn es hebt den Spielspaß (erneut) an, wenn man bedenkt, dass bis zu 20% der Nutzer nun verschwunden sind, die sich einer der Vorwürfe der Manipulation schuldig machten.

Gefunden werden vor allem die nervigen Bots durch die Game Surveillance Unit, die sogenannten Botjäger. NC Soft bietet zudem jedem Spieler die Möglichkeit, Verdächtige zu melden und prüft die Accounts mehrfach durch verschiedene Analyseverfahren, sodass es sehr unwahrscheinlich ist, dass unter den 16.000 Banns ein Unschuldiger sitzt. Sollte dies doch der Fall sein, kann man ein Ticket erstellen und den Fall zur Prüfung beauftragen.

Bedenklich sollte auch stimmen, dass in MMOs allgemein viele Accounts gehackt, also fremdgesteuert, werden. Dies ist die Königsdisziplin für einen Cheater und bringt Sicherheitsbedenken und Verruf mit sich. Eine positive Aktion war das Herunterfahren demnach, was von Anfang an klar macht, dass NC Soft auf faires Gameplay bedacht ist. Ob sich NC Soft gegen die Geier und Miesepeter dauerhaft wehren können wird, werden jedoch nur die Zukunft und die Nutzer selbst zeigen können.

Links:
Die (Vor)Geschichte zur Aion-Saga
VWI-Artikel zum Start von Aion
 

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