Datenspionage in Computerspielen üblich 
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Mittwoch, den 07. April 2010 um 13:37 Uhr
Computerbild Spiele LogoIm heute erscheinenden Magazin will Computerbild Spiele Details zu gängiger Datenspionage offenbaren, die via PC- und Konsolensopiele betrieben wird.

Demnach gestanden 100% der befragten Spielehersteller ein, dass sie auch ungefragt Daten des Nutzers über das Internet abrufen.

"Speziell Konsolen senden pausenlos Daten, sobald sie mit dem Internet verbunden sind. Die Playstation 3 überträgt und empfängt sogar im Standby-Betrieb mitten in der Nacht große Datenmengen", heißt es in der Pressemeldung zum Magazin.
Getestet wurde der Datenverkehr elf aktueller Spiele, PC-Spiele als auch Konsolengames für Playstation 3, Xbox 360 und Wii. Insbesondere auch dann, wenn die Spiele offline getätigt werden, eine Onlineverbindung aber besteht, werden Daten versendet, will der Experten-Test von Computerbild Spiele heraus gefunden haben.

pixelio.de
Fotograf tommyS © Siepmann GbR Zumeist läuft der besagte Datenverkehr verschlüsselt ab, sodass auch kaum gesagt werden kann, welche Daten explizit an den Hersteller gehen. Bei einem getesteten Game von Electronic Arts ließ sich allerdings sogar nachweisen, dass persönliche Daten zusammen mit der weltweit identifizierbaren Mac-Adresse des Computers an den Hersteller geschickt werden.
Grundsätzlich können es alle Arten von Daten sein, etwa Name, Alter, Mail-Adresse, Lieblingsfilme und -musik, Spieldauer oder Angaben zur Bankverbindung, die ungefragt weiter geleitet werden.

Solcherlei Kundendaten sind für Werbezwecke der Hersteller industrielles Gold wert, Persönlichkeitsprofile der Spieler werden auf diese Weise erstellt und ausgewertet.

Die Erkenntnisse der Befragung, die via einem umfangreichem Fragebogen durchgeführt wurde, werden im aktuellen Computerbild Spiele, welches zum heutigen 07. April an den Kiosken erscheint, vollends aufgedeckt. Alleinig Electronic Arts, Ubisoft und Sony wollten keine Informationen liefern oder lehnten die Informationszulieferung ab.

Anfang März wurde bundesseitig die Vorratsdatenspeicherung für nichtig in Deutschland erklärt - 19 Terrabyte an Daten sind allein bei der Deutschen Telekom seitdem zu vernichten. Ein englisches Projekt namens Internet Eyes machte den Bürger zum Orwellschen Junior, (das Projekt wurde im Februar 2010 vorerst gestoppt) aber auch Europas Spitze hält sich mit Project Indect keineswegs zurück.
Datensammelwut und Überwachung sind also mit dem Abwinken der Vorratsdatenspeicherpflicht keineswegs ad acta gelegt. Unternehmen und die Regierung selbst sind weiterhin umtriebige Sammler nach den güldenen Informationen per Datenkanal.

Links:
Computer Bild Spiele Test
Vorratsdatenspeicherung gekippt - Das große Löschen beginnt
Foto: tommyS © Siepmann GbR
 

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