EU-Projekt AVATAR bringt virtuelle Welten ins Klassenzimmer 
Initiativen
Dienstag, den 14. September 2010 um 11:25 Uhr
100912_avatarlogoDie Europäische Kommission fördert seit knapp einem Jahr die Integration von virtuellen Welten in das schulische Umfeld.

Methodisch sollen Lehrer/innen fit gemacht werden, Kindern und Jugendlichen den Umgang und die vielfältigen Möglichkeiten virtueller 3D-Umgebungen zu vermitteln.

Wesentliche Ziele des Programms "Comenius: Europa im Klassenzimmer" sind laut der Ausschreibung die Verbesserung und Steigerung der Mobilität von Schülern und Lehrkräften in Europa sowie die Förderung des Fremdsprachenlernens. Ein Ansatz dafür ist die explizite Weiterbildung der Lehrer/innen. Ziel ist neben dem eigentlichen Lernen die Vermittlung von Kommunikationsfähigkeiten.

Das geförderte Projekt AVATAR, das für "Added Value of teAching in a virTuAl woRld" steht, hat einen guten Teil der Vorbereitungen zur Durchführung der Weiterbildungsveranstaltung abgeschlossen. Der Weiterbildungskurs selbst startet im Februar 2011 und dauert 6 Monate.
Neben einer noch unbenannten E-Learning Plattform wird als V-Learning-Umgebung die Sim der Uni of Herts in Second Life verwendet. Aktuell wird zur Teilnahme und Anmeldung eingeladen.

Wesentlicher Bestandteil des Projektes ist, neben dem Anspruch nach methodischer Sicherheit, der Wunsch, vorhandene Erfahrungen von Lehrer/innen aktiv in das Projekt einfließen zu lassen.
So wird darum gebeten, an der Online-Umfrage zu funktionierenden Methodiken im V-Learning-Rahmen teilzunehmen.

100912_avatar_in_slZur formulierten Zielgruppe gehören allerdings nicht deutsche, sondern Lehrer/innen mittlerer und höherer Schulen in Österreich, Bulgarien, Dänemark, Italien, Spanien und Großbritannien.

Aus ebendiesen Ländern stammen auch die Projektpartner:
Interuniversitäres Konsortium FOR.COM (Rom, Italien – Projektkoordinator),
FH Johanneum (Graz, Österreich),
Freie Universität Burgas (Burgas, Bulgarien),
University of Southern Denmark (Odense M, Dänemark),
Universidad Nacional de Educación a Distancia (Spainien),
University of Hertfordshire (England) und die
SOPH.ia In Action Consulting (Rom, Italien).


Drei Bereiche begleiten das Gesamtvorhaben des Projektes:
  • Forschung zu virtuellen Welten und Analyse von V-Learning Methoden durch Sekundärforschung, Fragebögen für Zielgruppen und Interviews mit Expert/innen auf nationaler und europäischer Ebene (Dezember 2009 – Mai 2010),
  • Design und Produktion der virtuellen Welt und der Inhalte des AVATAR Kurses (Juni 2010 – Januar 2011),
  • Durchführung des AVATAR-Kurses in der virtuellen Welt in englischer Sprache, für Lehrer/innen aus den Partnerländern (November 2010 - Juli 2011).
Die Beschreibung des Projektes klingt vielversprechend:
"Obwohl die Anwendung von ICT (information and communication technology, AdR.) in der Schule den SchülerInnen Ausbildungsvorteile und soziale Lernräume schaffen würde, wird es in europäischen Schulen zu wenig eingesetzt.
V-Learning fördert 'Learning-by-doing', regt unterschiedliche Lernstile an und erhöht das Engagement der SchülerInnen aktiv in den unterschiedlichen Fachgebieten mitzuarbeiten durch ein breites Angebot an Materialien, Diskussionsgruppen und Laboren."
Im Moment wirkt die virtuelle Umgebung noch nicht einladend. Vielmehr erinnert sie derzeit an trostlose Schulszenarien. Dieser bildliche Widerspruch zur Beschreibung erhöht jedoch die Spannung auf die Umsetzung und Durchführung des Weiterbildungskurses selbst.
 

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