5 Fragen an - Alexander "Kubwa" Gatzemeier 
Initiativen
Sonntag, den 13. März 2011 um 10:28 Uhr

KubwaAlexander Gatzemeier liegt mit seinen 22 Lebensjahren zwar deutlich unter dem Altersdurchschnitt der Bewohner von Second Life, doch der Hamburger gehört längst zu den "alten Hasen" - seinen Rezzday hatte er bereits im Juni 2006.

Als begabter Skripter hat er sich in der SL-Szene längst einen Namen gemacht und auch dank seines Avatars sticht er aus der Masse der perfekt gebauten, zumeist menschlichen Avatare heraus - Kubwa ist ein Löwen-Furry. Das alles bot genug Stoff für unser neues 5-Fragen-Interview.

 

VWI: Dein Avatar in Second Life ist ein Löwe. Wie kam es dazu? Was drückt er aus und was macht ihn so besonders?
Kubwa: Ich zähle mich selbst zu der Furry Community - eine Gruppe, die sich für antropomorphe Tiere in Bild, Ton und Film interessiert. Seit Anfang 2006 weiß ich von dieser Community. Es ist dort auch üblich, sich einen sogenannten Fursona zu erschaffen. Eine Art Avatar, der einen in dieser Community repräsentiert. Und damals ist dort ein Fursona namens Simba entstanden. Als ich im Sommer 2006 Second Life entdeckt habe und es mich direkt faszinierte, musste ich natürlich auch dort diesen Fursona haben. Mit der Zeit hat sich mein Fursona noch geändert, von brauner Mähne zu blonder. Auch der Name hat sich zu Kubwa geändert. Wisst ihr, wieviele Fursonas im Furry Fandom Simba heißen ?
So ist der Löwe entstanden und hat sich bis heute gehalten. Wieso es ausgerechnet ein Löwe wurde, kann ich aber nicht sagen. Ich fühle mich einem Löwen-Fursona näher als einer anderen Spezies. Wieso das so ist, müsste ich mal einen Psychologen fragen (lacht).

VWI: Du betreibst den SL-Service KUBWA. Was genau verbirgt sich dahinter?
Kubwa: Eigentlich hatte ich Kubwa.de als private Website angedacht, darum auch der Name meines Fursonas als Adresse. Aber nachdem ich einigen Frust mit der Schließung meines ersten großen Projektes in SL wegstecken musste, habe ich eher unterbewusst angefangen, einen neuen Service zu schreiben. Mich haben immer Vendoren und Werbeboards interessiert. Also fing ich an, zweiteres mit einem Webinterface zu programmieren. Als es fertig war, war Kubwa.de plötzlich keine private Webseite mehr. Aber das gute Feedback meiner ersten Nutzer hat mich dazu gebracht, das System ständig weiter zu entwickeln. Das ist jetzt gut anderthalb Jahre her und der WebAd, so heißt das System, ist von seiner Funktionalität schon längst mehr als nur ein Werbeboard.

WebAds ZentraleVWI: Deine Spezialität ist das Skripten. Was macht es für Dich so faszinierend und was war das bisher Größte, das Du für Second Life geskriptet hast?
Kubwa: Schon seit der fünften Klasse fasziniert es mich, dem Computer sagen zu können, was er tun soll. Das hat sich früh in Programmiersprachen gefestigt. Bis ich nach Second Life kam, war das Internet für mich auch sowas wie ein Wunder-Zauberland. Mit dem Einstieg in LSL hab ich dann auch PHP gelernt und parallel Webseiten erstellt. Damit hat sich auch meine Faszination gefestigt. Aber am schönsten ist das Gefühl, etwas fertig zu haben und zu sehen, dass es den Nutzern gefällt.
Das Größte, was ich für SL gemacht habe? Hm, ich denke, das ist mein WebAd. Ich habe vorher noch kein System geschrieben, das so komplex und detailreich war.

VWI: Im realen Leben bist Du 22 Jahre alt, trotzdem ein "alter Hase" in Second Life. Glaubst Du, es gibt einen Unterschied in der Wahrnehmung und Akzeptanz virtueller Welten, der auf dem realen Alter der User basiert?
Kubwa: Auf jeden Fall. Und das bedauere ich sehr. Viele in meinem Alter können mit Second Life nichts anfangen. Sie gehen lieber auf Partys und betrinken sich oder spielen WoW. Für sie ist SL langweilig, weil man dort nicht leveln kann und keine Vorgaben bekommt. Und die Grafik scheint denen oft auch nicht zu genügen. Ich finde das sehr schade, denn man sollte den Lernfaktor einer virtuellen Welt nicht unterschätzen.

VWI: Welche drei Wünsche würdest Du Dir gern von einer (Pixel-)Fee bezüglich Second Life & Co. erfüllen lassen?
Kubwa: Ich fände es schön, wenn Second Life noch einige weitere Jahre existieren würde, wenn Linden Lab Einsicht zeigen würde und die User mehr in Entscheidungen einbezogen werden könnten und dass das kommende Avameet ein Erfolg wird.

Weiterführende Links:
Kubwa.de
SLurl - Kubwa Infostore

 

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