Girls Around me - Ein App Skandal? 
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SchwachPerfekt 
Mittwoch, den 11. April 2012 um 10:00 Uhr

Logo Girls Mround MeWas tun mit dem angefangenen Abend? Schnell mal aufs Handy schauen. Mal sehen was für Mädels unterwegs sind. 

Oh, da ist eine hübsche Blonde. Susi ist soeben Single geworden, versucht sich abzulenken. Na dann werde ich mal in ihrem Lieblingsladen vorbeischauen.

Der Name ist Programm: Girls around me. Eine App zum Stalken? Was steckt dahinter?

   

Girls Around Me ist nichts anderes als ein Mash-up. Es kombiniert Daten aus den Social Networks Foursquare, Facebook und Google Maps.

Ergebnis ist eine Straßenkarte mit Fotos und den dazugehörigen Daten, welche zuvor vom User auf Facebook online öffentlich gestellt wurden, wenn dieser in der näheren Umgebung bei Foursquare einloggt ist und dadurch lokalisiert wird.
Da es lautstark zu Protesten kam, wurde die App kurzerhand wieder aus dem App-Store entfernt, obgleich Apps wie Ban.jo oder Sonar dieselbe Funktion haben.

Es handelt sich also um keine neue Erfindung, sondern um eine Zusammenlegung von Applikationen die es schon lange gibt. Denn eine App, welche Tweets in der eigenen Umgebung anzeigt, ist keine Neuheit. So verletzt diese Funktion die Privatsphäre also nicht mehr als die Sozialen Netzwerke selbst, denn es liegt an den Usern selbst, welche Informationen sie zur Verfügung stellen und welche nicht.

Die Absicht der Entwickler war wohl weniger, potenziellen Stalkern die Opfersuche zu erleichtern, als verstärkt Kommunikation und Geselligkeit zu fördern. Liegt also nur ein Missverständnis vor, entstanden durch den Namen und die gleichnamige Webseite, welche von Frauen in sexy Posen gesäumt ist?

Mit einem Namen wie "Everyone around me" wäre man wahrscheinlich nicht ganz so tief ins Fettnäpfchen getreten. Was dennoch ein Problem bleibt, ist das Verbot, verschiedene Social Networks miteinander zu verbinden und mit einer Filterfunktion auszurüsten.

Wieder einmal wird uns bewusst gemacht, wieviele private Information wir eigentlich absichtlich oder auch aus Unwissenheit und ohne Gedanken an die Folgen selbst veröffentlichen. So wäre es  also vielmehr an der Zeit, dass Nutzer endlich einsehen wie wichtig es ist, sich mit den Einstellungen (privat/öffentlich) von Social Networks besser auseinanderzusetzen.

 

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