NATO will virtuelle Welt entwickeln (lassen) 
Freitag, den 18. September 2009 um 12:50 Uhr
NATO Logo Am 06. September bat die NATO öffentlich drei Entwickler-Firmen um Pläne zur Entwicklung einer NATO-eigenen virtuellen Welt. Die Nordatlantikpakt-Organisation will eine virtuelle Umgebung für Trainingssituationen und das tägliche Geschäft entwickeln.

Der Aufruf ist eingeschränkt auf drei Entwicklerteams bereits bestehender virtueller Welten. In Second Life hat die NATO einen virtuellen Stützpunkt inne, Olive als auch Nexus sind mit dem Fokus auf kommerzielle Entwicklungen entstandene Systeme.

Olive - Forterra Screenshot Army-Simulation Die virtuelle NATO-Welt will die Erfahrungen und Technologien der bestehenden virtuellen Umgebungen nutzen, eine eigene Virtuelle Welt will die NATO in diesem Sinne als geschlossenes System hinter SSL und Firewalls sehen. Eigenen Angaben zufolge sollen als "investigativer Strom" unter anderem das Brüsseler Hauptquartier in nahezu realem 3D nachgebildet werden. Vornehmlich genutzt werden soll die NATO-Welt für Trainingsprogramme und Virtuelle Meetings.

Dies kann als eine Entscheidung bestehender Erfahrungen betrachtet werden. Die NATO besitzt seit 2007 eine Sim in Second Life. Im Februar rief die Nordatlantikpakt-Organisation (NATO) zur Entwicklung einer Computerreplik Afghanistans inklusive Ökonomie, Politik und Kultur auf, die von den Kriegsstrategen genutzt werden sollte. Zwei Jahre zuvor hatte die Navy bereits Ähnliches genutzt, damals jedoch mit dem Irak im Visier.


ECS Army Simulation ScreenshotAuf den ersten Blick scheint das Vorhaben eines dreidimensionalen Adepten des Hauptquartieres dem wenig Anspruch entgegen zu bringen, sind im Vergleich nur ein paar Quartiere und Räumlichkeiten zu erstellen.
Große Ziele hat die NATO jedoch trotzdem mit der eigenen virtuellen Welt. Unter anderem will sie eine physisch realistische virtuelle Umgebung schaffen, die in Real-Time weiter wächst und "läuft", auch wenn sich keine Nutzer inworld befinden. Jeder Mitarbeiter der NATO soll dann ein virtuelles Alter Ego, den Avatar, besitzen.

Angefragt wurden auch Linden Lab, Entwickler und Betreiber von Second Life, obgleich die Anforderungen an die NATO-Welt von Linden Labs Servern derzeit nicht erfüllt werden können.
Die Olive Entwickler-Firma Forterra und ECS, welche hinter Nexus stecken, sind in dieser Beziehung viel versprechendere Kandidaten, denn sie entwickeln bereits individualisierte geschlossene Lösungen. Nicht zu vergessen ist dabei, dass diese auch simulierende Kriegsschauplätze und Katastrophenszenarien bereits kennen.

Insider sehen in ECS den Favoriten der NATO-Ausschreibung. VWI hält euch wie immer auf dem Laufenden.
 

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