3D-Kino Umsatzplus und Visionen für virtuelle Welten 
Montag, den 11. Januar 2010 um 18:14 Uhr
Kino 2009 war das Jahr der dreidimensionalen Technik in Sachen Film. Zahlreiche Newcomer nutzten virtuelle Umgebungen und Welten oder / und innovative dreidimensionale Technologien, um das Kinoerlebnis aufzuwerten.

So verwundert es nicht, dass im Jahre 2009 ein Umsatzplus von 25% in deutschen Kinos verzeichnet werden konnte. Insbesondere 3D-Filme sind hier als die Urheber zu betrachten, die mehr und mehr Zulauf finden - zumal es in vielen deutschen Städten nunmehr auch spezielle 3D-Kinos gibt.

Das Besucherplus zum Vorjahr beläuft sich mit 144 Millionen Kinogängern dabei auf 16 Prozent - der Umsatz von 965 Millionen Euro bringt es sogar auf einen Anstieg von 25,1% im Vergleich mit 2008. Diese Werte sind vom Verband der Filmverleiher analysiert worden und dürfen als Gegenargument zur Weltwirtschftskrise  verstanden werden. 2009 war für die Filmbranche ein Rekordjahr, was sich vor allem in der zweiten Jahreshälfte durch zahlreiche 3D Filme bemerkbar machte, die überdurchschnittlich gut besucht worden sind. So vermerkte Johannes Klingsporn, Geschäftsführer des Verbandes der Filmverleiher resümierend, dass 2009 eines der Spitzenjahre der vergangenen 60 Jahre darstellt.


Avatar und Co

Avatar Screenshot Neben den technologisch orientierten, zum Teil brandneuen und innovativen Verfahren, die unter anderem den neuen Film "Avatar - Aufbruch nach Pandora" von James Cameron einzigartig in der Medienlandschaft hervor stechen lassen, waren auch einige Filme in den Kinos, die mit den Möglichkeiten virtueller Welten "spielen".

In unterschiedlichen Nuancen wurden Filme gedreht und sind teilweise schon zu sehen, die virtuelle Welten nutzen, in denen virtuelle Welten eine Nebenrolle spielen oder in denen sie sogar zum Hauptschauplatz gewählt worden sind.
Zu ihnen zählen Surrogates, der am 21.01.2010 in die Kinos kommt, Beautiful Kate, der Szenerien in Second Life abdrehte und seit 07.01.2010 auf DVD (bisher nur in englisch) verfügbar ist und Gamer, der am 07. Januar in deutsche Kinos kam.
Über weitere 3D-Kinofilme, Stories und Hintergründe berichtete VWI im vergangenen August.


Dreidimensionales Fazit

Mit der dreidimensionalen Ausrichtung der Kinobranche hat sich schlussfolgernd ergeben, was erwartet wurde - 3D etabliert sich als Medium und zunehmend werden virtuelle Umgebungen hierfür genutzt. Spannend bleibt es zu beobachten, welche Entwicklungen sich aus der enorm positiven Resonanz entwickeln werden.

Dies kann für Gamer und Residents zudem einmal wieder ein Grund sein, den heimischen Bildschirm zu verlassen - auch wenn Erhebungen belegen, dass weit weniger Computerspielesüchtige in virtuellen Welten umgehen, als landläufig in der Presse proklamiert worden ist. Auch das ändert sich mit solcherlei Höhepunkten der Entwicklung in leicht bis stark veränderter Medienberichterstattung.
Letztlich ist aber die zunächst absolute Verteufelung und nachherige Befürwortung ein immer wiederkehrendes Phänomen der Presse und der Medien an sich, von dem man nicht umsonst sagt, dass sie auch als negative Berichterstattung positive Presse ist.

Bildquelle: "Kino" - © holly @ pixelio.de
 

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